Warum „Finde deine Leidenschaft und Berufung“ ein schlechter Rat ist.

Von 21. Januar 2020 21. Februar 2020 Mindset & Innere Haltung, Traumjob finden
Berufung finden

„Du musst dich für eine Sache entscheiden“ und „Du musst deine Leidenschaft finden um glücklich zu werden“. Die Sätze hasse ich.“

„Oh ja, die haben mich auch richtig lange aufgehalten.“ Sagte Tiffany heute Morgen zu mir.

 

„Finde deine Leidenschaft und Berufung ist ein beschissener Rat.“

 

Ich bin durch Zufall montan in Thailand und genauso zufällig kam ich heute Morgen mit ihr – unserer Yoga Lehrerin – ins Gespräch (genaugenommen sprach sie mich besorgt an weil ich wegen allgemeiner Unfitness bei der Schwüle unelegant umgekippt bin).

Tiffany ist asiatischer Abstammung, daher hielt ich sie für eine Einheimische. Sie ist aber New Yorkerin, lebt seit 5 Monaten auf Kho Phangan, wurde gerade fertig mit ihrer zweiten Yoga Lehrer Ausbildung die sie hier absolviert hat und arbeitet zudem als Content Strategist. Weil mich Lebensgeschichten faszinieren, fragte ich sie wie sie zum Yoga kam und auf Kho Phangan gelandet ist.

„Man kann sagen, dass sich mein Leben bisher aus drei Büchern besteht. Das erste Buch handelt von meiner Kindheit in New York und vom Backpacken durch die Welt. Das zweite Buch davon wie ich – ganz vernünftig– in New York eine Karriere als Producerin verfolgte. Immer mit dem nagenden Gefühl, dass ich auf dem falschen Weg war und mich eingesperrt fühlte. Also unterbrach ich meine Karriere und ging nach Indien. Dort wurde ich prompt sterbenselend krank.“

„Wer nicht – mich hatte es nach3 Wochen erwischt.“

„Ha, du Heldin. Mich nach drei Tagen. Mir ging es so schlecht, ich wäre wirklich am liebsten gestorben. Ich kam einfach auch nach 4 Wochen nicht mehr zu Kräften. Dann fiel mir ein, dass ich ja schon immer Yoga gemacht habe und es im Norden von Indien ein großes Ausbildungszentrum gibt. Also fuhr ich mit letzter Kraft dort hin. Ich wollte auch keine Medikamente mehr schlucken aber irgendwie musste ich meinen Körper wieder auf die Reihe bekommen.

Ich grinste: „Bei mir war es eher der Geist aber man kann es ja nicht trennen.“

„Genau. Nach ein paar Tagen ging es mir schon besser und ich lernte Yoga mitsamt der Philosophie dahinter von Grund auf. Ich blieb ein paar Monate und ging dann mit Freunden nach Tamera, das Peace Village in Portugal. Währendessen lebte ich von Ersparnissen oder tauschte Arbeit gegen Unterkunft. Dann wechselte ich nach Frankreich in ein buddhistisches Center.

„Hattest du nie Zweifel?“

„Oh ja, ich kam mir – obwohl es meinem Körper und meiner Seele gut ging – verantwortungslos vor. Wie ein Kind, das ständig neues Zeug ausprobiert. Ich hatte ein schlechtes Gewissen und immer den Gedanken im Kopf irgendwann wieder vernünftig zu sein, nach New York zu gehen und meine Karriere weiter zu verfolgen.

Das kam mir sehr bekannt vor.

„Und, hast du es gemacht?“ Fragte ich.

„ja, ich hab es versucht aber es ging nicht lange gut. Also reiste ich nach Kho Phangan um eine weitere Yoga Ausbildung zu machen. Auch um aus einer toxischen Beziehung raus zu kommen.“

„Du klingst sehr sicher mit der Entscheidung.“

Sie fing laut an zu lachen.

