Wie Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstsicherheit aufeinander aufbauen

Von 6. Januar 2021 15. Januar 2021 Allgemein, Emotionale Freiheit, Mindset & Innere Haltung
TITEL-Selbstbewusstsein

Teil 1 der Artikelserie.

 

In meine Coachings fiel mir auf, dass Begriffe wie z. B Selbstbewusstsein, Selbstwahrnehmung, und Selbstsicherheit oft verwechselt werden.

In dieser Artikelserie geht es um die Klärung ihrer Bedeutung und die Begriffe:

  • Selbstwahrnehmung
    Selbsterkenntnis
  • Selbstreflexion
  • Selbstachtung
  • Selbstakzeptanz
  • Selbstliebe
  • Selbstwertgefühl
  • Selbstwirksamkeit
  • Selbstvertrauen

Im folgenden Artikel erkläre ich wie sich die Begriffe definieren und wie sie zusammenhängen.

 

Das größte Missverständnis gibt es denke ich bei dem Begriff Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit.

 

Selbstbewusstsein bedeutet im Grunde, „sich selbst bewusst zu sein“. Also eine sehr gute Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion zu haben und damit einen eigenen Maßstab für sich selbst. Worauf echte Selbstsicherheit (sich selbst sicher zu sein) beruht.

 

Wikipedia definiert Selbstbewusstsein auf zwei Arten:

In der Philosophie ist es das Bewusstsein des Menschen von sich selbst als denkendem Wesen.

Die zweite Definition ist, dass ein Mensch überzeugt ist von den eigenen Fähigkeiten, von seinem /ihrem Wert als Person, das sich besonders in selbstsicherem Auftreten ausdrückt.

Selbstreflexion-3

Eine Geschichte über das Unterbewusstsein.

Ein Mönch geht langsam eine Straße entlang, als er das Geräusch eines galoppierenden Pferdes hört.

Er dreht sich um und sieht einen Mann, der auf einem Pferd reitet und sich in seine Richtung bewegt. Als der Mann näher kommt, fragt der Mönch: “Wohin gehst du?”. Darauf antwortet der Mann: “Ich weiß es nicht, frag das Pferd” und reitet davon.

Das Pferd in der Geschichte repräsentiert dein Unterbewusstsein.

Das Unterbewusstsein läuft auf Basis vergangener Konditionierungen.

Das was du über dich glaubst, wurde dir von Bezugspersonen suggeriert.

Das macht es nicht wahr. Es ist nichts anderes als ein altes Steuerungsprogramm.

Wenn du dich in diesem Programm verlierst bzw. dir dessen nicht bewusst bist, kontrolliert das Programm dich und führt dich, wohin es will. Solche Programme entstehen in der Kindheit wenn Kinder mit Situationen überfordert sind. Sie können noch nicht reflektieren und schaffen sich regelrechte „Überlebensprogramme“.

Als Erwachsene können die schädlich sein und wie die unsichtbaren Stäbe eines Käfigs sein.

Du merkst die Auswirkungen aber kennst die Ursachen nicht.

Wenn dir im Leben immer wieder Ähnliches passiert, liegt ein Programm zu Grunde. Steuerungsprogramme gibt es drei: Deine Identität (was du glaubst, wer du bist, bzw. wie du dich selbst wahrnimmst), deine Erwartungshaltung wie dir andere begegnen und deine Glaubenssätze bzw. Gundüberzeugungen (z. B. ich muss immer XY machen um geliebt, wertgeschätzt, anerkannt etc. zu werden).

Wenn du dir stattdessen selbst bewusst wirst, fängst du an, dich deiner Programme bewusst zu werden und beginnst, sie objektiv zu betrachten. Du kannst deine Geschichte neu schreiben. Daraus erwächst Selbstsicherheit.

 

Beziehung-Selbstreflexion-Selbsterkenntnis

WICHTIG!

