Psychospiele – Wie du sie erkennst und damit umgehst.

Von 3. August 2020 25. August 2020 Allgemein, Emotionale Freiheit, Mindset & Innere Haltung
Psychospiele-Gründe

TEIL 1 von 2

 

Das Haus der Lady Alquist“ ist ein sehr spannender Film von 1947 mit Ingrid Bergmann in der Hauptrolle als Paula. Und ein schönes Beispiel was Psychospiele mit Menschen anrichten.

Paulas Tante Alice Alquist wird ermordet in ihrem Haus aufgefunden. Die Juwelen der Sängerin sind verschwunden und vom Täter gibt es keine Spur. Jahre später kehrt die frisch verheiratete Paula mit ihrem Ehemann in das Haus zurück, um dort zu leben. Zunächst scheint ihr Glück perfekt, doch dann ereignen sich mehr und mehr mysteriöse Dinge und Paula zweifelt bald an ihrem Verstand… wird sie verrückt oder spielt jemand Psychospiele mit ihr? Warum?

Wir spielen psychologische Spiele manchmal selbst und sind schon Opfer davon geworden. Mobbing z. B. gehört dazu. Natürlich nicht in dem Umfang, wie das Paula im Film passiert. In der Familie, in Beziehungen, mit dem Chef oder Kollegen und Freuden können sie vorkommen. Oder mit Wildfremden, die dir – warum auch immer – schaden oder dich manipulieren wollen. Meist zum eigenen Vorteil.

Ein Hauptgrund, warum Menschen Psychospiele spielen, besteht darin, Kontrolle zu erlangen, zu erhalten oder zu erwerben. Wenn sie dir eine bestimmte Reaktion entlocken oder dich dazu bewegen können, das zu tun, was sie wollen, dann haben das Gefühl, die Kontrolle über dich und die Situation zu haben.

Machtspiele
In diesem Artikel geht es um die Fragen:

 

  • Was sind Psychospiele? (Beispiele)
  • Warum spielen Menschen psychologische Spiele?
  • Wie erkennt man Psychospiele?

Im nächsten Artikel, der nächste Woche erscheint, erkläre ich

 

  • Die Muster hinter Psychospielen
  • Psychologische Hintergünde für Spiele.
  • Die Mechanismen hinter psychologischen Spielen.
  • Wann sie gefährlich werden.

Wie man verhindern kann auf Spiele einzusteigen bzw. selbst welche zu spielen.

Was ich dir gleich verraten kann: Je besser du dich selbst kennst,  desto weniger anfällig bist du für Spiele. Übungen zur Selbsterkenntnis findest du in  meiner gratis TIPPS & TOOLS Bibliothek.

Mit Spielen sind manipulative Verhaltensweisen wie Macht-, Retter-, Opfer-, Zuwendungs-, Verfolger- und ldentitätsspiele gemeint.

 

Warum spielen Menschen Psychospiele.

 

Mich hat vor einer Weile jemand versucht massiv zu manipulieren.

Darunter war alles, was man sich vorstellen kann: Auf perfide Art intrigieren, neugierig machen, Mitleid erwecken, Einschmeicheln, passiv-aggressives Verhalten. Es war eine faszinierende Palette an Psychospielchen. Jeder Cent meiner Coaching Ausbildungen hat sich alleine dafür gelohnt denn ich habe es sofort gemerkt.

 

Warum manipulieren Menschen überhaupt auf diese Art?

 

Spiele laufen meist unbewusst ab und jeder Mensch spielt sie. Meist sind sie harmlos. Viele können aber gefährlich werden und dem Spieler selbst oder Anderen schaden.
Spiele sind Rückgriffe auf kindliche Verhaltensweisen, Kinder können noch nicht reflektieren. Wenn Eltern kindliche Bedürfnisse nicht auf gesunde Weise anerkennen und erfüllen – weil sie selbst nicht gelernt haben, wie das geht – muss das Kind andere Wege finden. Muster und Überlebensprogramme entstehen, nach denen sie – irgendwann erwachsen – immer noch handeln. Kinder sind hilflos und  komplett von den Eltern abhängig, die oft selbst massive Spiele spielen. Kinder übernehmen oft das Verhalten. Sie bekommen kein “normales” vorgelebt. Wenn Kinder Grenzen testen, ist das KEINE Manipulation sondern gehört zu einer gesunden Entwicklung. Kinder sollten unbedingt ermutigt werden JEDE Art Bedürfnis und Gefühl auszudrücken. Es ist an den Eltern zu reflektieren, was in ihrer Kindheit schief gelaufen ist, wo vielleicht Wut, Traurigkeit, Angst usw. zu zeigen nicht erwünscht war. Es gibt keine schlechten Gefühle. Sie alle sind wichtig, erfüllen einen Sinn und  wollen uns etwas sagen.

