Wie bekomme ich vom Leben was ich will? Ein Yeti namens „man“.

Von 3. Dezember 2019 25. Dezember 2019 Allgemein, Mindset & Innere Haltung, Mut & Selbstvertrauen
Wie-bekomme-ich-im-Leben-was-ich-will

Wer will im Leben nicht bekommen, was er oder sie will?

Ich persönlich würde gerne mal den Yeti sehen.

Ich liebe Geheimnisse. Wie eben das vom Yeti – ein riesiger Affenmensch der angeblich in den höchsten Schneegebieten des Himalaya-Gebirges lebt.

Die ursprünglichen Bewohner des Himalaya, die Sherpa, halten den Yeti für ein Dämonenwesen. Sie denken, dass er sich nur Menschen zeigt, die an Geister glauben.

Alle reden über ihn aber niemand hat ihn je gesehen.

Und genau so ein Geist ist ‚man‘.

 

Alle reden über ‚man‘ aber keiner hat ihn oder sie je zu Gesicht bekommen.

 

Ist es ein Mann, dem man ein „n“ geklaut hat.

Mann weiß es nicht.

„Man“ begegnet mir in Coaching Sitzungen trotzdem oft.

 

Meine Klienten kommen zu mir damit sie endlich vom Leben bekommen, was sie wollen.

Und dann sagen sie solche Sachen wie:

Da weiß ‚man‘ dann nicht was man tun soll. ‚Man‘ würde das natürlich gerne ändern, aber…
„Da müsste ‚man‘ mal was machen … man solle… natürlich weiß man, dass …“

 

Oftmals verwenden wir das Wort „man“ statt „ich“, wenn wir über eigene Erfahrungen sprechen.

 

Psychologen (wahrscheinlich mal wieder amerikanische) haben untersucht, wieso wir das tun.

„Man müsste hier mal sauber machen.“ Das ist der Satz, der Frauen in einer Beziehung in Rage bringt.

„Das müsste man ändern“, der Satz, der einem als Business Coach in Unternehmen sagt, dass sich garantiert nichts ändern wird.

„Das macht man eben so“, damit schmettert man alles was anders oder neu ist ab.

In manchen Situationen bevorzugen wir unpersönliche Wörter wie man statt ich. Zwei davon konnten die Wissenschaftler in einer Studie identifizieren:

  • um zu verallgemeinern
  • um uns von negativen Erlebnissen zu distanzieren

 

Verallgemeinerungen verwenden die Zombies gerne, über die ich in einem meiner letzten Artikel geschrieben habe.
( Ja, ich hab´s gerade mit misteriösen Wesen – muss an der Jahreszeit liegen).

 

„Das kann man nicht machen. Man wird dich nicht lassen. Man muss es tun. Man möchte es, aber…..“

AUF TWITTER TEILEN

So bekommst du was du vom Leben haben willst. @jeanbouffier

JETZT TEILEN

 

Wie willst du vom Leben bekommen, was du willst, wenn du nicht die Verantwortung dafür übernimmst?

 

Wir nehmen das unpersönliche Du in der Kommunikation, wenn wir über negative Dinge sprechen, die sehr persönlich sind um emotionale Distanz dazu zu schaffen.

Wir versuchen damit einem negativen persönlichen Erlebnis eine Bedeutung zu geben – dass wir etwas gelernt haben. Und uns zu sagen, dass die auch etwas Gutes hat, nach dem Motto „Das ist eine schlimme Sache, aber das ist generell nun mal so.“

Worte sind wichtig. Die Worte, die wir verwenden, beeinflussen unsere Denkweise, verändern sogar unser Gehirn und spiegeln definitiv unsere inneren Einstellungen und Überzeugungen wider.

 

Alles was in unserem Leben passiert, alles was wir uns vom Leben „bestellen“ war vorher ein Gedanke, ein Wort.

 

Das Wort „man“ benutzen wir in der privaten oder beruflichen Kommunikation oft um Verantwortung abzulehnen.

Verantwortungsvoll zu kommunizieren, bedeutet mit Worten und Sätzen, die Verantwortung für unsere Handlungen, Gedanken und Erfahrungen übernehmen.

Es bedeutet, eine Sprache zu verwenden, die es den Menschen ermöglicht, „zu sagen, was sie meinen und was sie sagen.

Es reicht nicht die „richtigen Worte“ zu verwenden, also sich auf die Semantik zu fixieren, ohne die Gründe für den Gebrauch des Wortes zu verstehen.

Trotzdem macht es schon einen gewaltigen Unterschied deinen Worten Aufmerksamkeit zu schenken, damit sie Auswirkung auf Denken und Handeln haben.

