Vertrauen schaffen, Vertrauen gewinnen – mit dieser inneren Haltung klappt es.

Vertrauen-schaffen-Vertrauen-aufbauen

In meinem Gastartikel: „Wie du vertrauensvolle Beziehungen aufbaust- privat und im Job
Erkläre ich die 7 Säulen auf denen Vertrauen beruht und mit denen du Vertrauen schaffen kannst. Der folgende Artikel knüpft daran an.

Ich war vor einer Weile in Frankfurt Indisch essen. Als ich zahlen wollte, merkte ich, dass ich mein Portemonnaie nicht dabei hatte. Ich bit an ein Ausweisdokument zu hinterlegen bis ich mit dem Geld wider kam.

Die Kellnerin winkte lächelnd ab.

Sie vertraute einfach darauf, dass ich zurück kommen würde.

Das gleiche passierte mir an einem Obststand in meiner Heimatstadt. Und natürlich riss ich mir fast ein Bein aus, um das Geld schnellstmöglich zu bringen.

Menschen versuchen sich Vertrauen würdig zu erweisen, wenn es ihnen geschenkt wird.

 

Wie definierst du Vertrauen?

 

Denke einen Moment nach und beantworte dir die Fragen:
Was bedeutet Vertrauen für dich?

Im Privatleben? Im Beruf?

Wie schaffst du bei anderen Menschen Vertrauen?

Was müssen andere tun, damit du ihnen vertraust?

 

Vertrauen schaffen – das ist nicht nur in privaten Beziehungen enorm wichtig, sondern auch am Arbeitsplatz.

 

Und es ist sehr fragil. Vertrauen wird dort besonders oft verspielt weil Menschen sich weg ducken und unangenehme oder harte Gespräche scheuen.

Aber genau die bilden Vertrauen. Vertrauensbildung muss sich nicht immer kuschelig anfühlen.

 

Ein guter Anfang Vertrauen aufzubauen ist über Werte zu diskutieren.

 

Du kennst einen Menschen erst, wenn du seine Werte kennst und wie er die im Alltag lebt und erleben will.

In meiner Tipps & Tools Bibliothek findest du eine Übung mit der du aus 35ß Werten deine top 2 herausfinden kannst. Wenn du die Übung mit deinem team machst, sollte jeder erklärende ie er seine Werte im Alltag gelebt sehen möchte. Sonst bleiben sie ohne Inhalt.

Dass Vertrauen viel mit Kontinuität zu tun hat, sieht man bei Tieren.

 

Ich kam wie die Jungfrau zum Kind mit ca 25 Jahren zu einem Pferd. Genauer gesagt einer Stute, die nicht viel Schönes erlebt hatte.

Dementsprechend hielt sie alles, was  auf zwei Beinen läuft für ein Arschloch. 

Und benahm sich entsprechend.

Bei der  Erziehung eines Tieres lernt man liebevolle Konsequenz. Denn Tiere können Launen nicht verstehen.

Heute so – Morgen so verunsichert sie völlig.

Ich war mit ihr nicht immer auf Kuschelkurs. Das geht bei 500 Kilo Lebendgewicht die 70 Kilo gegenüberstehen nicht immer.

Die Australier neuen das „tough love“.  Manchmal musst du aus Liebe hart sein.

Aber ich baute darauf, dass Tiere – genauso wie Menschen – ihr Bestes geben wollen. Wenn man ihnen die Chance gibt

Egal was ich tat, ich versuchte es sehr konsequent zu machen.

Es gab klare Ansagen, klare Regeln, konstantes Verhalten und die behielt ich bei und wechselte sie nicht nach Tagesform oder Laune.

Und es funktionierte. Wir wurden ein prima Team. Ich habe Rotz und Wasser geheult als ich sie mit 25 Jahren wegen Artrose einschläfern lassen musste. Sie hat mir viel beigebracht.

 

Vertaruen-Tiere-Pferde

Deine inneren Überzeugungen über Menschen und Vertrauen prägen dein Handeln.

 

Und deine Beziehungen  und die Kultur eines Unternehmens.

Frust im Job entsteht oft weil Führungskräfte nicht genug Vertrauen in ihre Mitarbeiter setzen und sie fast schon entmündigen, wie Kinder oder zumindest permanent kontrollieren.

Es fehlt eine “Vertrauensmentalität“. Damit meine ich Einstellungen und Überzeugungen über Vertrauen.

 

Mit anderen Worten: Wie sehr schenkst z. B. Du selbst anderen Vertrauen und wie viel Dankbarkeit empfindest du, wenn andere dir vertrauen?

Ich denke, dass die Vertrauenshaltung aus mehreren Gründen wichtig ist.

Zum einen ist die Denkweise sehr machtvoll.

Eine wachsende Zahl an Untersuchungen zeigt, dass unsere unbewussten Einstellungen unser Verhalten stark beeinflussen.