Erwachsene Spieler benutzen sonst diese Strategien, um sich von anderen das zu holen, was sie selbst nicht oder zu wenig verwirklicht haben.

Es gehört zum Menschsein, Annahmen über die Absichten und das Verhalten anderer zu treffen. Wir bilden uns unsere Meinung über die Absichten anderer, ohne über solide Beweise zu verfügen, die unser Denken unterstützen. Je mehr wir das Gefühl haben, dass wir manipuliert werden, desto misstrauischer werden wir.

Egozentrismus ist eine verengte Sichtweise der Welt, bei der es einem Einzelnen schwer fällt, sich in die Welt einzufühlen und sie aus der Sicht eines anderen Menschen zu verstehen.

Man kann sagen, dass sich Teile der Persönlichkeit nicht angemessen weiter entwickelt haben.

Wie sich Persönlichkeit entwickelt, darüber habe ich einen Artikel geschrieben.

Warum-Psychologische-Spiele

Psychologische Manipulation kann definiert werden als die Ausnutzung unangemessener Macht.

 

Sozial, relational, familiär, sexuell, finanziell, beruflich usw.) mit dem Ziel, den Manipulator auf Kosten der Opfer zu begünstigen.

Absichtliche psychologische Manipulation unterscheidet sich von einer gesunden sozialen Beeinflussung, bei der ein allgemein gerechter Austausch zwischen Menschen stattfindet. In einer psychologisch manipulierenden Beziehung nutzt eine Person eine andere für egoistische und skrupellose persönliche Gewinne aus.

 

Zu den Kategorien der Manipulation gehören negative Manipulation

 

Z. B. anhaltende Kritik, Scham, soziale Ausgrenzung, sozialer Druck, feindselige Drohungen); positive Manipulation (vorgetäuschte Freundlichkeit, unaufrichtige Schmeichelei, Appell an die Eitelkeit, falsche Versprechen); Täuschung und Intrigen (Lügen, Betrug, Diebstahl, unethische „Abkürzungen“, Ausreden, Schuldzuweisungen, Ausweichen vor der Verantwortung); strategische Hilflosigkeit (Schwäche, Märtyrer, Schuldzuweisungen); und Feindseligkeit und Missbrauch (Mobbing, Wutausbruch, Einschüchterung, körperliche/seelische/emotionale Misshandlung).

Die Liste ist lang!

 

Chronische Manipulation wird oft als Überlebensmechanismus eingesetzt.

 

Das ist wirklich wichtig zu verstehen!

Um mit einem herausfordernden oder konkurrierenden Umfeld fertig zu werden, insbesondere wenn es an relativer Macht und Kontrolle mangelt. Pathologische Manipulation kann auch das Ergebnis familiärer, sozialer, gesellschaftlicher oder beruflicher Konditionierung sein.

 

Da muss man genau hinschaut, z. B. diese drei Faktoren

 

A. Die Familiengeschichte.

Wurde die betreffende Person in ihrem Leben von bestimmten manipulativen Familienmitgliedern beeinflusst? Gab es in der Familiendynamik einen Kampf um das wirtschaftliche oder soziale Überleben? Gab es einen Wettbewerb um Macht, Kontrolle, Liebe und Zuneigung, Beziehungsstatus und Akzeptanz, Status und Privilegien, finanzielle und materielle Ressourcen oder andere Arten von realen oder wahrgenommenen “Vorteilen”? Gab es Machtkämpfe, entweder zwischen Familienmitgliedern oder gegen “Außenseiter”, um größere Hebelwirkung, Einfluss, Gewinn oder Belohnung?

 

B. Gab es während der prägenden Jahre soziale Schwächen und/oder Nachteile?

Hat sie oder er in irgendeiner Weise “Ausgrenzung” erfahren (sozial, wirtschaftlich, kulturell, beruflich) und wollte Teil der akzeptierten Norm werden?

