Glücklich leben – weißt du überhaupt, was Glück ist?

Von 4. Februar 2020 9. Mai 2020 Mindset & Innere Haltung, Traumjob finden
glücklich leben

Glücklich leben – das wollen wir alle.

Ich bin an einem kleinen, abgelegnen Strand der Insel gelandet. Man kommt nur per Boot oder 4W Drive her.

Viele die immer wieder hier herkommen sind die ehemaligen Backpacker, die zuerst hier waren.

Das ist ein buntes, interessantes Völkchen das sich hier zum Tiger oder Chang – die einheimischen Biersorten zusammenfindet – und ich führe hier ziemlich oft interessante Gespräche zum Thema Glück. Und das hat viel damit zu tun den eigenen Weg zu gehen und den erst mal zu finden.

 

Was ist Glück überhaupt?

Das Wort Glück hat zwei sehr unterschiedliche Bedeutungen. Die allgemein verbreitete Bedeutung des Wortes ist »sich gut fühlen« – mit anderen Worten, ein Gefühl der Lust, Freude oder Befriedigung zu empfinden. Ein Leben, das wir auf der Jagd nach diesen guten Gefühlen verbringen, ist aber auf lange Sicht zutiefst unbefriedigend.

Und je mehr wir diesen lustvollen Gefühlen nachjagen, desto mehr neigen wir  dazu, an Angst und Depression zu leiden.

 

Die zweite –  sehr wenig verbreitete Vorstellung – von Glück ist die, ein reiches, erfülltes und sinnvolles Leben zu führen.

Es ist aber die, die am wenigsten vom Außen abhängt, die nicht immer einfach umzusetzen ist aber dauerhaft Glück bescheren kann.

Wenn du dich um die Dinge kümmern kannst, die dir wirklich am Herzen liegen, nach den Dingen strebst, die dir wertvoll und der Mühe wert sind, (und das ist meist nichts Materielles) ist das zutiefst befriedigend zieht das Glücksgefühl nach sich.

Wenn wir uns darüber klar werden, was wir wirklich im Leben wollen, und entsprechend handeln, dann wird unser Leben reich, erfüllt und sinnvoll und wir erfahren ein machtvolles Gefühl von Lebendigkeit.

Und während Glück ein flüchtiges Gefühl ist- ist die tiefe Erfahrung eines authentisch gelebten Lebens etwas, das immer da ist…auch in schwierigen Phasen

Du wirst nicht von unangenehme Gefühle wie Traurigkeit, Angst und Wut verschont.

Das ist so.

Glück im Leben

Es geht aber beim glücklich werden nicht darum, es immer einfach zu haben. Sondern auch glücklich zu sein, wenn es schwer ist.

 

Um die zweiter Form von Glück geht es übrigens in meinem Kurs: Die Macht der Gedanken, der bald wieder anfängt. Trage dich in dem Newsletter ein (falls du ihn nicht schon bekommst) damit du nicht verpasst, wann die Anmeldefrist läuft.

 

Ein sinnvolles Leben bedeutet oft aus der Komfortzone rauszugehen. Das ist wenn man älter ist schwieriger als wenn man noch jung ist.

Gestern traf ich einen Amerikaner – Jeff – aus New York.

„Du siehst gar nicht nach New York und einem Corporate Job aus“ meinte ich.

„Hab ich auch nicht, ich bilde Leute aus die mit Jugendlichen raus in die Wälder gehen und Abenteuer Camps veranstalten. Ich bin auch Schreiner und habe ein runtergekommenes haus Mitten im Walt wieder hergerichtet. Ich lebe also nicht direkt in NY“ lachte er „ und fang nicht an zu fragen, was ich sonst alles schon gemacht habe.“

„Ok, hiermit frage ich – ich liebe Lebensgeschichten – du kamst auf die Welt und was ist dann passiert?“

„Du hast es drauf angelegt. Geboren wurde ich im ländlichen South Dakota. Mein Studium: Kunst und Geschichte und Business Administration habe ich mir mit Landarbeit selbst finanziert.

Also konnten meine Eltern auch nichts sagen, als ich fertig war, nichts mit mir anfangen konnte und aus einer Laune raus nach Florida bin und einen Kapitän überredete mich auf dem Segelboot einer reichen Familie anzuheuern, die Richtung Karibik in See stach. Das war verdammt harte Arbeit aber in der Karibik traf ich all diese anderen Leute die auf Yachten arbeiteten.

