Mehr Selbstsicherheit bekommen – mit Selbstakzeptanz und Selbstachtung.

Von 7. Januar 202126. Januar 2021Allgemein, Emotionale Freiheit, Mindset & Innere Haltung
TITEL-Selbstsicherheit

Teil 2 der Artikelserie.

Lies am besten den ersten Teil zuerst:

Wie Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstsicherheit aufeinander aufbauen.

 

Die meisten Menschen denken bei Selbstbewusstsein bzw. Selbstsicherheit automatisch an laute, extrovertierte Menschen.

Solche, die immer eine Bugwelle vor sich her schieben und nicht müde werden ihre eigenen Erfolge zu loben, immer das Wort ergreifen, andere gerne kommandieren, alles an sich reißen, gerne im Mittelpunkt stehen und hervorheben, was sie alles können und haben.

Die ist manchmal echt, oft aber eine Fassade. Es gibt Menschen, die die einfach laut und direkt sind bzw. extrovertiert. Bei den meisten ist das aber vorgetäuschte Selbstsicherheit. Echte ist leiser und hat das permanente Rufen „Schau mich an. Beachte mich“, nicht nötig.

Und wenn man ein feines Gespür dafür hat, merkt man auch wenn Leute das vortäuschen. Echte Selbstsicherheit ruht in sich, sie muss nicht laut sein, sie zeigt sich durch Bedacht, Gelassenheit und innere Ruhe und ist wenig von Bestätigung von außen oder von Status Objekten abhängig.

 

Erfolgreichen Menschen spricht man oft viel Selbstsicherheit zu.

 

Der Erfolg kann aber darin begründet sein, sich selbst und vor allem Anderen permanent den eigenen Selbstwert beweisen zu müssen (Und bis ins Grab oft der verzweifelte Versuch ist, doch noch die Anerkennung des Vater oder der Mutter zu bekommen).

So wie der Mensch ist, reicht er nicht. Das wurde ihm suggeriert und das glaubt er dann selbst. Ohne das Drumherum, glaubt er nicht gut genug zu sein.

Selbstfürsorge

Abraham Maslow, ein US-amerikanischer Psychologe – und viele andere haben bekräftigt, dass es wichtig ist zwischen Selbstvertrauen als verallgemeinernde Persönlichkeitseigenschaft und Selbstsicherheit – also der persönliche Zuversicht – in Bezug auf eine bestimmte Aufgabe, Fähigkeit oder Herausforderung (d.h. Selbstwirksamkeit) zu unterscheiden. Abraham Maslow ist einer der wichtigsten Namen in der Psychologie. Psychologen betrachten ihn als den Vater der “humanistischen Psychologie“. Dies ist ein Zweig der Psychologie, den man zwischen Psychoanalyse und Verhaltensforschung verortet. Die humanistische Psychologie hatte einen großen Einfluss darauf, wie sich die Psychologie im Laufe der Zeit weiter entwickelt hat.

Abraham Maslow war ein hervorragender Beobachter von Menschen und ein leidenschaftlicher Forscher. Über das Verständnis des menschlichen Verhaltens hinaus wollte Maslow es Menschen ermöglichen, die beste Version ihrer selbst zu werden. Vielleicht kennst du “Maslows Hierarchie der Bedürfnisse” ? Diese hat er bereits in seiner Doktorarbeit entwickelt.

Bedüfnispyramide-Maslow

Selbstsicherheit bezieht sich normalerweise auf das generelle Selbstvertrauen.

 

Dies unterscheidet sich von der Selbstwirksamkeit, die der Psychologe Albert Bandura als “Der Glaube an die eigenen Fähigkeit, in bestimmten Situationen erfolgreich zu sein bzw. eine Aufgabe zu erfüllen” definiert, und daher verweist dieser Begriff akkurater auf ein spezifisches Selbstbewusstsein.

Es kann sein dass er oder sie eine bestimmte Aufgabe, z.B. ein gutes Essen kochen oder einen guten Roman schreiben kann (das ist Selbstwirksamkeit auf die ich noch eingehe), obwohl die Person möglicherweise keine allgemeine Selbstsicherheit hat; oder umgekehrt: Der Mensch kann selbstbewusst sein, obwohl ihm die Selbstwirksamkeit fehlt, eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen.

Selbstsicherheit ist eng verknüpft mit Selbstakzeptanz und Selbstliebe.

 

Dich selbst lieben kannst du nur, wenn du dich mit allen Fehlern und Stärken selbst angenommen hast.

Und wenn du das machst, wirst du dir auch Selbstachtung entgegenbringen. Vor allem deine eigenen Bedürfnisse.

Wie soll dich jemand anderer gut finden, wenn du es selbst es nicht tun? Diesem logischen Widerspruch stehen Menschen gegenüber, die ein Problem mit Selbstakzeptanz haben. Und das ist gar nicht so selten. Die einen regen sich über ihre Figur auf, die anderen über ihre Marotten. Beide gehen zu hart mit sich selbst ins Gericht.

