Wie du mit Intoleranz umgehen kannst.

Toleranz-tolerant

Kinder sind wie Fürze

Du kannst deine ganz gut ab aber die der anderen fällt dir meist schwer zu tolerieren.

Woahhhh…wie kann sie Kinder mit Fürzen vergleichen.

 

Den Witz hab ich mal gelesen. Da geht das Humor Empfinden sicher auseinander.

Es zeigt aber ganz gut: Das was von uns kommt ist in Ordnung. Das was von anderen kommt noch lange nicht.

„Sei mal ein bisschen toleranter“ wird gern gefordert.

 

Wo fängt Toleranz an? Und wo hört Toleranz auf?

 

In diesem Artikel geht es um diese Fragen

  • Was ist Toleranz eigentlich?
  • Woher kommt Intoleranz
  • Warum sind Menschen intolerant?
  • Wann sind Menschen besonders intolerant?
  • Was sind Eigenschaften und Verhalten intoleranter Menschen
  • Ist Toleranz immer gut?
  • Wie du mit intoleranten Menschen umgehen kannst
  • Was ist noch besser als toleranter zu werden?
merkmale-intoleranter-menschen

Was ist Toleranz eigentlich und was ist die Definition von Toleranz?

 

Definitionen von Toleranz, die ich gefunden habe sind z. B.:

 

Toleranz ist eine faire, objektive und freizügige Haltung gegenüber denjenigen, deren Meinungen, Praktiken, Rasse, Religion, Nationalität usw. von den eigenen abweichen; Freiheit von Bigotterie.

 

Oder:

 

Toleranz, auch Duldsamkeit, ist allgemein ein gelten lassen und Gewährenlassen anderer oder fremder Überzeugungen, Weltanschauungen, Lebensentwürfen, Handlungsweisen und Sitten. Umgangssprachlich ist damit heute häufig auch die Anerkennung einer Gleichberechtigung gemeint, die jedoch über den eigentlichen Begriff hinausgeht.

 

 

Das sind z. B. drei wichtige Eigenschaften von toleranten Menschen:

 

Respekt: Der respektvolle Umgang mit anderen. Wenn du Respekt haben willst, musst du  zuerst anderen gegenüber respektvoll sein. Respekt ist der Schlüssel, um die Tür der Toleranz zu öffnen.

 

Friedfertigkeit: Intoleranz führt zu Konflikten und in vielen Fällen sogar zu Kriegen. Ein toleranter Mensch fängt nie unnötig einen Konflikt an.

 

Mut: Man muss Mut haben, tolerant zu werden. Es gehört eine gehörige Portion Mut dazu, Nein zu sagen zu Dingen, die Intoleranz verursachen können.

 

Klingt ja erst mal super oder?

Ist es aber nicht wirklich.

 

Ich begann darüber nachzudenken als ich vor kurzem – am Muttertag – einen Post schrieb.

Ich hatte zuvor einen sehr netten „Happy Superwoman-Day“ für Mütter geschrieben und dachte plötzlich: Was ist eigentlich mit all den Frauen, die keine Kinder haben?

Also schrieb ich noch einen Post für die „No-Kids-Hero-Women“ in dem es um Toleranz ging:

In der Geschichte der Menschheit hat es viele kinderlose (gewollt & ungewollt) Frauen gegeben, die als Tanten Familien unterstützt haben, als Politikerinnen und Frauenrechtlerinnen für Frauen und vor allem Mütter gekämpft haben, als Unternehmerinnen Arbeit geben, als Wissenschaftlerinnen und Forscherinnen die Welt verändern.

Weil sie die Zeit und Kraft dazu hatten. Weil sie Großes bewegen und das Feld nicht alleine den Männern überlassen wollten. Ich habe viele kinderlose Frauen in meinem Umfeld, die versuchen für Frauen (egal ob mit oder ohne Kinder) etwas zu bewegen.

Trotzdem werden sie oft für ihren nicht vorhandenen Kinderwunsch verdammt.