„Ich saß noch vor drei Monaten im totalen Chaos. Mit tausend Zweifeln und Sorgen: Hätte ich meiner Karriere in NY noch mehr Zeit geben sollen. Mehr fürs Alter vorsorgen? Bin ich leichtsinnig? Sollte ich nur eine Sache verfolgen? Bin ich bekloppt? Ich habe mich erst vor einem Monat getraut Yoga Unterricht zu geben. Und erst vor drei Monaten „ Producer“ von meiner Webseite gelöscht und jedem erzählt dass ich Content Stratgie mache. Und seither schickt mir das Leben Chancen und Klienten. Vorher war ich am kämpfen und es passierte so gut wie nichts.

„Law of attraction?“

„Ja, ich denke schon. Vor allem habe ich meine innere Haltung geändert. Ich habe endlich an mich selbst geglaubt und angefangen.“

Wir tauschten uns zwei Stunden über einem Frühstück aus Tomaten mit Tofu und gruseligem Granulat Kaffee Lebensgeschichten aus.

Und aus diesem Gespräch entstand der Artikel der jetzt kommt. Sorry für die lange Einleitung, ich hoffe du bist noch am lesen J

Finde deine Leidenschaft

Wir haben es alle schon einmal gehört.

Du sollst „deiner Leidenschaft bzw. Berufung folgen“, wenn du im Leben glücklich und erfolgreich sein willst.

 

Aber was, wenn du nicht weißt, was deine Leidenschaft ist?

Was ist, wenn du mehrere Leidenschaften hast?

Was ist, wenn deine Berufung nicht erreichbar erscheint oder wenn kein Geld darin steckt?

 

Das kann zu einer Menge Frustration, Sackgassen und Neid führen (anderen scheint es ja zu gelingen).

 

Seiner Leidenschaft zu folgen, ist weit verbreiteter Ratschlag.

 

Und er wird so oft von schlauen und außerordentlich erfolgreichen Menschen vertreten, dass etwas dran sein muss.

Nimm zum Beispiel Steve Jobs, CEO/Gründer von Apple und Pixar. Hier ist, was Steve über das Folgen deiner Leidenschaft zu sagen hatte:

 

„Ich bin überzeugt, dass das Einzige, was mich am Leben hielt, war, dass ich das, was ich tat, liebte. Man muss finden, was man liebt. Und das gilt für deine Arbeit genauso wie für diene Beziehung. Deine Arbeit wird einen großen Teil deines Lebens ausfüllen, und der einzige Weg, wirklich zufrieden zu sein, ist, das zu tun, was du für eine großartige Arbeit hältst. Und der einzige Weg, großartige Arbeit zu tun, ist zu lieben, was man tut. Wenn du es noch nicht gefunden hast, suche weiter. Gib dich nicht zufrieden. Wie bei allen Herzensangelegenheiten wirst du wissen, wann du es gefunden hast. Und wie jede gute Beziehung wird sie mit den Jahren immer besser. Also suche weiter, bis du es gefunden hast. Lass dich nicht nieder.“

 

„Don’t settle“ ist so eindringlich formuiert wie es nur geht. Steve glaubte, dass die Suche nach der eigenen Leidenschaft der Schlüssel zu großartiger Arbeit und somit der Schlüssel zu einem wirklich zufriedenen Leben ist.

Das ist ein großer Auftrag.

 

Jim Carrey hat einen ausgezeichneten Standpunkt zu scheinbar konservativen Entscheidungen:

 

So viele wählen ihren Weg aus Angst, getarnt als praktisch.

 

„So viele von uns wählen ihren Weg aus Angst, getarnt als praktisch. Was wir wirklich wollen, scheint unmöglich, unerreichbar und lächerlich zu sein, so dass wir es nie wagen, das Universum darum zu bitten…

Mein Vater hätte ein großer Komiker sein können, aber er glaubte nicht, dass ihm das möglich war, und so traf er eine konservative Entscheidung. Stattdessen nahm er einen sicheren Job als Buchhalter an. Als ich 12 Jahre alt war, wurde er aus diesem sicheren Job entlassen, und unsere Familie musste alles tun, was wir konnten, um zu überleben.

Ich habe viele großartige Lektionen von meinem Vater gelernt, nicht zuletzt, dass man bei dem, was man NCIHT will, scheitern kann, also kann man genauso gut die Chance ergreifen, das zu tun, was man liebt.