Und das meist völlig grundlos, da andere sie längst nicht so hart für ihre – scheinbaren – Unzulänglichkeiten verurteilen wie sie sich selbst. Selbstakzeptanz ist daher der Schlüssel viele Schwierigkeiten aufzulösen, denen wir im Umgang mit Menschen begegnen.

Und das hat wiederum mit dem erkennen deines Persönlichkeitstyps und deiner Steuerungsprogramme aus der Kindheit zu tun.

Dein Selbstbild und damit dein Selbstwertgefühl, sind dir von anderen als Kind suggeriert worden

Es sind Gedanken, gemachte Erfahrungen und emotionale Prägungen. Deine unbewussten Muster und Programme sind wie ein unsichtbarer Käfigs gegen dessen Stäbe im Leben immer wieder anrennst. Du merkst nur immer wieder ihre  Auswirkungen aber weißt nicht, woraus sie bestehen.  Das wirkt sich aus im Job und im Privatleben. Diese Muster sind sehr stark. Und wenn es negative sind, werden sie dich immer wieder dabei sabotieren, erfolgreich dein Leben zu gestalten. Wie sie sich auf Beziehungen auswirken, darüber habe ich den Gastartikel “Dein Hirn liest im Kaffeesatz und liegt oft daneben” geschrieben.

Programme bestimmen – zusammen mit unseren Werten – wie wir handeln

Die drei Steuerungsprogramme (es sind regelrechte Überlebensprogramme für Kinder) sind:

  1. Unsere Identität (Ich bin jemand der …) z. B. „es immer schwer hat im Leben“.
  2. Unsere Erwartungshaltung (Ich befürchte, dass die anderen … XY … auf mich reagieren).
  3. Unsere unbewusste Grundüberzeugung (Ich muss immer … XY … sein / machen, damit ich … (akzeptiert/anerkannt/geliebt etc. werde).

Damit sabotierst du dich in vieler Hinsicht selbst. Diese Programme stabilisieren sich gegenseitig und sind sehr stark – sie beeinflussen unsere Gedanken. Nur eines zu verändern reicht nicht. Unsere Werte steuern ebenfalls unsere Handlungen. Sie sind unser Kompass und Anker im Leben. Einen Werte Finder findest du in der TIPPS & TOOLS Bibliothek.

Selbstvertrauen-7

Bei vielen Menschen ist der Selbstwert von Bestätigung außen abhängig.

Burnout zum Beispiel hat seine Ursachen meist nicht in Überarbeitung oder durch Einflüsse von außen.

Viele Menschen spüren die gar nicht mehr weil sie den Kontakt zu sich selbst verloren haben.

Sie sind sich selbst auch oft nicht genug wert gut für sich gut zu sorgen, weil sie glauben das nicht zu verdienen.

Ihr Selbstwert ist stark von der Bestätigung von außen abhängig.

Damit sind sie von anderen stark beeinflussbar und anfällig für Ausbeutung oder Selbstausbeutung.

Andere achten sie und ihre Bedürfnisse nicht und gehen über ihre Grenzen, weil sie diese selbst nicht achten.

 

 

Wikipedia definiert Selbstliebe so:

 

Selbstliebe, auch Eigenliebe, bezeichnet die allumfassende Annahme seiner selbst in Form einer uneingeschränkten  Liebe zu sich selbst. Der Begriff ist sinnverwandt, jedoch nicht vollständig  synonym mit Begriffen wie  Selbstannahme, Selbstachtung, Selbstzuwendung, Selbstvertrauen und  Selbstwert.

Von Erich Fromm wird die Selbstliebe als Grundlage dafür gesehen, andere Menschen lieben zu können.

Eine Klientin über Selbstliebe, Selbstvertrauen und Selbstsicherheit:

 

“Nachdem ich begriffen habe, dass mich niemand glücklich machen wird. Es liegt an mir, mich selbst glücklich zu machen. Ich fühle, dass es im Inneren beginnt.”

“Nachdem ich jahrelang allein gelebt habe, Erfolge und Rückschläge bei der Arbeit erlebte, Liebe fand, Liebe verlor und schließlich ‘den Einen’ traf, habe ich etwas Tiefgreifendes über Selbstliebe erkannt: Ich habe akzeptiert, dass, egal wie gut oder schlecht die Dinge um mich herum laufen, der wichtigste Faktor, der beeinflusst, wie ich mich fühle, ich selbst bin.

Mein Selbstvertrauen, meine Energie, meine Wahrnehmung meiner Gesundheit und körperlichen Attraktivität ist alles ein Produkt meiner inneren Stimme und der Version der Geschichte, die ich erzähle.

Ja – Menschen können Dinge sagen oder tun, die beeinflussen, wie man sich selbst wahrnimmt, aber letztendlich ist es meine Beziehung zu mir selbst, meine Akzeptanz meiner Gaben und Fehler, die meine Wahrnehmung des Selbstwertes bestimmt und damit meine Selbstsicherheit.