Viele glauben, dass Frauen, die keine Kinder haben wollen, keine Kinder mögen. Das Gegenteil ist meist der Fall. Ich selbst finde Kinder großartig und habe auch nie ausgeschlossen irgendwann einen Rappel zu bekommen und doch eines zu bekommen.
Der Wunsch kam nie. Ich liebe meine Freiheit und bereue nichts.
Ich habe einen großartigen Neffen, für den ich töten würde.
Und als Coach sehe ich, was Eltern – die besser keine geworden wären – in Kinderseelen anrichten können.

Bitte respektiert – vor allem unter Frauen – gegenseitig die Lebensentscheidungen. Keine ist besser oder schlechter.

Wir haben nur andere Aufgaben im Leben.

Gleichberechtigung gilt nicht nur für Männer und Frauen. Sondern auch unter Frauen und Frauen! Das Zauberwort ist hier: Toleranz!

 

Ein komisches Gefühl blieb nach dem Post aber zurück.

 

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Artikel: Wie du mit Intoleranz umgehen kannst. @jeanbouffier

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Denn will ich wirklich nur dass meine Einstellung toleriert wird?

 

Nein, ich möchte, dass sich jemand darum bemüht sie zu verstehen, zu respektieren und zu akzeptieren.

Unser Gehirn sortiert gerne sehr schnell alles um sich herum in Schubladen.

Desto schneller ist es fähig zu handeln und dir im Notfall das Leben zu retten.

Daher wird es schnell intolerant bei Allem, was nicht in seine gelernten Schemata passt.

 

Akzeptanz in der Humanpsychologie ist die Zustimmung einer Person zur Realität einer Situation, die einen Prozess oder Zustand (oft eine negative oder unangenehme Situation) anerkennt, ohne zu versuchen, ihn zu ändern, zu protestieren oder zu beenden.

 

Toleranz ist eine Tugend. Sie ist eine Version der goldenen Regel, dass wir, insofern wir wollen, dass andere uns anständig behandeln, auch sie anständig behandeln müssen.

Sie ist auch eine pragmatische Formel für das Funktionieren der Gesellschaft.

Aber da folgen wir nicht einer Einsicht, sondern einer Regel.

 

Akzeptanz geht weit über die Toleranz hinaus und lässt Intoleranz hinter sich.

 

Wenn ein Zeichen von Toleranz ein Gefühl von “Ich kann mit X leben (Verhalten, Religion, Rasse, Kultur usw.)” ist, dann geht die Akzeptanz darüber hinaus in Richtung “X ist OK”. Man kann etwas tolerieren, ohne es zu akzeptieren, aber man kann nicht etwas akzeptieren, ohne es zu tolerieren.

Wenn du deinen Eltern Sonntags über die grünen Erbsen hinweg mitteilst, dass du schwul bist oder deinem Schatzi, dass du früher mal als Domina gearbeitet hast, willst du keine Toleranz sondern Empathie.

Und Verständnis.

Und Akzeptanz.

 

Kommen wir zu einem dritten Konzept: Verständnis.

Hier ist die gekürzte Definition von Wikipedia:

Verstehen ist ein psychologischer Prozess, der sich auf ein abstraktes oder physisches Objekt bezieht, wie z.B. eine Person, eine Situation oder eine Botschaft, wobei man in der Lage ist, darüber nachzudenken und Konzepte zu verwenden, um angemessen mit diesem Objekt umzugehen.

Es ist natürlich möglich, jemanden zu tolerieren oder zu akzeptieren, ohne ihn oder sie zu verstehen (denn 100% kannst du andere Menschen nicht verstehen – dazu sind wir zu komplex), und dasselbe gilt für das Tolerieren oder Akzeptieren einer anderen Kultur. Denn selbst wenn du lange in einem Land wie z. B. China lebst, kannst du die Kultur lieben aber niemals in der Tiefe begreifen. Das Umgekehrte trifft auch zu. Es ist möglich, eine Kultur oder eine Person zu verstehen, ohne sie zu akzeptieren oder gar zu tolerieren – denke zum Beispiel an verdeckte Spione.

