Was ist Stress? Ursachen und was dagegen hilft.

Was-ist-Stress

Der Artikel ergänzt sich mit einem Gastartikel: Was Stress in deinem Gehirn anrichtet, den ich bei Markus Cerenak geschrieben habe. Es macht aber Sinn, diesen zuerst zu lesen.

Stress ist eine Überlebensstrategie.

 

Du kennst sicher noch Ötzi, den Steinzeitmenschen, den sie im Gletschereis gefunden haben?

Ötzis Hirn und deine heutiges Gehirn unterscheiden sich nicht wesentlich.

(Das erklärt Einiges auf der Welt wenn du mich fragst.)

Stell dir also vor, wie Ötzi nach der Jagd am Lagerfeuer sitzt.

Er hört ein Geräusch, nimmt einen Geruch war, springt auf, greift nach der Keule und vertreibt das Raubtier das sich angeschlichen hatte.

Dann zieht er sich erschöpft zurück. Er hatte Stress.

Unser Ötzi bekommt aber Ruhe um die Stressreaktion im Körper wieder abzubauen.

Der Körper regeneriert sich.

Da unser Stammhirn den Prozess (Kampf – Flucht oder Starre) steuert, ist der Ablauf der Stressreaktion heutzutage noch die gleiche.

Kommt in Meetings aber nicht so gut.

 

Stress ermöglicht schnelle Reaktion und kurzzeitig hohe Leistung.

 

In urmenschlichen Bedrohungssituationen wäre Nachdenken echte Zeitvergeudung gewesen

und daher reagiert der Organismus ganz automatisch. Erst später kommen wir dann zur Besinnung und werden uns bewusst, was gerade passiert ist. Der Organismus ist während der Stressreaktion zu körperlichen Höchstleistungen fähig, aber nicht zu geistigen.

 

Eine gewisse Dosis an Stress macht das Leben häufig spannender.

 

Das nehmen wir dann als positiven Stress wahr. Wahrscheinlich hast du selbst auch schon mal erlebt, wie du unter Stress Unmögliches möglich geschafft hast und alles lief super. wie z.B. einen Marathon zu laufen oder eine Rede vor einer großen Menschenmenge zu halten. Wenn du dir danach wieder Zeit nimmst, dich zu entspannen oder Sport machst, bleibst du im Gleichgewicht.

 

Ötzi bekam Ruhe um die Stressreaktion im Körper wieder abzubauen.

 

Wie z. B. das Cortisol, das ausgeschüttet wird…neben allerlei anderem.

Wir bekommen die oft nicht mehr. Oder nehmen sie uns nicht. Denn abgesehen von Müttern, haben wir alle im Grunde die Chance dazu. Da reichen oft kleine Veränderungen.

Im Denken (über uns selbst, Was angeblich „normal “ ist, Situationen und unsere Gedanken an sich) unserer inneren Haltung und im Tun.

Ursachen-für-Stress-und-Burnout

Zu viel Stress, der zu Dauerstress wird, ist allerdings schädlich.

 

Er kann Krankheiten verursachen, die häufig anfangs nicht damit in Verbindung gebracht werden.

Nacken- & Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Magen- & Darmprobleme, Schlafstörungen, erhöhter Blutdruck sind solche Warnsignale unseres Körpers, die wir auf den ersten Blick nicht dem Stress zuordnen.

Auf der grundlegendsten Ebene ist Stress die Reaktion unseres Körpers auf den Druck, der von einer Situation oder einem Lebensereignis ausgeht.

Was zu Stress beiträgt, kann von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein und ist abhängig von unseren sozialen und wirtschaftlichen Umständen, der Umgebung, in der wir leben, und unserer genetischen Ausstattung.

Einige gemeinsame Merkmale von Dingen, die uns Stress empfinden lassen können, sind das Erleben von etwas Neuem oder Unerwartetem, das Gefühl, dass du wenig Kontrolle über eine Situation hast.

 

Bei Dauerstress bleiben wir permanent im Kampf- bzw. Fluchtmodus.

 

Wenn wir Stress erleben, wird unser Körper dazu angeregt, Stresshormone zu produzieren, die eine „Flucht- oder Kampf“-Reaktion auslösen und unser Immunsystem aktivieren.

Diese Reaktion hilft uns, schnell auf gefährliche Situationen zu reagieren.

Stress ist eine Reaktion auf eine Bedrohung in einer Situation, während Angst eine Reaktion auf den Stress ist.

 

Warum fühlen wir uns gestresst?

 

Es gibt viele Dinge, die zu Stress führen können.

Der Tod eines geliebten Menschen, Scheidung/Trennung, Verlust des Arbeitsplatzes und unerwartete Geldprobleme gehören laut einer aktuellen Umfrage zu den zehn wichtigsten Stressursachen.

Aber nicht alle Lebensereignisse sind negativ und auch positive Veränderungen im Leben, wie z.B. der Umzug in ein größeres Haus, eine berufliche Beförderung oder ein Urlaub, können Ursachen von Stress sein.