Das waren oft nicht die hellsten Kerzen am Baum aber die hatten die ganze Welt gesehen. Und ich war ohnehin schon angefixt. Ich war Reiseleiter in Asien, habe in Japan Kunst unterrichtet, war in Kanada Bergführer, habe als Schreiner gearbeitet, bei der Feuerwehr, habe meinen Lebensunterhalt zeitweilig als Musiker verdient und habe in Japan in einer Bar gearbeitet und war da nebenher Fotomodell für eine Werbeagentur.

Und noch ein paar andere Sachen. Bis ich vierzig war hatte ich nur ein paar Gitarren und ein paar Klamotten. Ich kenne Viele die werden so alt und wollen den ganzen überflüssigen Mist, den sie angesammelt haben los werden.

Bei mir war es anders rum. Aber immer wieder neues auszuprobieren kann ich nicht mehr lassen. Ich bin ja erst Fünfundfünfzig.“

Ich hatte ihn auf Mitte Vierzig geschätzt. Sein leben so zu leben wie man will und das zu tun, was einem Spaß macht, hält offenbar jung.

„Hast du nie darüber nachgedacht eine „normale“ Karriere einzuschlagen?“

Leben-glücklich

Glücklich werden im goldenen Käfig?

 

„Nein, wenn du einmal aus der Komfortzone raus bist, geht´s eben nicht mehr zurück. Und ich habe den sehr jung gemacht bevor ich in dieses Sicherheitsding gerutscht bin, das schnell ein goldener Käfig wird.“

„Ging mir auch so.“

„Ich denke das ist wovor die Menschen am meisten Angst haben. Nicht so sehr den Schritt aus der Komfortzone zu machen, sondern zu wissen, dass es dann keinen Weg zurück mehr gibt. Ein paar Monate geht aber wenn du länger als ein Jahr so lebst, macht es was mit deiner Persönlichkeit.“

Ich stimmte zu. „Mir ist vor meiner Reise damals nicht ganz klar gewesen dass die Tür zum Status Quo irgendwann hinter dir zufällt. ich hatte nur mal einen panischen Moment vor der Abreise, in dem ich es gespürt habe. Dass ich danach nicht mehr in das alte Leben zurück kann.

Weil du es auch nicht mehr willst. Aber noch nicht zu wissen, was danach kommt, macht etwas Angst.

Ich hab sehr lange versucht wieder die sichere Nummer zu fahren. Nur um zu merken dass du den Horizont nicht mehr kleiner machen kannst. Und du dann einfach bewegungslos dazwischen hängst. Aber ich merke dass ich mich zwar in den letzten Jahren weit bewegt habe aber mal wieder die Zeit für einen großen Sprung gekommen ist.“

 

Angst macht nicht der Schritt aus der Komfortzone – sondern das Wissen nicht zurück zu wollen.

 

 

Ich glaube Jeff hat recht. Der Schritt aus der Komfortzone ist nicht das Schwerste. Wir wissen wohl alle instinktiv dass es dann aber keinen Weg zurück mehr gibt. Das kann sich anfühlen wie freier Fall. Wir sind genetisch trotz aller Abenteuerlust nicht für Unsicherheit gestrickt. Dagegen sträubt sich unser Überlebenstrieb.

Außerhalb der Komfortzone sind erst mal keine Leitplanken. Mit so viel Freiheit muss man erst einmal umgehen können. Wohin gehst du wenn alle Richtungen offen sind? Wenn du nicht weißt, was ich da erwartet?

Es gibt die Geschichte vom Elefanten der als Baby mit einem Seil am Fuß an einen Pflock angebunden wird. Selbst als er groß ist und er den Pflog mit Leichtigkeit aus der Erde ziehen könnte, macht er es nicht. Er kennt nichts anderes.

 

Unser Bewegungsradius um glücklich zu leben wird als Kind von anderen bestimmt.

 

Irgendwann fängst du selbst oft an zu glauben dass er größer nicht ist.

Zootiere, denen man die Käfigtür öffnet, kehren oft freiwillig wieder zurück.