Haben deine Hirnwindungen jetzt auch einen Knoten?

Es ist gut zu wissen, dass manche Menschen beeindruckend frei von Vorurteilen gegenüber Menschen sind, mit denen sie wenig oder gar keinen Kontakt (oder sogar abstraktes Wissen) hatten, als Teil einer Lebenseinstellung zum Leben leben und leben lassen.

 

Das lässt uns die Entscheidung und die Wahl, wie wir diesen Raum, der einmal mit Ungeduld oder Intoleranz besetzt war, ausfüllen wollen.

 

Akzeptanz füllt diesen Platz auf wunderbare Weise aus.

Akzeptanz der Naturgesetze und der Zeit, die es dauert, bis sich die Dinge in unserem Leben materialisieren.

Akzeptanz dessen, was ist. Anzunehmen was gerade ist.

Akzeptanz der Präferenzen und Perspektive eines Menschen – ohne die Notwendigkeit, ihn von etwas anderem zu überzeugen.

Akzeptanz des Kaleidoskops aus verschiedenen Charakteren und Persönlichkeitsmerkmalen um uns herum – ohne sie zu unserem eigenen Vorteil verändern zu wollen.

 

Was wir noch gar nicht geklärt haben ist:

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Woher kommt Intoleranz, bzw. warum sind Menschen intolerant?

 

Ich denke dass es zwei hauptsächliche Gründe dafür gibt (belehrt mich gerne eines Besseren).

Status und Unsicherheit.

 

Status ist alles – und lässt intolerant werden.

 

Vor einigen tausend Jahren, in den Tagen vor Twitter, Facebook und Instagram, hingen deine Vorfahren in kleinen Stämmen herum.

Sie taten das, weil die Alternative darin bestand, eine sehr einsame, miese und kurze Existenz zu haben.

Wenn du von deinem Stamm ausgeschlossen worden wärst, hätte das ziemlich schnell tödlich geendet.

Dein Hirn versuchte also mit allen Mitteln zu verhindern, dass du deine Lebenserwartung reduzierst.

 

Menschen tun seither also alles, den Stamm nicht im Stich zu lassen und permanent ihren Wert für die Allgemeinheit zu beweisen.

 

Dass sich die Zeiten geändert haben ist deinem Gehirn egal.

Status ist der Grund, warum du Leuten das Gegenteil beweisen möchtest und der Grund, warum du den Leuten gerne Nachrichten erzählst, bevor sie die gehört haben.

Status ist der Grund, warum man gerne Diskussionen gewinnt, an der Spitze der Hackordnung steht und in bedeutungslosen Online-Spielen virtuelle Schätze gewinnt. Es ist auch der Grund, warum viele Menschen (nicht du natürlich) gerne andere scheitern sehen oder Geschichten von Menschen hören, die kämpfen.

So traurig es auch ist, dein Gehirn hebt standardmäßig seinen eigenen Status an, wenn es bemerkt, dass der Status eines anderen abrutscht.

 

Alles was uns unsicher mach und nicht in unserem Erfahrungsbereich liegt, wird erst einmal als Bedrohung unserer Sicherheit wahrgenommen.

 

„Mütter Gestapo“ nannte eine Freundin mal ziemlich krass und entnervt junge Mütter, die andere junge Mütter permanent kritisieren.

 

Wir setzen andere immer da herab, wo wir uns selbst am unzulänglichsten fühlen oder am verletzlichsten.

 

Plötzlich hast du da ein Lebewesen im Arm und triffst darüber Entscheidungen.

Da willst du verdammt noch mal bestätigt haben, dass es die richtigen sind weil du ja den Zwerg nicht verkorksen/vergiften/traumatisieren willst.

Dann kommt dann plötzlich eine Ische und macht es anders.

Schon ist der leise Zweifel da, ob du es richtig machst.