 

C. Soziale, berufliche oder gesellschaftliche Normen

Gab es irgendwelche sozialen, beruflichen oder gesellschaftlichen Normendie Gerissenheit, Intrigen, Feilschen, Feilschen, Ausnutzung menschlicher Schwächen, skrupellose Machtlosigkeit oder andere Formen indirekter Einflussnahme und Macht förderten? Einige Berufe eignen sich zum Beispiel viel besser, um Menschen zu überzeugen als andere. Einige Gesellschaften normalisieren den Verhandlungswettbewerb im geschäftlichen und sozialen Bereich, während andere dies nicht tun. Bestimmte Konzerngruppen haben den erklärten Zweck, andere davon zu überzeugen, die Dinge aus ihrer Sicht zu sehen. Wenn eine Person einem dieser Einflüsse stark ausgesetzt war, hat sie möglicherweise bestimmte manipulative Taktiken in Verhaltensnormen verinnerlicht.

 

Chronische Manipulation entsteht oft (aber nicht immer) in einem stark wettbewerbsorientierten Umfeld.

 

In dem z. B. verschiedene Parteien (Familienmitglieder, Klassenkameraden, Mitarbeiter, soziale Gruppen, gesellschaftliche Zugehörigkeiten, wirtschaftliche Interessen) um Macht, Einfluss, Ressourcen und Vorteile buhlen und in dem man einen Mangel an direkter und reichhaltiger Macht/Kontrolle über eine Situation erlebt.

Der Manipulator, der ein Gefühl der Entbehrung, Unzulänglichkeit und Benachteiligung oder umgekehrt das Verlangen nach mehr Macht, Einfluss und Vorteil verspürt, greift auf List und Hinterhältigkeit zurück, um das zu erreichen, was er oder sie sich wünscht.

Im Laufe der Zeit kann diese Art von Verhalten chronisch und gewohnheitsmäßig werden, mit ziemlich destruktiven Folgen.

Das hast du bestimmt auch schon erlebt.

 

Manipulation kann zum Missbrauch werden.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Manipulation, die oft als Überlebens- oder Konkurrenzinstinkt zur Selbsterhaltung beginnt, zu einem pathologischen Akt der Ausbeutung und im schlimmsten Fall zum Missbrauch wird.

 

Die starken Alternativen zur Manipulation sind:

Selbstbewusstsein, Authentizität, Integrität, konstruktive Problemlösungsfähigkeiten sowie positive Kommunikations- und Beziehungsfähigkeiten.

Wenn du dich damit auseinander setzen willst, findest du in der Gratis TIPPS & TOOLS Bibliothek viele Ressourcen, die ich ständig ergänze.

14 Anzeichen von psychologischer und emotionaler Manipulation findest du im kommenden 2. Teil des Artikels.

Dazu wie sich Persönlichkeit entwickelt, findest du hier einen Artikel:
Wie sich deine Persönlichkeit entwickelt hat.

 

Der Psychologe Eric Berne definierte Spiele als:

“Ein Spiel ist eine fortlaufende Reihe von sich ergänzenden, hintergründigen Transaktionen, die zu einem klar definierten, vorhersehbaren Ergebnis führen.
Beschreibenderweise ist es eine wiederkehrende Reihe von Transaktionen… mit einer verborgenen Motivation… oder Spielerei.”

 

Oftmals sind wir uns nicht einmal der Spiele bewusst, die wir mit anderen spielen.

 

Beispiele für psychologische Spiele bzw. manipulatives Verhalten:

 

1. Passiv-aggressives Verhalten.

 

Dies tritt häufig dann auf, wenn es einem Menschen an Durchsetzungsvermögen mangelt.

Anstatt nach dem zu fragen, was sie wollen, wird sie sich einer anderen Person auf subtile Weise widersetzen, um Frustration zu erzeugen. Im Wesentlichen projizieren sie ihre eigene innere Frustration auf eine andere Person zurück, da sie es zu schwierig finden, ihre Bedürfnisse und Wünsche verbal auszudrücken. Meist, weil sie es als Kinder nicht durften.

 

2. Das Opfer spielen.

 

Menschen, die Opferspiele betreiben, sprechen sich im Wesentlichen von jeder Verantwortung für ihr Handeln oder Nichthandeln frei. Wenn wir jemand anderem die Schuld für unser Verhalten geben, haben wir selbst keine. Auf diese Weise kann ein Mensch dem Irrtum aufsitzen, dass er keine Macht darüber hat, wie er ist. Eine völlig falsche Einstellung, die letztlich das “Opfer” entmachtet und in mehr Leid führt.