 

Und damit auf das, was wir im Leben erreichen.

 

Auch wenn diese Wirkung durch ein Verständnis der Bedeutung hinter den Worten natürlich verstärkt wird.

Jedes Mal, wenn du die Ich-Sprache anwendest, drückst du dich selbst aus und entwickelst deine Persönlichkeit.

 

In unserem Sprachgebrauch können wir die Verantwortung für unser Leben leugnen oder übernehmen.

 

Und eine Position der Ohnmacht oder Selbststeuerung von Moment zu Moment verstärken….

Die Sprache der Verantwortung konzentriert sich darauf, die Verantwortung für deine Gefühle und Handlungen zu übernehmen, direkt zu sprechen und eine aktive, persönliche Sprache zu verwenden.

 

Tipps für bessere Kommunikation – privat oder beruflich.

 

Verwende “ Ich-Aussagen „.

Die Idee der „Ich-Aussagen“ besteht aus zwei Teilen: dem Verwenden von Gefühlsaussagen und dem Sprechen für sich selbst.

Gefühlsaussagen sind die „Ich fühle mich…“ Aussagen.

M. Rosenberg – Autor des tollen Buches: Gewaltfreie Kommunikation spricht viel darüber, Verantwortung für seine Gefühle und Handlungen zu übernehmen.

Die Absicht hinter Gefühlsaussagen ist es, deine Emotion darzulegen und Verantwortung dafür zu übernehmen – und zu sagen: „Ich fühle mich wütend“ statt „Du machst mich wütend“, oder „Ich fühle mich traurig“ statt „Das ist traurig“.

Konzentriere dich auf deine direkte Erfahrung – die Emotion oder Empfindung – und sprich nicht über deine Interpretation eines Ereignisses.

Für sich selbst zu sprechen bedeutet, direkt zu sein und aus eigener Erfahrung zu sprechen („Ich denke, Kunst ist wichtig“), anstatt indirekter zu sein, für andere zu sprechen oder eine mehrdeutige Gruppenentität zu benutzen, um deinen Standpunkt zu unterstützen („Wir denken, dass Kunst wichtig ist“ oder „Viele Leute denken, dass Kunst wichtig ist“).

 

„Man“ kann der Wald sein, in dem sich der Baum versteckt.

wie ich mein leben verändern kann

Da findet das Leben das du haben willst dich aber nicht.

 

Ändere „Ich kann nicht“ in „Ich werde nicht“.

Bei „Ich kann nicht“ bist du Opfer. Bei „Ich will nicht“ Herr deines Lebens.

 

Versuche mal, in den folgenden Sätzen „kann nicht“ durch „will nicht“ zu ersetzen.

– Ich kann nicht so direkt sein, das wird ihn wütend machen.

– Ich kann nicht nein zu ihr sagen, es sei denn, ich habe eine gute Ausrede.

– Ich kann nicht zur Veranstaltung gehen, es sei denn, mein Partner sagt, dass es okay ist.

 

Warum erwartest du vom Leben zu bekommen was du willst, wenn du keine Verantwortung für das übernimmst WAS du STATTDESSEN willst?

 

Es gibt viele ähnliche Phrasen nach dem gleichen Prinzip:

 

– „Müssen“ vs. „Entscheiden“.

– „Nicht erlaubt“ vs. „Ich will nicht mit den Konsequenzen umgehen“.

– „Sie werden mich nicht lassen“ vs. „Ich priorisiere ihre Wünsche über meine“.

 

Ersetze „Aber“ durch „Und“ – oder verwende es überhaupt nicht.

 

„Ich verstehe, was du meinst, wenn du sagst, dass es Weiß und Gold ist, aber das Kleid ist eigentlich schwarz und blau.

Wenn du „aber“ verwendest ist das in dem Fall abweisend.

Entweder ersetzt du das „aber“ durch ein „und“. Oder du hast richtig Rückgrat und stehst zu deiner Meinung. „Ich denke, du liegst falsch; es ist Schwarz und Blau“, anstatt zu versuchen, die Meinungsverschiedenheit zu verschleiern.

 

Ist „Es“ ein Ersatz für „Du“ oder „Ich“?

 

Es kann eine Ausweichtaktik sein.

Zum Beispiel: „Es tut weh.“ Klingt oder fühlt es sich anders an, wenn du stattdessen „Ich habe Schmerzen“ sagst?

– „Es fühlt sich seltsam an“ im Vergleich zu „Ich fühle mich seltsam“.