Und zack wird der anderen Mutti mitgeteilt, dass sie ihr Kind zum späteren Serienmörder macht, wenn sie es drei Tage zu früh abstillt (hab ich mir jetzt ausgedacht, ich hab keine Ahnung von der Materie).

Damit leite ich mal ganz geschickt über zu der Frage:

 

Was sind die Merkmale und Einstellungen von intoleranten Menschen?

 

Falls dich die Frage umtreibt: “Bin ich ein toleranter Mensch oder ein intoleranter Vollpfosten?” findest du hier Antworten.

Wie siehst du dich selbst?

Hast du schon einmal kurz darüber nachgedacht, wie  andere Menschen dich wahrnehmen?

 

Es ist nicht leicht, wirklich tolerant zu sein.

 

 

“Man ist nicht tolerant, wenn man Intoleranz nicht tolerieren kann”.

Jaime Balme

 

 

Tipp:

Du kannst dir im Kopf eine Skala von 1 bis 10 vorstellen während du weiter liest.

1= Sehr tolerant

10= Intolerant. Dann fällt dir die Einschätzung leichter.

 

Ein sicheres Zeichen für Intoleranz ist Wut.

 

Auf andere, auf die Welt. Auf die Realität.

  • Wirst du wütend, wenn jemand anderer Meinung ist und die vielleicht sogar besser ausdrücken kann?
  • Bist du jemand, der Dinge ablehnt, die anders sind?
  • Sagst du sofort Nein zu fremden, seltsamen Ideen, machst sie klein oder schaust auf Menschen herab die sie vorbringen ?
  • Bist du der Meinung, dass jeder genauso denken sollte wie du?

Wenn du dem auf die Spur kommen willst, trage dich in meiner gratis TIPPS & TOOLS Bibliothek ein.

Wenn du auf eine dieser Fragen mit Ja geantwortet hast, bedeutet das, dass du ein gewisses Maß an Intoleranz hast.

 

Das ist relativ normal.

 

Wir vergessen oft, dass wir völlig unterschiedliche Persönlichkeitstypen sind, mit völlig unterschiedlichen Persönlichkeitsstrukturen, d. h. anderen Prägungen, Weltanschauungen, Erfahrungen usw.

Ich persönlich mag Schubladen nicht, bin aber fasziniert davon, wie zutreffend oft die Ergebnisse waren. Hier sind einige der interessantesten Tests, die ich kenne:

 

16 Persönlichkeiten (Myer Briggs)

Eneagramm Test (9 Typen)

Interessieren könnte dich auch mein Gastartikel den ich zu den 3 Persönlichkeitstypen nach ILP geschrieben habe.

(Letzteres Modell hat mich nicht nur überzeugt weil es Teil meiner Ausbildung war, sondern weil es nicht statisch ist sondern die Entwicklungsmöglichkeit von Menschen aufzeigt.
man muss sich das wie ein GPS vorstellen. Das zeigt auch nicht die Realität aber gibt eine Richtung. ich habe die Merkmale immer wieder in der Arbeit mit einen Klienten gefunden. Wobei zu beachten ist, dass wir immer alle Anteile in uns tragen. Aber ein Typ dominiert.)

 

Unabhängig von anderen persönlichen Eigenschaften gibt es bestimmte Einstellungen, die intolerante Menschen oft haben.

 

Es sind Veranlagungen, die immer mit ihrer starren Denkweise verbunden sind.

 

Hier ein paar der auffälligsten:

 

Fanatismus

Im Allgemeinen zeigt eine intolerante Person Fanatismus, wenn sie ihre Überzeugungen und Haltungen verteidigt.

Ob in einem politischen oder religiösen Gespräch, sie neigen dazu, nicht in der Lage zu sein, zu argumentieren oder zu diskutieren, ohne extremistische Gedankengänge aufzugreifen.

Sie denken, dass ihre Sicht der Dinge die einzige Möglichkeit ist. Tatsächlich werden sie versuchen, ihre Sichtweise der Welt den anderen aufzuzwingen.