 

3. Rar machen.

 

Um den Eindruck zu erwecken, dass sie begehrter und beschäftigter sind, als sie in Wirklichkeit sind verwenden Menschen die umgekehrte Psychologie. Knappere Ressourcen sind begehrter.

Dem liegt ein fataler Irrtum zugrunde, nämlich zu glauben, dass man die eine von Millionen von Möglichkeiten, wie das Gegenüber reagieren kann, voraussagen kann.

Das tun Menschen, die ihren eigenen „Filmen“ und Geschichten im Kopf glauben und die nicht in der Lage sind offen zu sein ausdrücken was sie wirklich wollen und Angst haben, das gegenüber können nicht wie gewünscht reagieren.

Also versuchen sie, das Ergebnis ihres eigenen Verhaltens vorherzusagen.

Das kennt man aus dem Dating.

Wir haben es alle schon gemacht: „Wenn ich jetzt anrufe, könnte es zu eifrig erscheinen; ich warte lieber noch einen Tag.“

Was-sind-Psychospiele

4. Gegenteilige Emotionen zu dem zeigen, was wirklich empfunden wird.

 

Dies ist verknüpft mit Punkt 3. Einen Menschen über die wahren Gefühle im Unklaren zu lassen, kann als eine Form des Spielens angesehen werden. Man taktiert. Dahinter liegt wie so oft Angst. Eventuell das  Bedürfnis, uns davor zu schützen, verletzt zu werden, oder das Gefühl haben zu wollen, mehr Kontrolle zu haben. Was wiederum  – vermeintlich – schützt.

Alles was es wert ist im Leben zu bekommen, hängt allerdings von der Fähigkeit ab, sich verletzlich zu machen.

 

5. Subtile Statusspiele.

 

Status wird nicht nur durch das dicke Auto und Designerkleidung demonstriert. Sondern auch dadurch, wie man mit anderen umgeht.

Aus non verbaler Kommunikation kann man eine Menge herauslesen. Menschen kommunizieren zu ca. 10-25%  durch non

verbale Sprache. Mimik, Gestik, Tonlage, Blicke sind weitaus gehaltvoller, als das, was wir tatsächlich als Botschaft sagen. Die macht nur einen sehr kleinen Teil der wirklichen Nachricht aus.

So können wir durch die Art und Weise, wie wir eine andere Person ansehen, wie wir sie anerkennen, Menschen leicht das Gefühl geben, minderwertig zu sein. Menschen spielen subtile Spiele, die sich auf ihren wahrgenommenen Status beziehen. Wenn wir keine Spiele spielen würden, würden wir die Menschen als Gleichberechtigte behandeln.

Menschen die sich klein fühlen müssen andere abwerten, um sich selbst größer und wertiger zu fühlen. Das drückt sich oft in Engstirnigkeit, Empathielosigkeit, fehlender Toleranz und einem engen Weltbild aus.

 

6. Büropolitik – ein Minenfeld für Psychospiele.

 

Spiele haben ihren Hintergrund in einem Satz, den die meisten Menschen schon mal im Kopf hatten: „Ich bin nicht (gut) genug. Je mehr Menschen an diesen Satz glauben, desto bereitwilliger spielen Sie Psychospiele. Subtiles oder offenes Mobbing, emotionale Erpressung, Schuldzuweisungen, sind nur einige, die benutzt werden um Belohnung und Anerkennung zu erlangen.

Wir alle haben die Fähigkeit, andere zu manipulieren. Es läuft alles auf Kontrolle und den Wunsch hinaus, uns selbst im bestmöglichen Licht darzustellen. Zum Teil sind wir darauf evolutionsbiologisch verdrahtet. In der Frühzeit der Menschheit lebten wir in kleinen Gruppen. Unser Überleben hing davon ab ein anerkanntes Mitglied der Gruppe zu sein.

Warum spielst du vielleicht Psychospiele?

 

Frage dich selbst wann und welche Art Spiele du spielst.

Und warum.

Woran liegt es dass du es nicht schaffst direkt und ehrliche zu agieren?

Welche Angst ist dahinter?

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Schlechte Manager gibt es in vielen Formen und Ausprägungen, und die schlimmsten von ihnen könnten sogar mehrere lästige Taktiken kombinieren, um ihre Mitarbeiter zu kontrollieren.