Und dann ist da noch die Frage des Wettbewerbsvorteils, den man durch die Arbeit an etwas gewinnt, das man mit Leidenschaft verfolgt. In einer Welt, in der du dich bei allem, was du machst, dem Wettbewerb stellen musst, kann deine Leidenschaft für das, was du mit innerer Motivation. Liebe und Begeisterung verfolgst, oft der Faktor X sein, den du brauchst, um erfolgreich zu sein.

 

Hier findest du übrigends  das Video mit seiner Rede.

 

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Warum „Finde deine Leidenschaft und Berufung“ ein schlechter Rat ist

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Die Person, die 110% für etwas gibt, hat einen Vorteil.

 

Die Person, die Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr auf der Matte und in der Arena steht, weil sie sich leidenschaftlich für etwas einsetzt, hat einen Vorteil.

Wenn die Befolgung für deine Leidenschaft der Schlüssel zu Erfolg, Glück und Erfüllung ist, wenn die Befolgung deiner Leidenschaft einen starken Wettbewerbsvorteil schafft und wenn du bei etwas scheitern kannst, das dich nicht einmal interessiert, warum sollest du nicht deiner Leidenschaft folgen?

 

Warum „Folge deiner Leidenschaft und finde deine Berufung“ ein schrecklicher Ratschlag ist.

 

Leider ist es nicht so einfach.

 

Ich lese gerade das Buch Big Magic über Kreativität von Elizabeth Gilbert (Autorin von Eat, Pray, Love , Big Magic, City of Girls…) dazu sagt:

(Ich lese Bücher auf Englisch und ich lasse es besser unübersetzt, damit es die volle Wirkung hat).

 

“You spend a lot of your life having people tell you to follow your passion. It’s nice advice, it’s heart-warming advice, it’s great advice — if you happen to have one that is very clear and obvious. […] We are constantly being told to pursue our passions in life, but there are times when passion is a TALL ORDER, and really hard to reach. In seasons of confusion, of loss, of boredom, of insecurity, of distraction, the idea of „passion“ can feel completely inaccessible and impossible. In such times, you are lucky to be able to get your laundry done. […] Sometimes it feels cruel and all it does is make you feel even worse and more left out, because you’re like, ‘I would if I knew what it was!’ If you’re in that position right now… forget about passion.”

 

Wenn du nicht wissen, was deine Leidenschaft ist, kann es entmutigend sein, zu hören, dass die Verfolgung deiner Leidenschaft der Schlüssel zur Erfüllung ist und alles Gute im Leben das du hast ruinieren.

 

Es gibt auch einen großen Trugschluss „einer Leidenschaft“, den die ganzen Leidenschafts Gurus und Berufungs Coaches propagieren.

 

Was ich auch immer wieder gehört habe ist der Spruch „ Du musst dich für eines entscheiden sonst kannst du nicht erfolgreich sein“.

So bin ich Jahre herumgerannt – auf der Suche nach diesem EINEN Ding. In der Erwartung, dass es irgendwann einen erleuchteten Moment geben würde, wo mir alles von A bis Z klar ist und ich genau weiß was ich tun muss um das zu erreichen.

Oder dass ich irgendwann über ein Paket stolpern würde, wo alle Zutaten „ ready to go“ drin sind.

 

Die Berufung nur noch anrühren, mixen und flüssig loslegen.

 

Und ja, bei manchen Menschen ist das auch so –  siehe mein Interview mit dem Musiker Cris Cosmo z. B. – der wusste mit dreizehn Jahren dass er Musiker werden wollte.

Ohne jeden Zweifel.

Das geht aber den allerwenigsten so, die meist nach dem Abi oder später im falschen Job mit 30, 40 oder 50 gefrustet sind und plötzlich ihre „Leidenschaft finden“ oder „ihrer Berufung folgen“ sollen.

Die meisten Menschen werden sich im Laufe eines sinnvoll gelebten Lebens für viele Dinge begeistern.

 

Es ist normal, sich für viele Dinge zu interessieren.

Vor allem für sehr kreative Menschen oder Scanner Persönlichkeiten. Es ist selten eine einzige, glorreiche Leidenschaft für sein ganzes Leben zu haben.