 

„Die Menschen in diesem Land sind heutzutage so gespalten. Ich glaube, keine der beiden Seiten ist sich dessen wirklich bewusst, solange wir nicht alle trotz unserer Unterschiede zusammenkommen; solange wir uns nicht alle gegenseitig tolerieren und eins werden….werden wir NIEMALS alle Einwanderer und Muslime loswerden.“

 

(Dämlicher Witz – Autor unbekannt).

 

Intolerante Menschen haben Angst vor allem, was anders ist.

 

Psychologische Rigidität

Bedeutet starr in der Psychologie zu sein.

Das macht es ihnen schwer, zu akzeptieren, dass andere Menschen andere Philosophien und Perspektiven haben könnten.

Deshalb distanzieren sie sich von allem, was nicht mit ihrer Denkweise übereinstimmt.

Sie werden es nicht akzeptieren.

Es kann sie sogar ängstlich machen.

Hinter Fanatismus steckt immer Angst.

 

Verteidigungshaltung

 

Ein Besserwisser zu sein, aber eigentlich einen Scheiß zu verstehen ist eine typische Haltung intoleranter Menschen.

Intolerante Menschen haben das Gefühl, sich gegen andere verteidigen zu müssen, die eben anders sind oder anders denken.

Also beschönigen oder erfinden sie Dinge, stellen Theorien als Fakten dar und behaupten Ahnung zu habe von Themen, über die sie eigentlich nichts wissen.

Sie akzeptieren oder hören nicht auf andere Standpunkte als ihre eigenen und denken, dass ihre verschlossene Haltung gerechtfertigt ist.

Sie könnten sogar zu Beleidigungen oder Aggressivität neigen, wenn sie sich in eine Ecke gedrängt fühlen und keine Argumente mehr haben.

Nach dem Motto: „Ich bin tolerant du Arsch“.

Ihre Welt ist einfach und hat wenig Tiefe.

 

Wo-endet-Toleranz

Intolerante Menschen sehen die Welt als viel einfacher an, als sie wirklich ist.

 

Das heißt, sie hören nicht zu, öffnen sie sich nicht für andere Haltungen und Denkweisen. Ihre Welt ist schwarz und weiß.

Das bedeutet, dass sie Dinge denken wie “Du bist entweder für mich oder gegen mich”… “Etwas ist entweder hässlich oder hübsch”… “richtig oder falsch”, ohne sich bewusst zu sein, dass es dazwischen viel Grau geben könnte. Sie brauchen Sicherheit und Gewissheit, auch wenn es nicht real ist.

Verschwörungstheoretiker liegen da ganz weit vorne.

In Krisen wie z. B. Corona, macht sie das gefährlich.

 

Intolerante Menschen halten sich an Routinen und Regeln.

 

Im Allgemeinen mögen sie nichts, was unerwartet oder spontan ist.

Sie halten an ihren Routinen fest, an Dingen, die sie gut kennen und die ihnen Sicherheit geben.

Sonst werden sie sehr leicht gestresst oder frustriert. Sie machen die Dinge gerne richtig, statt die richtigen Dinge zu tun. (Das sieht man in Unternehmen häufig).

Kreativität, neue Ideen und Innovation hassen sie.

 

Sie haben Schwierigkeiten in Beziehungen.

 

Der Mangel an Einfühlungsvermögen bei intoleranten Menschen kann ihnen ernste soziale Probleme bereiten.

Statt ihren Standpunkt auch mal zu korrigieren, dominieren sie lieber und wollen immer wieder ihren Standpunkt durchsetzen.

Daher umgeben sie sich mit  passiven Menschen oder Menschen mit geringem Selbstwertgefühl.

Als Chef sind sie ein Albtraum.

 

Sie neigen dazu, extrem neidisch zu sein.

 

Ein intoleranter Mensch wird es kaum schaffen den Erfolg eines anderen zu akzeptieren, weil dieser Mensch immer auf einer anderen Ebene sein wird.

Und deshalb ist seine Ebene falsch. Und wenn diese Person eine offenere und tolerantere Denkweise hat, wird sich die intolerante Person unwohl fühlen.