 

Männer und Frauen können gleichermaßen psychologische Spiele betreiben.

 

Man weiß nie wirklich, wer Spiele spielt, es sei denn, man sieht die Zeichen.

 

Ein Freund von mir geriet vor einer Weile an einen, Chef der aus verschiedenen Gründen eine Herausforderung.

Er genoss es, seine Mitarbeiter nervös zu machen und ihnen jegliches Gefühl der persönlichen Kontrolle zu nehmen. Er mochte es nicht, wenn Aufgaben nicht auf seine Weise erledigt wurden, auch wenn die Lösung besser war als das, was er vorgeschlagen hatte. Er spielte nie fair und hortete immer ein paar Informationen, um die Mitarbeiter im Dunkeln zu lassen.

Kein Spaß für jemanden zu arbeiten, der eigentlich den vertrauensvollen Rahmen dafür schaffen soll, dass Mitarbeiter optimal arbeitet können.

Wie immer war auch hier das Ziel, ein Gefühl von Kontrolle oder Macht über andere Personen zu erlangen.

 

Der Spieler möchte eine bestimmte Antwort erhalten, aber anstatt zu sagen, was er braucht, oder nach dem zu fragen, was er will, versucht er, seine Bedürfnisse mit manipulativen Taktiken zu erfüllen. Es geht darum, sich mächtig und unter Kontrolle zu fühlen, aber diese Gefühle halten nie sehr lange an. Jedes Mal, wenn wir versuchen, jemand anderen zu benutzen, damit wir uns besser fühlen, geht das gewöhnlich nicht gut aus. Es ist fast unmöglich, eine authentische Verbindung mit jemandem herzustellen, wenn ehrliche Kommunikation fehlt.

Menschen schaden nicht nur anderen mit Spielen, sondern auch sich selbst.

Z. B. vorzugeben jemand zu sein, der man nicht ist.

Wenn sich jemand nicht wie sein wahres Selbst verhält, ist das nicht nur eine Zeitverschwendung für beide Seiten, sondern es kann auch dazu führen, dass das Gegenüber geht, weil ihm/ihr die gezeigte Version nicht gefiel. Und trauriger Weise den echten Menschen hinter dem Spielchen wahrscheinlich sogar gemocht hätte.

Wir mögen an anderen Authentizität.

Verletzlichkeit ist etwas, was viele fürchten zu zeigen, was wir aber alle im anderen zuerst suchen.

passiv-agressiv-Psychologische-spiele

Wie man mit Psychospielen umgeht

 

Der beste Weg, mit Psychospielen umzugehen ist, sich über sie zu erheben.

 

Es macht keinen Sinn Spieler “in ihrem eigenen Spiel zu schlagen”, denn das kann dazu führen, dass beide verletzt werden.

Normalerweise werden Psychospiele aus dem einfachen Grund eingesetzt, weil die Person, die sie betreibt, zu viel Angst hat, dich direkt zu konfrontieren, oder weil sie weiß, dass du die Konfrontation gewinnen würdest. Sie wenden indirekte und manipulative Techniken an, weil sie sich unsicher fühlen oder weil du in der stärkeren Position bist. Das kann im Beruf sein oder in der Partnerschaft.

Zugrunde liegend ist immer fehlende Selbstsicherheit.

Wenn du Spieler also freundlich und direkt konfrontierst und das Thema beim Namen nennst, werden sie in den meisten Fällen den Kurs ändern und einen Rückzieher machen.

Wenn jemand beispielsweise versucht, dich am Arbeitsplatz auf subtile Weise zu untergraben, kannst du der Person einfach sachlich sagen, was dir nicht gefällt und sie mit ihrem Verhalten konfrontieren.

Dein Chef schreit dich an? Bleib ruhig und lass ihn brüllen.

Wenn er Luft holt erkläre ganz ruhig, dass du dich gerne mit ihm Austauschst, allerdings auf erwachsener Augenhöhe mit gegenseitigem Respekt und in anständigem Ton.

Sonst brichst du das Gespräch ab. Choleriker haben gewaltige Pakete aus der Kindheit.

Meist sind sie nicht gehört bzw. respektiert worden und fallen dann in kindliches Vergalten zurück wenn sie glauben das sei wieder der Fall: Schreien um sich durchzusetzen.

Das ist nicht dein Problem. Erwachsene, reflektierte Menschen klären Dinge ohne zu schreien.