 

Schwieriger wird es, wenn du dich für nichts begeisterst und dir so gar nichts Spaß macht.

 

Das heißt nicht, dass das nicht mal da war.

Kinder begeistern sich für jede Menge Dinge, sind neugierig und können sich stundenlang mit Dingen beschäftigen die sie faszinieren.

Wahrscheinlich wurde es bei dir dann unterdrückt oder in eine „praktische“ oder von den Eltern gewünschtere Richtung gelenkt.

Denke an all die Dinge, für die du dich in den letzten Jahren begeistert oder engagiert eingesetzt hast.

Wie schnell sind diese Leidenschaften entstanden? Wie schnell sind sie verflogen?

Für mich persönlich würde meine „Leidenschaften“ in den letzten 15 Jahren eine lange Liste von Dingen wie Reiten, Paragliden, Surfen, Singen, Laufen, Leben auf einer Farm in den Snowy Mountains mit einem Cowboy, Bloggen, Fotografieren, Malen, Unternehmertum, Start-ups, Innovationsberatung, Personal- & Business Coaching, Meditation, Achtsamkeitstraining, Künstliche Intelligenz, Grafik Design, Rinder Arbeit, Kaffee, Schokolade, ein Buch schreiben, 4 Haarfarben usw. beinhalten. Alleine meine Sport Friedhof im Keller bezeugt das bei mir nur in Bezug auf Sport!

 

Jedes dieser Dinge hätte eine Leidenschaft sein können, aber können sie auch DIE Leidenschaft sein?

 

Wer weiß, aber wahrscheinlich nicht, jedenfalls nicht so, wie Steve Jobs oder Jim Carrey es erklären.

Indem ich mich für eine Leidenschaft (Unternehmertum) entschieden habe – und zwar mit mehr als einer Sache– und ihnen nachgegangen bin, ohne zu erwarten, dass sie jeweils mein Ein und Alles ist, war ich glücklich anstatt frustriert auf meine einzig wahre Leidenschaft zu warten.

Nach einer Weile hab ich sogar festgestellt, dass Dinge die ich mache starke Überschneidungen haben. Ich entwickle als Designerin Marken und arbeite als Personal und Business Coach.

Bei beidem geht es ganz stark darum einen roten Faden zu finden und um kreative Problemlösung.

Die Arbeitsweise ist vom Prozess hehr verblüffend ähnlich.

Und ich verrate dir noch was: Unternehmertum war das Letzte, was ich mir mal für mich vorgestellt oder mir zugetraut habe. Ich machte mich vor 14 Jahren aus Notwehr selbständig weil ich es nach zwei Jahren Backpacken und einem Leben auf einer Farm in den Australischen Bergen nicht mehr bei mindestens 10 Stunden am Tag, 5 Tage die Woche am gleichen Ort, ausgehalten habe.

 

„Leidenschaft“ kann viele Dinge bedeuten.

 

Die Leidenschaft für ein Ergebnis kann die Leidenschaft für ein Thema übertrumpfen. Erfüllung und Leidenschaft sind nicht unbedingt dasselbe.

Einen Unterschied zu machen kann mehr bedeuten, etwas zu bewegen, Veränderungen zu bewirken, kann die Sache sein, für die du dich leidenschaftlich interessierst. Der Weg dahin muss nicht unbedingt deine Passion sein.

Berufung finden

Wenn dein Ziel Erfüllung und Erfolg ist, reicht Leidenschaft allein nicht aus.

 

Auch andere Dinge sind wichtig.

Du musst der Welt auch etwas von großem Wert bieten, um erfolgreich zu sein.

Um glücklich zu sein, musst du nicht nur deine gewählten Bereich lieben, sondern auch das Umfeld, die Menschen und die Realität der Arbeit in dieser Welt mögen. Du musst auch in der Lage sein, in dieser Sache gut zu werden.

Obwohl ich einigen Leidenschaften nachgehe, finde ich bereiche davon zum Kotzen. Z. B. dass ich alles alleine machen muss und mir keiner sagt, was ich tun soll als Unternehmerin. Trotzdem muss ich darin gut werden. Oder jemanden finden, der es ist in Dingen, die ich nicht kann.