 

Wann sind Menschen besonders intolerant?

 

Wenn sie in einem sehr kleinen Erfahrungskosmos erzogen wurden und leben und da nie rauskommen.

Intolerant sind Menschen oft wenn sie noch sehr jung sind und nicht gut reflektieren können.

Oder wenn ihnen in mittleren Jahren ihre (oft übernommenen) Lebenskonzepte um die Ohren fliegen und sie sich daran festklammern wollen, um sich nicht selbst völlig in Frage zu stellen zu müssen.

Wenn sie Angst haben und den „Normalzustand“ ihres Lebens bedroh sehen (Flüchtlinge, Corona-Krise usw. )

 

Wer also schon mit Toleranz Probleme hat, wird es bis zu Verständnis und Akzeptanz kaum schaffen.

Muss man immer tolerant sein?

 

Bei meinen Recherchen bin ich über Folgendes gestolpert:

 

Das Paradoxon der Toleranz  – alles zu tolerieren ist gefährlich

 

Das Paradoxon der Toleranz besagt, dass, wenn eine Gesellschaft grenzenlos tolerant ist, ihre Fähigkeit, tolerant zu sein, schließlich von den Intoleranten angegriffen oder zerstört wird. Der Philosoph Karl Popper beschrieb es als die scheinbar paradoxe Idee: “Um eine tolerante Gesellschaft aufrechtzuerhalten, muss die Gesellschaft intolerant gegenüber Intoleranz sein”. Das Paradoxon der Toleranz ist ein wichtiges Konzept, um darüber nachzudenken, welche Grenzen gesetzt in einer Gesellschaft gesetzt werden können oder sollten.

In einem Land wie Deutschland, in dem die rechten wieder auf dem Vormarsch sind besonders.

 

 

Popper schrieb das Paradoxon Platons Verteidigung des “wohlwollenden Despotismus” zu und definierte es in „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde.“

 

„ Unbegrenzte Toleranz muss zum Verschwinden der Toleranz führen. Wenn wir unbegrenzte Toleranz auch auf diejenigen ausdehnen, die intolerant sind, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaft gegen den Ansturm der Intoleranten zu verteidigen, dann werden die Toleranten zerstört und mit ihnen die Toleranz. - In dieser Formulierung impliziere ich zum Beispiel nicht, dass wir die Äußerungen intoleranter Philosophien immer unterdrücken sollten; solange wir ihnen mit rationalen Argumenten begegnen und sie durch die öffentliche Meinung in Schach halten können, wäre eine Unterdrückung sicherlich unklug. Aber wir sollten das Recht beanspruchen, sie nötigenfalls sogar mit Gewalt zu unterdrücken; denn es kann sich leicht herausstellen, dass sie nicht gewillt sind, uns auf der Ebene der rationalen Argumente zu begegnen, sondern damit beginnen, alle Argumente anzuprangern; sie können ihren Anhängern verbieten, auf rationale Argumente zu hören, weil sie trügerisch sind, und sie lehren, Argumente mit der Faust oder mit der Pistole zu beantworten. Wir sollten daher im Namen der Toleranz das Recht einfordern, die Intoleranten nicht zu tolerieren.“

 

Wie kann ich toleranter werden?

 

Oder besser noch: wie du dich darin üben kannst andere Menschen zu verstehen und ihre Meinung und Haltung zu akzeptieren auch wenn sie von deiner abweicht.

 

Menschen lernst du erst wirklich kennen, wenn du ihre Werte kennst. Du kannst dir in der TIPPS & TOOLS Bibliothek eine Übung herunterladen, mit der du aus 350 Wertem deine Top 2 herausfinden wirst.

Finde heraus, woher deine Wut kommt.

 

Wenn du als kleines Kind daran gehindert wurdest, ein solides Selbstbewusstsein zu entwickeln, wirst du andere um das zu kompensieren abwerten um dich besser zu fühlen.