 

Was sind die Ursachen von Stress?

 

Persönliche Faktoren (Stressoren)

Sie können Stress im Privatleben sein, Einsamkeit, nicht abschalten können, überhöhter Ehrgeiz, starke Karriereorientierung.

Nach dem Motto: ,,Ich darf keine Fehler machen.“ „Ich muss immer funktionieren.“ ,,Ich muss alles unter Kontrolle haben.“ (mangelnde Delegierfähigkeit).

Unzureichende Wahrnehmung für körperlicher Symptome und kaum Regenerierung oder gar keine Erholungsphasen. Weitere Faktoren können sein:

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Was ist Stress? Ursachen und was dagegen hilft. @jeanbouffier

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  • fehlende oder unrealistische Grenzsetzung
  • Perfektionismus und hohe Leistungserwartung an sich selbst
  • Helfersyndrom
  • Fehlender Selbstwert in Bezug auf die  Ausbildung
  • starkes Bedürfnis nach Anerkennung

Glaubensätze dahinter sind:

,,Ich muss anerkannt werden.“ ,,Ich muss geliebt/gemocht werden.“

 

Berufliche Stressoren werden in zwei Gruppen gegliedert:

 

Psychisch-mentale Stressoren

Beruflicher Stress
  • widersprüchliche Arbeitsanweisungen
  • unvollständige Informationen
  • mangelhafte Rückmeldungen, unklare Zielvorgaben
  • quantitative oder qualitative Überforderung oder Unterforderung
  • Leistungs- und Zeitdruck
  • Angst vor Misserfolg
  • Fehlende Einflussmöglichkeit und zu viel Kontrolle
  • Gefühl von Sinnlosigkeit, fehlende Vision
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Stressen kann dich hier vor allem, wenn du einen Wertekonflikt mit deiner Arbeit hast.

Das ist oft der Grund, warum wir unglücklich sind, ohne zu wissen, woran das liegt.

Du kannst mit dem gratis Werte Finder aus 350 Werten deine Top 2 herausfinden.

Diese Übung bekommen meine Klienten immer zuerst. Aus gutem Grund – sie sorgt für einschneidende Erkenntnisse.

Danach sind viele Entscheidungen schon klar.

Soziale Stressoren

 

  • fehlende Anerkennung und Rückhalt
  • schlechte Unternehmenskultur / Angstkultur
  • Konkurrenzdruck
  • Entwicklungsmöglichkeiten
  • Diskriminierung
  • mangelnde Information und Beteiligung am Betriebsgeschehen

Das Gefühl von:

,,Egal was ich mache, es bringt ja doch nichts.“

 

Diese Video erklärt, was Angst Kulturen (in denn die meisten Menschen arbeiten) anrichten.

Den Vortrag habe ich bei einer großen Versicherung gehalten.

Man rannte mir die Bude ein. Was mich nicht gewundert hat.

Abonniere gerne meinen Kanal, wenn es dir nützt ;).

 

Dauerstress und moderne Medien.

 

Die Wurzeln des Problems liegen in der Veränderung der Arbeitswelt und meiner Ansicht nach auch mit unserer Mediennutzung.

Wir sind ständig „On“.

Haben das Gefühl andauernd etwas zu tun ohne das Sinn gebende Gefühl wirklich produktiv zu sein und etwas zu bewegen.

Sich vor den Fernseher zu legen um zu entspannen macht übrigens das genaue Gegenteil mit deinem Gehirn.

Das Rad dreht sich immer schneller durch die Globalisierung und Viele haben Angst angehängt zu werden.

Sozial ausgeschlossen zu sein empfinden wir genauso wie realen körperlichen Schmerz.

Das versuchen wir mit allen Mitteln zu verhindern. Bis hin zum Kollaps.

Dazu kommt, dass wir uns plötzlich mit Millionen Menschen vergleichen können, die es (scheinbar) besser hinbekommen als wir.

Instagram lässt grüßen.

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Für so viel Komplexität mit der wir konfrontiert sind, ist unser Gehirn nicht ausgelegt.

 

Es funktioniert seriell. Also gerät es permanent unter Stress.

Multitasking funktioniert nicht (nein, auch nicht bei Frauen kann ich aus eigener Erfahrung sagen).

 

Was sind die Anzeichen von Stress?

 

Emotionale Veränderungen bei hoher Stressbelastung

 

Wenn du gestresst bist, kannst du viele verschiedene Gefühle empfinden, darunter Angst, Furcht, Wut, Traurigkeit oder Frustration.

Diese Gefühle können sich manchmal gegenseitig bestärken und körperliche Symptome hervorrufen, wodurch du dich noch schlechter fühlst.

Bei einigen Menschen können stressige Lebensereignisse zu den Symptomen einer Depression beitragen.