 

Wie alles im Leben hat auch deiner Leidenschaft zu folgen angenehme Aspekte und weniger sexy Anteile.

 

Einfache Ratschläge sind attraktiv, aber das Leben ist komplizierter als drei Worte vermitteln können.

 

Deiner Leidenschaft zu folgen, kann ein Schlüssel zu Glück und Erfüllung im Leben sein, aber nur, wenn du alle anderen notwendigen Zutaten berücksichtigt hast.

 

Mit anderen Worten, Leidenschaft und Berufung sind „ein“ Schlüssel, nicht „der“ Schlüssel.

 

Das habe ich langwíerig und frustrierend herausfinden müssen.

Wenn du nicht weisst, was deine Leidenschaft bzw. Berufung ist.

 

Elizabeth Gilbert hat einen ausgezeichneten Rat, wenn du nicht weißt, was deine Leidenschaft ist:

leidenschaft finden

Folge deiner Neugier um deine Leidenschaft zu finden.

 

„Folge deiner Neugier“, sagt sie:

 

“If you’ve lost your life’s true passion (or if you’re struggling desperately to find passion in the first place), don’t sweat it. Back off for a while. But don’t go idle, either. Just try something different, something you don’t care about so much. Why not try following mere curiosity, with its humble, roundabout magic? At the very least, it will keep you pleasantly distracted while life sorts itself out. At the very most, your curiosity may surprise you. Before you even realize what’s happening, it may have led you safely all the way home.” – Elizabeth Gilbert

 

Sie hat absolut Recht – das kann ich aus eigener Erfahrung sagen – denn ich habe Jahre damit verbracht im Internet zu googlen und theroretisch darüber zu grübeln was ich tun könnte. Für die meisten kommt kein Moment der Erleichtung.

Im Grunde müssen wir zurück in die Kindheit. Damals haben wir noch mit Freude experimentiert statt ein Ziel zu verfolgen und gleich ein Ergebnis zu sehen.

Die Konzepte „Design Thinking“ und „Lean Startup“ folgen diesem Prinzip.

In meinem Kurs „Traumjob finden“ der Ende 2020 startet, gehört ein großer Teil diesem Thema.

 

Wir glauben immer, dass das zu tun was wir lieben eine alles oder nichts Entscheidung ist.

 

Das ist nicht nur Unsinn sondern auch blöd.

Es macht nicht unbedingt Sinn gleich alle Sicherheit über Bord zu werfen. Das macht enorm Druck, lässt keinen Raum zum Lernen und Experimentieren. Es sei denn du kommst aus der Branche und kennst dich aus. Dann ist das etwas anderes.

Der Punkt ist: Fang an auszuprobieren und finde so früh wie möglich heraus ob es das ist oder nicht. Genauer gesagt:

 

Scheitere so früh wie möglich.

Je mehr Zeit man an etwas arbeitet, desto näher kommt man ihm.

 

Jedes Interesse kann sich in eine Leidenschaft verwandeln.

 

Manchmal muss man etwas verfolgen, bevor man weiß, wie tief das Interesse ist. Wenn du im Zweifel bist, folge deiner Neugier und schau, wohin sie dich führt.

Wenn es für dich etwas schneller gehen darf und du so gar keine Ausrichtung oder Idee hast, ist mein Kurs das richtige für dich. Er setzt auf der emotionalen und intuitiven Ebene deiner Persönlichkeit genauso an, wie bei praktischen Umsetzungsmöglichkeiten.

 

Wenn du mehrere Leidenschaften hast.

 

Du kannst dich für viele Dinge in deinem Leben begeistern. Das ist in Ordnung und völlig normal (Jedenfalls für mich). Es gibt auch Menschen die sich lieber auf eine Sache fokussieren und die perfektionieren. Andere sind eher Generalisten. Beides hat Vorteile und nachteile aber auf alle Fälle seine Berechtigung.

Es gibt wahrscheinlich keine „eine wahre Leidenschaft“ für dich, außer im Nachhinein, wenn du zurückblickst und deine Lebensgeschichte rekonstruierst. (darauf gehen wir im Kurs auch stark ein).