 

  • Alles was du über dich selbst denkst hat dir irgendwann jemand suggeriert. Das macht es nicht wahr! (Mehr dazu lesen kannst du in einem Artikel “Wie Persönlichkeit entsteht“.
  • Unsere emotionale Prägung findet bis zum 7. Lebensjahr statt. Oft sind wir noch so jung, dass wir das bewusst gar nicht wahrnehmen können. Danach – egal wie alt du bist – lösen Erfahrungen mit Menschen Emotionen aus dieser Zeit aus. Und zwar IMMER aus diesen sieben Jahren.
  • Und auf emotionalen Stress reagieren wir als Kinder mit der Bildung von Verhaltensmustern und regelrechten Überlebensprogrammen. Die laufen den Rest unseres Lebens meist unbewusst ab.

Wie du dir selbst bewusster werden kannst und durch Selbstreflexion zu Selbsterkenntnis kommst und damit zu mehr Selbstsicherheit und Selbstvertrauen.

 

Selbsterkenntnis hilft dir zu erkennen wer du wirklich bist, deine  Gedanken zu beobachten, Überzeugungen zu hinterfragen und Gefühle zu spüren.

Damit schaffst du dir Raum anders zu handeln statt einfach auf „Trigger“ anzuspringen.

Selbsterkenntnis ist die Grundlage, auf der wir Vertrauen aufbauen können, weil sie das Reale vom Wahrgenommenen trennt.

Wir können nicht unsere Erfahrungen ändern die wir machen aber wir haben Einfluss darauf, wie wir sie erleben. Und wie wir uns dabei fühlen.

Wenn du wirklich verstehst, was real ist, anstatt falsche Dinge über dich selbst zu glauben hast du eine bessere Chance, positiv zu sein und ein Sinn erfülltes Leben zu leben.

Das hilft schon mal viel. Im Grunde ist etwas, das im Gefühl  – wie gesagt in den ersten 7 Jahren – schief gelaufen ist aber auch nur im Gefühl zu. Dabei geht es nicht um Heilung. Du bist nicht kaputt. Es geht darum Gefühle zu integrieren. Kontaktiere mich gerne für mehr Informationen dazu.

 

Wie kannst du dein Selbstbewusstsein verbessern?

 

Das erste, was du tun kannst, ist, Achtsamkeit zu üben. Achtsamkeit bedeutet aufmerksam zu sein, absichtlich, im gegenwärtigen Augenblick und nicht permanent alles zu be- und verurteilen, mit offenem Geist und offenem Herzen.

Die Dinge anzunehmen, wie sie sind. Ich habe damit schon erstaunliche Glücksmomente erlebt. Denn wann dürfen wir einfach mal “sein”? So gut wie nie.

Achtsam zu sein, verbessert soziale Beziehungen, reduziert Angst und Depressionen und hilft Stress zu reduzieren oder nicht aufkommen zu lassen.

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Die 5 Stufen der Achtsamkeit.

 

  1. Konzentrieren
  2. Beobachten 
  3. Benennen ohne zu urteilen
  4. Nicht daran anhaften 
  5. Nicht reagieren

Achtsamkeit verschafft uns in herausfordernden Situationen eine Pause, in der wir entscheiden können, wie wir reagieren. Anstatt wie sonst impulsiv zu handeln und uns von unseren Emotionen herum scheuchen zu lassen.

Es ist einfacher, als es sich anhört. Du musst es nur trainieren.

Programmiere dir am besten drei Erinnerungen in dein Handy und frage dich dann: Was passiert gerade um dich herum. Was hörst du? Was siehst du? Welche Gefühle löst das aus und wo fühlst du die und wie?

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Du kannst auch ein (Dankbarkeits-) tagebuch führen. Das hilft den Fokus auf das Positive zu lenken.

Wenn du ganz verrückt drauf bist, kannst du auch anfangen zu meditieren. Das sind zwei super Möglichkeiten, deine Fokus zu verbessern. Meditation hilft dir, deine wandernden Gedanken besser wahrzunehmen und zu beobachten. Damit du ohne Vorkenntnisse anfangen kannst du meditieren  habe ich im Artikel „33 Gründe zu meditieren“ beschrieben.

Das hilft auch sehr schnell dabei glücklicher und Selbstbewusster zu werden. Denn unglücklich machen uns oft unsere Gedanken, die ziemlich viel Unsinn erzählen. Du kannst dazu meine Videoserie „Mythen über Glück“  ansehen.