Das Buch der Stanford-Professorin Carol Dwecks “Mindset”: The New Psychology of Success, zeigt zum Beispiel die Bedeutung von “Wachstum” und “fixen” Denkweisen auf, wenn es um Anstrengung, Risikobereitschaft und allgemeinen Erfolg im Leben geht.

Leider sind wir uns unseres Mindsets und innerer Haltung oft nicht bewusst.

Aber wenn wir uns unserer Denkweise einmal bewusst sind, können wir uns dafür entscheiden, eine andere anzunehmen und damit unser Handeln neu auszurichten.

 

Hier sind ein paar simple Fragen zur Beurteilung deiner Vertrauenshaltung.

  • Hast du das Vertrauen in die Menschen, das sie das Richtige tun?
  • Erwartest du , dass Menschen dich verraten, dass sie dich enttäuschen?
  • Neigst du dazu, Menschen als halb volle oder halb leere Gläser zu sehen?
Freunde

Als Systemischer Business Coach weiß ich, dass die Antworten auf diese Fragen für Führungskräfte einen großen Unterschied machen können.

Die Perspektive des halb leeren Glases, (wenig vertrauen), macht es unwahrscheinlicher, dass eine Führungskraft bei den Mitarbeitern ein Gefühl des Respekts fördert.

Selbst wenn diese Führungskraft die richtigen Dinge tut, werden die Mitarbeiter wahrscheinlich das grundlegende Misstrauen und die Respektlosigkeit der Führungskraft erfühlen.

Der Chef kommt als unaufrichtig und negativ rüber.

 

Auf der anderen Seite kann die Haltung des „Hohen Vertrauens“ die Bemühungen um eine vertrauensvolle  Kultur beschleunigen

Ein aufrichtiger Glaube, dass Menschen viel zu bieten haben, dass man darauf vertrauen kann, dass sie ihr Bestes tun .

Und dieser gute Wille – dieses Vertrauen – wiederum treibt hohe Leistungen an. Wenn man Menschen so behandeln, als würden sie etwas bewirken, werden sie es auch tun.

 

Haltungen gegenüber anderen Menschen, die Vertrauen schaffen sind:

  • Wenn du Vertrauen haben willst, musst du es als erstes geben.
  • Menschen leben in einer eigenen Erlebenswelt – du musst die nicht verstehen aber respektieren.
  • Fragen bauen Vertrauen auf – Annahmen nicht.
  • In schwierigen Diskussionen sachlich zu bleiben und objektiv und fair zu bleiben fördert Vertrauen.
  • Wenn du in der Lage bist dich selbst zu reflektieren und bei anderen Stärken förderst, die du selbst nicht hast oder Fehler zuzugeben kannst, fördert das Vertrauen.

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Vertrauen gewinnen, Vertrauen schaffen – mit dieser inneren Haltung klappt es. @jeanbouffier

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Vertrauen kann man definieren als der Glaube an die Zuverlässigkeit, Wahrheit, Fähigkeiten oder Stärke von jemandem oder etwas.

 

 

Bist du ev. unglücklich im Job, weil Vertrauen fehlt?

 

Wessen Vertrauen in wen?

Im Mittelpunkt jeder Arbeitsbeziehung steht die Zusammenarbeit, und im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht das Vertrauen.

Vertrauen ist das zentrale Thema in menschlichen Beziehungen – sowohl innerhalb als auch außerhalb von Organisationen. Ohne Vertrauen kann niemand führen. Ohne Vertrauen kann man keine außergewöhnlichen Dinge erreichen.

Menschen, die anderen nicht vertrauen, können nicht zu Führungskräften werden, weil sie es sich nicht erlauben können/wollen, von den Worten und der Arbeit anderer abhängig zu sein. Infolgedessen erledigen sie entweder die gesamte Arbeit selbst oder sie beaufsichtigen sie so genau, dass es zu einer Überkontrolle wird.

Ihr offensichtlicher Mangel an Vertrauen in andere führt dazu, dass andere kein Vertrauen in sie haben.

In seinem Buch “Die sieben Gewohnheiten hoch effektiver Menschen” spricht Dr. Stephen Covey über emotionale Bankkonten. vertrauensvolle Handlungen sind wie Einzahlungen auf das Konto; Verrat, Lügen und anderes schädliches Verhalten sind Abhebungen.

Es ist der Betrag, den wir auf dem Treuhandkonto eines anderen haben, der den Grad des Vertrauens bestimmt, das wir zu dieser Person haben.

Und wenn du einmal abgebucht hast, musst du ca. 5 Mal wieder “aufbuchen” um das Konto wieder auszugleichen. Und manchmal lässt es sich auch nicht mehr ausgleichen .

Laut Covey ist die Kommunikation bei hohen Einzahlungen einfach, sofort und effektiv.