Sie sind vielleicht nicht so frei wie in der Wildnis aber es gibt kein Risiko und regelmäßig Futter, das sie nicht selbst jagen müssen. Ich muss jetzt nicht erklären, wie sich das auf uns Menschen übertragen lässt oder?

 

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Glücklich leben – weißt du, was Glück überhaupt ist? @jeanbouffier

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Wir werden schnell die Gefangenen unserer Gewohnheiten und sehen unsere Möglichkeiten nicht mehr.

 

Gerade habe ich mich mit einer jungen Frau unterhalten, die in Hamburg lebte, alles hinschmiss und nach einer Weltreise nicht mehr zurück konnte.

Sie bewarb sich bei einer Firma in Mallorca und siedelte um. Sie hat auch schon die unterschiedlichsten Jobs gemacht und erzählte mir, dass sie selbst ein Produkt entwickelt hat. Einen besonderen Tanzschuh.

Sie zeigte mir die Prototypen. Die Idee dazu war entstanden weil sie leidenschaftlich gerne tanzt und den idealen Schuh nicht finden konnte.

Allerdings gestand sie, dass sie seit einer OP vor einem Jahr nicht mehr an der Idee weiter gearbeitet hatte.

„Es gibt nicht so Viele Großhersteller, die mit so weichem Leder arbeiten.

Der Schuster der sie für mich herstellt schafft aber nur eine kleine Menge. Ich habe Interessenten aber der nächste Schritt wäre eine größere Menge herzustellen. Dann muss ich mehr Geld in die Hand nehmen. Ich brauche Prozesse.

Das macht mir ehrlich gesagt Angst den großen Sprung zu machen. Sie zählte eine Menge Herausforderungen auf. Die alle lösbar sind aber eine Menge Durchhalte vermögen erfordern.

Ich fand die Schuhe toll und hoffe, dass sie nicht aufgibt.

Glücklich leben hat viel mit einer sinnvollen Lebensaufgabe zu tun.

 

Für manche mag es reichen Kinder aufzuziehen oder für die Menschen in ihrer Umgebung da zu sien. Aber viele wollen mehr.

Ich treffe auf Kho Phangan oft Leute, die unterschiedliche Jobs machen, die nebenher ein Business aufbauen und viele Interessen haben. Meine Yoga Lehrerin, die Yoga unterrichtet und Content Strategin ist und deren Kollegin auch als Sängerin arbeitet.

Gestern teilte ich mir ein Taxi mit jemandem der eine Consulting Firma hat und auch als Fotograf arbeitet.

„Mit nur einem davon wäre ich nicht glücklich. Ich brauche beides“ sagte er.

Viele haben das gar nicht richtig geplant sondern sind durch Experimentieren über das gestolpert, was sie alles machen.

Und interessanterweise kombinieren viele Menschen eine eher strategisch ausgerichtete Profession mit einer künstlerisch-kreativeren.

Balance ist für Viele das Zauberwort um glücklich zu leben.

Diese Menschen sind alle der Beweis dafür dass das, was uns eingetrichtert wurde, nämlich: Du musst dich für eines entscheiden, nur so kannst du Erfolg haben“ nicht stimmt.

Es kommt ja darauf an, wie man Glück und Erfolg  misst. Ist es das gut gepolsterte Bankkonto das zählt oder ungewöhnliche Erlebnisse?

 

Misst du Glück in materiellen Werten oder dem Gefühl ein kreatives, Sinn erfülltes Leben zu leben, in dem du deine Talente nutzen kannst?

 

Was zählt für dich mehr?

Ich bin der Überzeugung, dass jeder Mensch besondere Talente, in einer einzigartigen Kombination mit seinem Wissen, Persönlichkeit und Erfahrung hat.

Auch du.

Egal was dir sonst jemand – der vermutlich selbst limitiert war – über das Gegenteil eingeredet hat.

Ich wünsch dir dass du es schaffst sie zu entdecken und zu nutzen.

 

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Jean

Über Jean

Hi, ich bin Jeanette, – Business Coach, Marken Designerin & Aufbruch Komplizin Ich helfe Unternehmerinnen und Frauen, die es werden wollen, mutig aufzutreten – als Mensch und als Marke. Denn Menschen lieben echte Persönlichkeit und selbst-bewusste Ausstrahlung zieht an wie ein Magnet. :)

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