Aufzeichnungen sind sehr wirkungsvoll, weil sie uns nicht nur helfen, unsere Gedanken zu verarbeiten, sondern uns auch das Gefühl geben, mit uns selbst verbunden und im Frieden zu sein. Was auf Papier ist, spukt nicht mehr durch deine Kopf. Mehr dazu findest du im Artikel: “Wie du durch Schreiben schwierige Entscheidungen treffen kannst“.

Ein anderer Weg, die Selbstwahrnehmung zu verbessern, ist andere um Feedback zu bitten.

Du kannst dich darin üben um Feedback zu bitten, indem du einfach deine Freunde und Familie fragst, was deine Stärken sind. Warum das eine gute Idee ist, habe ich im Artikel “10 Gründe, warum wir andere Menschen nicht verstehen” geschrieben.

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Wie Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstsicherheit aufeinander aufbauen @jeanbouffier

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Wenn Klienten zu mir kommen, mache ich zuerst eine Werte Übung mit ihnen und finde heraus welcher Persönlichkeitstyp sie sind.

 

Wenn du beides klar hast, weiß du schon zum Teil, was dich steuert und vor allem, was dich motiviert. Das ist bei unterschiedlichen Persönlichkeitstypen nämlich völlig unterschiedlich.

Dann knöpfen wir uns die alten Steuerungsprogramme vor und schauen welche schädlichen und meist völlig bescheuerten Annahmen du über dich selbst hast. Wie gesagt: die haben dir andere suggeriert und meist Leute die selbst gewaltige Päckchen hatten.

Die Identifizierung deiner persönlichen Werte oder die Entwicklung eines persönlichen Leitbildes sind zwei großartige Möglichkeiten, dein Selbstbewusstsein zu verbessern.

Wenn du dein Leben nach deinen Werten lebst (es gibt ca. 350), brauchst du auch gar nicht so viel Selbstbewusstsein. Die sind schon ein starker Kompass um Ziele zu erreichen.

Das Verstehen deiner alten Programme und Muster, deiner „blinden Flecken“, deiner natürlichen Stärken und Werte hilft dir dabei, dir ein starkes Bild davon zu machen, wer du bist und dir einen stabilen Werte Maßstab zuzulegen.

Du suchst dann Bestätigung weit weniger im Außen bzw. durch andere Menschen. Dazu kannst du auch diesen Artikel lesen:

Wie dein Persönlichkeitstyp deinen Erfolg beeinflusst

 

Kannst du aus 350 Werten spontan deine Top 2 nennen? Falls nicht, lade dir hier den kostenlosen Werte Finder in der TIPPS & TOOLS Bibliothek herunter:

Größeres Selbstbewusstsein führt zu größerer Selbstsicherheit

 

Also sich seiner selbst sicher zu sein.

Sich zutiefst bewusst zu sein, wer wir sind, was wir schätzen und was wir gut können, ist die wichtigste Grundlage, um Vertrauen aufzubauen und es zur Gewohnheit werden zu lassen. Denken Sie daran, dass Vertrauen unsere Fähigkeit ist, an uns selbst zu glauben. Wir erzählen uns oft Lügen über unsere Fähigkeiten, was uns in einem Zustand geringen Vertrauens hält.

Wenn wir uns selbst sehr gut  kennen, können wir zwischen der Wahrheit und den Lügen die uns andere und wir selbst über uns erzählen unterscheiden.

Wenn wir uns mit dieser soliden Basis mehr (zu-)trauen und damit mehr tun, wächst das Selbstvertrauen. Das fällt nämlich nicht vom Himmel, das muss geübt werden.

 

Im 2. Teil  “Mehr Selbstsicherheit bekommen – mit Selbstakzeptanz und Selbstachtung“,  es hauptsächlich um Selbstsicherheit.

Denk dran: Dein Leben. Deine Regeln.

Jeanette

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Jean

Über Jean

Hi, ich bin Jeanette, – Business Coach, Marken Designerin & Aufbruch Komplizin Ich helfe Unternehmerinnen und Frauen, die es werden wollen, mutig aufzutreten – als Mensch und als Marke. Denn Menschen lieben echte Persönlichkeit und selbst-bewusste Ausstrahlung zieht an wie ein Magnet. :)

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