Es gibt einen schönen Spruch aus dem Talmud, den ich liebe, weil er sehr wahr ist.

wie finde ich meine Berufung

Wenn du mehrere Leidenschaften hast, dann zwinge dich nicht, eine davon „die“ Leidenschaft zu sein.

 

Das ist zu viel von einem Interesse in den Händen eines Alleskönners bzw. Tausendsassas oder Scanners (wie auch immer du Vielseitig Interessierte nennen willst) zu erwarten.

Bewerte stattdessen deine Leidenschaften zusammen mit den anderen Zutaten, über die ich geschrieben habe.

Überlegen dir, wie leidenschaftlich du an jedem Thema interessiert bist, aber überlegen auch, wie gut du darin bist, wie der Markt für deinen Lebensunterhalt aussieht, ob du Familie zu versorgen hast, wie viel Konkurrenz es gibt und ob dir der Lebensstil gefällt, der damit verbunden ist.

Wenn wir andere beneiden sehen wir oft nur den glamourösen Teil und nicht die Schufterei und den unangenehmen Teil dahinter oder den Weg dahin, den die Leute zurück gelegt haben.

 

Dazu mach bitte unbedingt zwei Übungen, die du in meiner TIPPS & TOOLS Bibliothek kostenlos bekommst:

 

Wenn du eine Leidenschaft hast, aber auch Vorbehalte hast, sie zu verfolgen.

 

Es ist ganz natürlich, dass man Zweifel hat, etwas zu verfolgen, vor allem, wenn es potenziell schwierig ist, Man Konkurrenz hat und wenn man nicht sicher ist, ob man das Zeug dazu hat, wirklich erfolgreich zu sein.

Wir sabotieren uns oft mit unseren eigenen Gedanken und Gefühlen, weil wir nicht gelernt haben richtig mit ihnen umzugehen.

In meinem Kurs „Innere Ruhe und Gelassenheit lernen“ der bald startet erkläre ich, warum wir unseren Gedanken, Sorgen und Ängsten leider oft fälschlicherweise Glauben schenken und sie für die Wahrheit halten.

Und die Storys die sie uns erzählen. Und was sie eigentlich sind und wie man verhindert, dass sie unsere Vorhaben schnell sabotieren.

Denke daran, dass die Reise der Sinn des Lebens ist, nicht das Ergebnis bzw. der Erfolg (was immer Erfolg auch bedeuten mag). Wenn du in einigen Jahrzehnten zurückblickst, wirst du dir dann wünschen, du wärest bei etwas, was dir so viel bedeutet hat, ein Risiko eingegangen?

 

Wie Jim Carrey sagte: „Man kann bei dem scheitern, was man nicht will, also kannst du genauso gut das Risiko eingehen, das zu tun, was du liebst. Der Trick besteht darin, herauszufinden, was man liebt.

 

Folge dazu deiner Neugierde.

 

Wenn du dir dabei aber gerade vorkommst als seiest du Autobahn fahren gewohnt und als stündest du jetzt auf einer riesigen Ebenen die sich in alle Richtungen erstreckt und keine Leitplanke in sicht an der du dich orientieren kannst, dann trage dich unverbindlich auf die Warteliste zum Kurs ein.

 

Warte nicht auf die EINE Leidenschaft. Die eine Berufung.

 

Weil du vielleicht erst dann merkst, dass etwas die Leidenschaft deines Lebens war, wenn du dein Leben damit verbracht hast, ihr nachzugehen. Ein guter Hinweis ist nicht ob dein Leben glücklich und einfach ist, sondern ob es ERFÜLLEND ist.

Viele erwarten Ersteres. Es geht aber um den zweiten Punkt. Und der zieht Glück nach sich. Man kann kaum erfüllt leben ohne glücklich zu sein.

berufung wie finden

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Jean

Über Jean

Ich bin Jeanette – Business Coach & Aufbruch Komplizin. Ich helfe Frauen wie dir, deinen Traumberuf zu finden und dein besonderes Talent in die Welt zu bringen, das so nur du hast. Kurz: das Leben zu bekommen, das du verdienst. Mit Klarheit, Mut & einem Action Plan.   DEIN LEBEN. DEINE REGELN!

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