 

Psychospiele in Beziehungen

 

Auch in Beziehungen kann das gut funktionieren – frage einfach direkt, was deinen Partner stört, und ob du etwas tun kannst, um zu helfen.

Das zeugt von Einfühlungsvermögen, bedeutet aber auch, dass du dich nicht auf Psychospielchen einlässt, die am Ende wahrscheinlich dazu führen, dass beide verletzt werden.

Wenn du nicht in Gesprächsstimmung bist, dann ist es am besten, wenn du erst einmal aus der Situation herausgehst. Um das was gestritten wird geht es meist gar nicht.

Es geht um das Bedürfnis und Gefühl dahinter. Wir springen vor allem bei uns nahe stehenden Menschen auf unsere Trigger aus der Kindheit an.

 

Vertrauen-wieder-aufbauen

Wenn es um psychologische Spiele geht, gibt es viele Trugschlüsse. Ich habe hier einige gesammelt:

1. Wenn du das Spielen hasst, weißt du, was es ist.

 

Spielen ist das Gegenteil von klarer und direkter Kommunikation. Man tut es, um andere im Dunkeln zu halten – oder sie zumindest über die eigenen Motive im Unklaren zu lassen. Wir leugnen vielleicht sogar , wenn wir gefragt werden. Kennst du zum Beispiel dieses Szenario?

“Seufzen…”
”Bist du sauer auf mich?”
”Wer ich? Nein, natürlich nicht! Warum sollte ich böse auf dich sein? …seufz…”
”Nun, bist du dann von mir enttäuscht?”
”Nein. Wow, bist du paranoid… seufz…”
”Nun, was ist dann los?!”
”Meine Güte, nichts! … Seufz…”

Das ist unreflektiertes, kindliches Verhalten. Männer spielen das genauso wie Frauen.

 

2. Wenn man Spiele hasst, spielt man sie nicht.

 

Selbst diejenigen, die das Verhalten hassen, spielen trotzdem. Wir alle haben Muster und Programme und Verhaltensweisen aus der Kindheit, die uns halfen, als wir mit Situationen noch nicht reflektiert umgehen konnten, um Bedürfnisse erfüllt zu bekommen, die wir auf direktem Wege nicht erfüllt bekamen.

Um dich von der Gewohnheit zu befreien, handle absichtlich. Auch wenn du etwas stark ablehnst, schützt es dich oft nicht davor es zu machen.

Finde heraus woher dein Verhalten kommt, das anderen nicht gefällt und erkunde die Gefühle und Bedürfnisse dahinter.
Je mehr du das bei dir selbst erkennst, desto besser erkennst du es bei anderen.

 

3. Spielen ist völlig vermeidbar.

 

In einer idealen Welt würde niemand jemals Spiele spielen. Die Menschen wären frei, ehrlich, logisch und klar in ihren Gefühlen und Wünschen und würden alles, was andere empfinden und wollen, vollkommen akzeptieren. Gefühle und Wünsche wären völlig rational. Symptomatisch für unsere Sehnsucht nach diesem Ideal hören wir Menschen Dinge sagen wie: “Sauer auf dich? Warum sollte ich das sein? Ich habe keinen Grund, wütend zu sein”, als ob Wut nur dann empfunden wird, wenn sie vernünftig ist. Wir sind Menschen mit irrationalen Emotionen; Spielchen sind unvermeidlich. Du kannst sie aber deutlich weniger spielen. Siehe Punkt zwei.

 

4. Das Spielen von psychologischen Spielen ist selten.

 

Diejenigen, die das Spiel anprangern, behandeln es wie eine seltene Krankheit. Das stimmt nicht, die meisten Menschen um uns herum stellen sich regelmäßig die Frage, ob sie den Mund aufmachen oder lieber schweigen und manipulieren. Direkt zu sein, erfordert Selbstsicherheit und Mut, denn es kann zu Konflikten oder Konfrontationen führen. Man muss fähig sein klare Grenzen zu setzen, einzufordern und Bedürfnisse zu formulieren. Das halten viele Menschen nicht aus, weil sie es nicht gelernt haben. Es erfordert eine gute Selbstkenntnis und die Fähigkeit und er eigenen Mitte zu sein (und erst einmal zu wissen wo die überhaupt ist. Der eigene Maßstab).