Wenn du mit dir du deiner Denkweise völlig zufrieden bist, hast du absolut nichts zu verteidigen. Wenn andere Menschen anders denken als du, bedeutet das nicht, dass du dich irrst oder dass du unbedingt deine eigenen Überzeugungen und Handlungen rechtfertigen musst.

 

Trenne Themen von deiner Person.

 

Nimm Diskussionen nicht persönlich.

Kommuniziere sachlich und mit Respekt, ohne den anderen klein zu machen. Und interessiere dich für seinen Standpunkt.

“Erzähle mir mehr darüber. Ich wüsste gerne, warum du diese Meinung vertrittst. Ich möchte verstehen, wie es dazu gekommen ist, dass du die Welt so siehst, welche Erfahrungen du gemacht hast…“

 

Suche nach Punkten der Übereinstimmung.

 

Am Ende wollen wir alle nur anerkannt werden.

Es könnte sein, dass du viel Neues lernst. Wer immer nur das wiederholt, was er schon weiß (oder zu wissen glaubt) entwickelt sich nicht und wächst auch nicht.

Anders gesagt: Du bleibst ziemlich doof.

Was Viele nicht wissen: Bei Kommunikation ist das Gesagte noch nicht einmal 20% .

Die volle Botschaft wird  durch Gestik, Mimik, Tonfall und Energie übertragen.

Eine aggressive innere Haltung oder Augenrollen bekommt jeder mit.

 

Suche nach der Vielfalt in allen Dingen.

 

Intolerantes Verhalten oder eine intolerante Haltung kommt oft durch die Familie.

 

Wenn du in einer Familie aufgewachsen bist, die unterschiedliche Standpunkte toleriert, neigst du dazu, rücksichtsvoller zu sein.

Vielfalt hilft, deinen Horizont zu erweitern und zu erkennen, dass die Wahrheit meist irgendwo zwischen dem liegt, was “du” denkst und dem, was “andere” glauben.

 

Intoleranz ist der Versuch, die sich ständig verändernde, komplexe Welt zu vereinfachen.

 

Wir leben oft in Filterblasen und einem Mikrokosmos. Wir sind geprägt von der Familie, der Gesellschaft, unserer Kultur.

Welche Haltung hättest du, wärest du in eine Künstler Familie geboren worden? Wie wenn du in China geboren worden wärest? Im Hochland von Afghanistan?

 

Innere Haltungen, die dir helfen können nicht nur toleranter zu sein, sondern anderen mit Verständnis und Akzeptanz zu begegnen.

 

(ja, auch deiner Mutter – wir kennen das alle) sind z. B. diese:

  • Jeder Mensch macht es so gut wie er kann.
  • Es gibt keine absolute Wahrheit – sie ist immer Interpretation.
  • Jeder lebt in einer eigenen Wahrnehmungs und Erfahrungswelt und hat das Recht dazu.
  • Realität ist das was jeder dafür hält.
  • Wenn du die kennen lernen willst stelle Fragen statt zu vermuten.
  • Andere Menschen kennst du wenn du ihre Werte kennst.
  • Wir spiegeln oft unsere eigenen Themen auf das Gegenüber.
  • Wir lehnen Menschen oft ab, weil sie sich etwas erlauben, was wir uns selbst verbieten.
  • Du kannst nur dich ändern  – nicht dein Gegenüber.
  • Schließe nicht von deinen Bedürfnissen und Erfahrungen auf die anderer Menschen – selbst wenn die sich noch so ähnlich anhören – du kannst andere nie wirklich verstehen.

Also: willst du wachsen oder stagnieren?

Welche Art Mensch willst du sein?

Denk dran: Dein Leben. Deine Regeln.

Jeanette

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Jean

Über Jean

Hi, ich bin Jeanette, – Business Coach, Marken Designerin & Aufbruch Komplizin Ich helfe Unternehmerinnen und Frauen, die es werden wollen, mutig aufzutreten – als Mensch und als Marke. Denn Menschen lieben echte Persönlichkeit und selbst-bewusste Ausstrahlung zieht an wie ein Magnet. :)

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