Aber nicht vertrauenswürdiges Verhalten führt zu einem Vertrauenskonto, das überzogen wird.

Jemand mit einem überzogenen Konto muss auf jedes Wort achten. Die Spannungen sind hoch, Missverständnisse sind häufig, 

Abwehrhaltung sind weit verbreitet.

Wie kann ich wieder vertrauen

Es gibt einige Verhaltensweisen, die Vertrauen schaffen können:

 

Schaffe Vertrauen indem du ehrlich bist:

Beantworte  Fragen ehrlich und sag die Wahrheit, auch wenn es schwierig ist. Wenn du einen Fehler gemacht hast, gestehen ihn ein und entschuldige dich. Und zwar persönlich.

 

Teile Informationen – das schafft viel Vertrauen:

Menschen sind gerne im Bilde, und wenn es angebracht ist, zeigt das Teilen von Informationen über die Organisation, dich selbst und die Arbeit, dass du keine versteckten Ziele verfolgst. Das Teilen von Informationen zeigt, dass du alle einbeziehen willst.

 

Biete Unterstützung an um Vertrauen aufzubauen:

Wenn du Menschen durch dein Verhalten und deine Worte aufbaust, zeigt das Engagement für sie, das Team, die Organisation und die Arbeit. Wenn du Mitarbeiter oder Kollegen öffentlich stärkst, gibst du ihnen das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein,. Denn danach streben Menschen. Teil von etwas Größerem zu sein als sie selbst.

Behandele jeden mit Respekt:

Wenn du aufrichtig und interessiert an Menschen bist und du  jeden respektierst, mit dem du zusammentriffst oder zusammenarbeitest, macht es ihnen es leichter, dich zu mögen und zu vertrauen. Behandele alle mit Respekt, besonders diejenigen, die nichts für dich tun können. Zeige Freundlichkeit in den kleinen Dingen.

 

Anerkennung  geben – ein Wundermittel mit dem du Vertrauen schaffst:

gib immer Anerkennung, wenn  sie fällig ist. Anerkenne den Beitrag anderer vor deinem eigenen. Würdige nicht nur Menschen, die sich von anderen abheben, sondern jeden, der an  einem Projekt gearbeitet hat. Vermeide es dich selbst zur Schau stellen zu lassen.

 

Um Vertrauen zu schaffen halte unbedingt Versprechen:

Wenn du ein Versprechen geben hast, halte es auch! Tue was du sagst. und wenn du es nicht kannst, erkläre dich nachvollziehbar.

 

Vertrauen schaffst du durch intensive Kommunikation:

Kommunikation ist der Schlüssel zum Aufbau von Vertrauen in jeder Beziehung. Höre  zu, bevor du redest. Finde heraus, was die wichtigsten Verhaltensweisen für die Menschen sind, mit denen du befreundet bist oder zusammenarbeitest. Gehe nicht davon aus, dass du weisst, was für andere am wichtigsten ist. So viel Vertrauen basiert auf effektiver Kommunikation!

Vertrauen-gebrochen

Was wenn Vertrauen schlimm enttäuscht wurde?

 

Viele Menschen verschließen dann ihr Herz und sagen sich:

„Ich kann mir selbst und meinem Instinkt nicht vertrauen.“

„Ich bin so enttäuscht – ich vertraue nie wieder jemandem.“

Das wird leider ein Bumerang. Denn andere merken, wenn wir ihnen misstrauen. Sie können sich nicht erklären warum und reagieren ebenfalls misstrauisch.

 

Was kannst du tun wenn du Vertrauen enttäuscht hast?

 

Sei radikal ehrlich. Stehe dazu, was du getan hast.

Erkläre nachvollziehbar, wie es dazu kam und sprich intensiv über die Gefühle, die es bei der anderen Person ausgelöst hat.

Wenn dir jemand verzeiht, buche konsequent auf das Vertrauenskonto wieder auf.

Ohne Ausnahme.

 

Du kannst nichts dafür wenn ein Mensch dein Vertrauen verrät.

 

Manchmal gibt es auch Gründe dafür. Höre sie dir an. Vielleicht führt du dich dann weniger verraten, wenn du den Kontext verstehst.

Aber der nächste Mensch kann auch nichts dafür, dass dir das passiert ist und hat Vertrauen vielleicht sehr verdient.

 

 

 

Höre selbst niemals auf Vertrauen zu schenken, nur weil andere das Geschenk nicht zu schätzen wissen.

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Jean

Über Jean

Hi, ich bin Jeanette, – Business Coach, Marken Designerin & Aufbruch Komplizin Ich helfe Unternehmerinnen und Frauen, die es werden wollen, mutig aufzutreten – als Mensch und als Marke. Denn Menschen lieben echte Persönlichkeit und selbst-bewusste Ausstrahlung zieht an wie ein Magnet. :)

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