 

5. Psychologische Spiele sind leicht zu diagnostizieren.

 

Im zweiten Teil des Artikels werde ich darauf sehr vertiefend eingehen, da Speile schwer zu durchschauen sind, wenn man die Mechanismen nicht kennt.

 

6. Spieler sind hysterisch.

 

Das Spielen von Spielen wird oft mit “Drama-Queens” assoziiert. Viele gehen davon aus, dass ruhigere Personen oder Männer keine Spieler oder Dramaköniginnen sind. Weit gefehlt.

Männer können auch Spieler sein. Nur oft anders als Frauen. Wie die Seufzer oben andeuten, kann man Spiele sehr subtil spielen. Das kleinste Zucken der Stirn reicht für ein Spiel aus. Es muss nicht laut oder emotional klingen; auch starke, stille Typen können hervorragend Spiele spielen.

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Psychospiele – wie du sie kennst und verhinderst! @jeanbouffier

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7. Männer sind die einzigen Spieler von Psychospielen.

 

Pop-Versionen der Evolutionspsychologie unterstützen Geschlechterstereotypen und können Schuld zuweisen. Nach dieser Denkweise sind Männer manipulative Spieler; Frauen suchen nach einem ehrlichen Mann. Männer sind promiskuitiv; Frauen sind treu. Männer wollen so viele Partner wie möglich und versuchen, gute Gene zu finden; Frauen suchen eine langfristige, männliche elterliche Investition. Männer spielen Spiele, um Frauen zu täuschen, damit sie glauben, sie seien treu; Frauen fallen der Manipulation zum Opfer. Wissenschaftlich gesehen ist die Geschichte komplizierter als das. Beide Geschlechter spielen Spiele.

 

8. Spieler von Psychospielen sind immer schuld.

 

Wir alle haben Grenzen, die wir kommunizieren müssen. Aber setzen Grenzen aber unwirksam, indem wir uns schämen, seufzen, moralisieren, verletzt handeln, heftig werden oder drohen, beleidigend werden oder einfach schweigen und den Raum verlassen. Wenn wir einer anderen Person nicht erlauben, sich auszudrücken, wird sie versuchen, Spiele zu spielen, um die Botschaft auf eine andere Weise zu übermitteln.

Wer ist dann schuld, derjenige, der Gedankenspiele gespielt hat oder derjenige, der die Meinungsäußerung verboten hat? Die Schuld liegt bei demjenigen, der die Gefühle nicht toleriert, die der Spielerauszudrücken wünscht, genauso wie beim Spieler, der nicht die Verantwortung dafür übernimmt, sich dirket, klar und ehrlich zu äußern. Hinter beidem liegen meist Probleme aus der Kindheit.

 

9. Keine Spiele zu spielen ist eine ganz einfache moralische Entscheidung.

 

Es ist schwierig, mit Psychospielen aufzuhören. Je genauer du dich kennst und je Selbstsicherer du bist, desto weniger hast du sie nötig. Willst du nicht, dass mit dir gespielt wird? Übe dich darin, Menschen zu erlauben, dir ihre Meinung zu sagen, ohne Angst davor haben zu müssen, dass du negativ reagierst.

Es bedeutet nicht, dass du nicht zu deinen Grenzen oder deiner Meinung oder deinen Bedürfnissen stehen sollst.

Du kannst aber besser unterscheiden, ob das, was der andere fordert oder an deinem Verhalten nicht an dir mag, berechtigt sein könnte oder nicht.

Das erfordert auszuhalten, dass das Bild das du von dir selbst hast, eventuell Risse bekommt. Es bedeutet die Fähigkeit zu haben anzuerkennen, dass du – wie die meisten Menschen – unterentwickelte Bereiche in der Persönlichkeit hast, an denen du arbeiten musst. Entweder um besser Grenzen zu setzen oder andere weniger zu begrenzen.

 

Hier geht es bald weiter zum Artikel:

Psychospiele – die Mechanismen konkret erklärt anhand der Psychografie.

Denk dran: Dein Leben. Deine Regeln.

Jeanette

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Jean

Über Jean

Hi, ich bin Jeanette, – Business Coach, Marken Designerin & Aufbruch Komplizin Ich helfe Unternehmerinnen und Frauen, die es werden wollen, mutig aufzutreten – als Mensch und als Marke. Denn Menschen lieben echte Persönlichkeit und selbst-bewusste Ausstrahlung zieht an wie ein Magnet. :)

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