 

Verhaltensveränderungen bei ständigem Stress

 

Wenn du gestresst bist, verhältst du dich anders.

Du kannst zum Beispiel zurückgezogen, unentschlossen oder unflexibel werden.

Du kannst vielleicht nicht mehr richtig schlafen, reizbar oder weinerlich sein. Und keine Lust auf Sex haben.

Manche Menschen greifen zu Zigaretten, zu mehr Alkohol oder zu Drogen (dazu zählen Tabletten.

Stress kann dich wütender oder aggressiver als normal reagieren lassen.

 

Körperliche Veränderungen auf Stress

 

Manche Menschen bekommen Kopfschmerzen, spüren Übelkeit und haben Verdauungsstörungen.

Atmen schneller, schwitzen mehr, haben Herzklopfen oder leiden unter verschiedenen Schmerzen.

Wenn du über einen längeren Zeitraum wiederholt unter Stress leidest, wirst du vielleicht feststellen, dass dein Schlaf und dein Gedächtnis beeinträchtigt sind,
sich deine Essgewohnheiten ändern oder du weniger Lust auf Bewegung hast.

 

Wer ist von Stress betroffen?

 

Jeder von uns kennt wahrscheinlich einige der oben beschriebenen Symptome und wird sich schon einmal  so gefühlt haben.

Einige Menschen scheinen von Stress stärker betroffen zu sein als andere.

Für manche Menschen kann es eine sehr stressige Erfahrung sein, jeden Morgen pünktlich aus der Tür zu gehen.

Andere hingegen können mit großem Druck umgehen.

Wir können oft von Faktoren beeinflusst werden, die sich unserer direkten Kontrolle entziehen.

Gemeinschaften, Arbeitsplätze, Gesellschaften und Regierungen haben alle eine Rolle bei der Bekämpfung dieser weiterreichenden Ursachen von Stress zu spielen.

 

Warum-fühlen-wir-uns-gestresst-

Was tun gegen Stress?

 

Ein wichtiger Schritt bei der Bewältigung von Stress ist es, zu erkennen, wann er ein Problem für dich ist und eine Verbindung zwischen den körperlichen und emotionalen Zeichen, die du  erlebst, und dem Druck, dem du ausgesetzt bist, herzustellen.

Es ist wichtig, körperliche Warnzeichen wie Muskelverspannungen, Übermüdung, Kopfschmerzen oder Migräne nicht zu ignorieren.

Wenn du erkannt hast, dass du Stress erlebst, versuche, die zugrunde liegenden Ursachen zu identifizieren.

Sortiere die möglichen Gründe für deinen Stress in solche mit einer praktischen Lösung, solche, die mit der Zeit ohnehin besser werden, und solche gegen die du nichts tun kannst.

Die Kontrolle zu übernehmen, bei den Dingen die du beeinflussen kannst, hilft schon.

Bei denen du auf längere Sicht nichts tun kannst, kannst du deine Haltung dazu verändern.

 

Wir können nicht kontrollieren, was uns passiert aber wie wir darauf reagieren.

 

Versuche Dinge in neuen Perspektiven zu sehen und sei nicht zu hart zu dir selbst.

Ein Dankbarkeitstagebuch z. B. kann das Gefühl von Stress  mildern, weil es deinen Fokus verändert.

Es ist ein kleines Puzzleteil –  mit anderen zusammen hat es  großer Wirkung– finde mehr davon.

 

Dauergestresst? Suche dir Hilfe!

 

Viele Menschen schrecken davor zurück, Hilfe zu suchen, da sie das Gefühl haben, dass dies ein Eingeständnis des Scheiterns ist. Dies ist nicht der Fall, und es ist wichtig, so schnell wie möglich Hilfe zu bekommen, damit du dich besser fühlst.

Hole dir Hilfe und überlege dir einen Plan, wie du Schritt für Schritt die Situation verbessern kannst.

Die Gefahr dass du in einen Burnout rutschst ist sonst groß.

Im Artikel Was tun bei Burnout? – Verhindern – Erkennen – Heilen. beschreibe ich dir, was du gegen Stress und ultimativ gegen Burnout tun kannst.

Auch präventiv.

 

Oft ist Stress nämlich von uns selbst produziert.

 

Lerne dich selbst besser kennen und welche Muster und Glaubenssätze dich steuern.

Auf der TIPPS & TOOLS Plattform, findest du Workbooks, Übungen u. s. w., mit denen du einen Anfang machen kannst.

 

 

Denk dran: Dein Leben. Deine Regeln.

Jeanette

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Jean

Über Jean

Ich bin Jeanette – Business Coach & Aufbruch Komplizin. Ich helfe Frauen wie dir, deinen Traumberuf zu finden und dein besonderes Talent in die Welt zu bringen, das so nur du hast. Kurz: das Leben zu bekommen, das du verdienst. Mit Klarheit, Mut & einem Action Plan.   DEIN LEBEN. DEINE REGELN!

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