Je netter ich zu mir selbst bin, desto mehr umgebe ich mich mit Gedanken, Menschen und Glaubenssätzen, die ein positives Selbstbild fördern – und desto besser fühle ich mich.

Wie alle Beziehungen erfordert auch die, die ich mit mir selbst führe, Geduld, Freundlichkeit und Treue, um zu gedeihen.”

Selbstliebe-5

Zum Thema Selbstwertgefühl und Selbstwertschätzung habe ich diese schöne Geschichte für dich:

 

Bei einer Versammlung von Mönchen ging es um das Thema „Wertschätzung” durch Andere. Einer der heiligen Männer hielt einen neuen 100 € Schein in die Höhe und fragte in die Runde: „Wer von euch möchte diesen Schein haben?” Alle Hände erhoben sich.

Dann zerknitterte der Mann den Schein und fragte wiederum: „Wer von euch möchte den Schein immer noch haben?”.

Und wieder gingen alle Hände in die Höhe.

Daraufhin warf er ihn zu Boden und trampelte darauf herum, sodass er dreckig wurde. fragte er die Anderen: „Wer will den Schein jetzt immer noch haben?” Noch immer gingen alle Hände in der Höhe. Der Weise sagte zu Ihnen. „Wir haben jetzt gemeinsam etwas Wertvolles gelernt.

Was auch immer mit den 100 € Schein geschehen ist ihr wolltet ihn trotzdem weiterhin alle haben.

Der Schein war für euch nach wie vor 100 € wert. So kann es uns auch oftmals im Leben gehen. Das wir uns zerknittert fühlen, zu Boden geworfen, in den Dreck getreten.

Und wie fühle wir uns dann? Noch genauso wertvoll (wie der Geldschein) oder wertlos?

Was auch immer mit uns passiert, jeder einzelne von uns verliert nie seinen Wert. Egal ob wir uns sauber oder dreckig fühlen, zerknittert oder gebügelt.

Wir sind als Mensch immer gleich viel wert. Du bist wertvoll.

Dein Wert wird auch nicht danach bewertet, was dir angetan wird. Sondern dadurch wer und wie du bist.

Wir sind wertvoll – egal was andere mit uns machen!

Solange wir an unseren eigenen Wert glauben, werden es auch die anderen tun und uns auch entsprechend wertschätzen.

Selbstwert

Selbstwert ist das sehr subjektive Gefühl des Wertes der eigenen Person und der Einstellung zum Ich und dem Beitrag den man mit der eigenen Existenz leistet in der Welt.

Wir messen unseren Selbstwert oft an anderen.

 

Wir alle hatten schon mal den Satz im Kopf: Ich bin nicht gut genug.

 

Ein gewisses Maß an Status und eigenen Wert für die Gemeinschaft zu beweisen ist ein Überlebensinstinkt. Früher war man ohne die Gruppe praktisch tot.

Eine Leistungsgesellschaft verschärft das Ganze heutzutage leider noch. Die Möglichkeit sich online mit Millionen von Menschen zu vergleichen tut ein Übriges.

Es gibt immer jemanden, der erfolgreicher, schöner, stärker oder XY ist.

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Wie werde ich selbstsicher? Mit Selbstakzeptanz und Selbstachtung. @jeanbouffier

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Wir bewegen uns zwischen: Wie sehe ich mich selbst? Wie sehen mich andere?

 

Geprägt und beeinflusst wird dein Selbstwert durch Erfahrungen mit anderen Menschen, vor allem in der Kindheit.

 

Wie du (an-)gesehen wirst, Rückmeldung auf Verhalten erhältst, Akzeptanz erfährst, Wertschätzung und Respekt erlebst und Anerkennung bekommst. Zur Entfaltung kommt Selbstwert durch die

Entscheidung zu sich zu stehen. Auch vor anderen.

Selbstsicherheit bzw. Selbstwert sind im Coaching zugänglich durch Arbeit an der Einstellung zu sich selbst, d. h. an der eigenen Identität und dem Selbstbild.

 

Wir bearbeiten dazu Verletzungen in den Themenbereichen Intimität, Scham, Achtung, Respektieren des Eigenen, Würde usw..

Wenn der Selbstwert gestört ist, führt das zu Problemen in der Abgrenzung zu anderen (Nähe, Übergriffe, Distanz, Grenzen), zu Vereinsamung (innere Leere), Sozialängsten und zu Persönlichkeitsstörungen.

 

Im nächsten Artikel geht es hauptsächlich um Selbstvertrauen.

Denk dran: Dein Leben. Deine Regeln.

Jeanette

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Jean

Über Jean

Hi, ich bin Jeanette, – Business Coach, Marken Designerin & Aufbruch Komplizin Ich helfe Unternehmerinnen und Frauen, die es werden wollen, mutig aufzutreten – als Mensch und als Marke. Denn Menschen lieben echte Persönlichkeit und selbst-bewusste Ausstrahlung zieht an wie ein Magnet. :)

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