– „Es sieht nicht nach einer guten Idee aus“ im Gegensatz zu „Ich glaube nicht, dass das eine gute Idee ist.“

– „Es ist interessant“ versus „Ich fand das interessant.“

 

Eliminiere „Sollte“.

„Ich sollte das wirklich tun.“ „Ich sollte das nicht essen.“

„Sollte“ zu verwenden bedeutet die Realität zu vermeiden, anstatt sie zu akzeptieren.

„Sollte“ ändert nichts und motiviert nicht einmal zu Veränderungen.

Was passiert, wenn ich das Wort vermeide und stattdessen die Realität akzeptiere und meine Entscheidungen mit Akzeptanz und Neugierde untersuche?

 

Ich vermute du wirst eher vom Leben das bekommen was du willst, als vorher.

 

Erwarte nicht, dass jemand deine Gedanken liest.

Eine weitere Taktik zur Vermeidung von Verantwortung ist die Abgabe indirekter Erklärungen oder schräger Forderungen.

 

– „Ich habe bemerkt, dass sich das Geschirr stapelt“ statt „Bitte spüle es ab.“

– „Du bist zu spät“, gesprochen in einem mürrischen Tonfall, statt „Ich bin enttäuscht wenn du zu spät kommst, weil ich wenig Zeit habe und mit dir das Projekt besprechen will.“

 

Je klarer wir darüber sind, was wir wollen, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir es im Leben bekommen.

 

 

Wie du dein Leben änderst und bekommst was du willst.

 

 

1. Finde heraus was dich steuert, also alte Muster, Glaubenssätze und Identitäten, damit du bewusste Entscheidungen für dein Leben treffen kannst. Dazu kannst du dir meine Videos ansehen:

Warum passiert mir immer wieder das Gleiche (Video).

Veränderung – warum sie dir so schwer fällt und wie du sie schaffen kannst (VIDEO)

 

2. Übernimm Verantwortung für deine Gefühle, Gedanken und Wünsche. Mit Sprache bringst du Gedanken zum Ausdruck (auch wenn sie nur in deinem Kopf bleibt) und manifestierst Dinge im Außen.

 

3. Finde heraus welcher Mensch du sein willst. Deine Werte sind dafür der Kompass.

4. Finde deine Werte heraus und richte dein Leben nach ihnen aus.

Es geht darum Verantwortung für deine Entscheidungen, Gefühle und Handlungen zu übernehmen und diese nicht an externe Umstände oder Personen weiterzugeben. Die Herausforderung besteht natürlich darin, herauszufinden, was du wirklich willst.

Das Nachdenken über die Sprache, die wir benutzen, ist eine starke Selbstbeobachtung an sich.

 

Das kann sehr verletzlich machen. Du versteckst dich nicht, wenn du direkt sprichst:

Du drückst Bedürfnisse, Wünsche, Gefühle und Überzeugungen aus. Du lässt zu, dass du von anderen gesehen wirst, anstatt dich anzupassen. Du setzt dich damit vielleicht der Ablehnung oder Kritik aus – nicht deine Fassade, die emotional sicherer ist, sondern dein authentisches Selbst.

Was viel beängstigender und riskanter ist.

Die Verwendung der Sprache der Verantwortung bedeutet, verwundbar zu sein.

Gleichzeitig bekommst du damit aber die Möglichkeit so angenommen zu werden wie du bist und nicht, wie du vorgibst zu sein.

 

Das ist Mut. Vom Leben zu fordern, was du haben willst, weil du die Verantwortung dafür übernimmst es auch zu bekommen.

Ein-Yeti-verhindert-dass-du-im-Leben-bekommst-was-du-willst

Forscher glauben übrigens – nach dem sie Genproben von angeblichen Yeti Funden genommen haben – dass es ein Bär ist.

Ein Bär.

Der Yeti.

Ich bitte dich…

 

Inspiration für dich – das lese, höre oder schaue ich zum Thema

 

Die Humor-Strategie – Auf verblüffende Art Konflikte lösen.

 

Das könnte dich auch interessieren.

 

Spürst du den Wunsch dein Leben zu verändern?

Ziele erreichen – Dämliche und gute Gründe für Ziele

Wie finde ich meine Berufung? Falsche Frage!

 


Dir hat der Artikel: Wie bekomme ich vom Leben was ich will? gefallen?

Dann freue ich mich wenn du ihn mit Freunden teilst, denen er auch helfen könnte.

Trage dich in meinen Newsletter ein, damit du kein Angebot verpasst!

Dann tragen ein Mal pro Woche kleine, speziell ausgebildete Minions, tolle Angebote und Artikel zu dir ins Postfach.

Vor allem zum Thema, wie du mutigere Entscheidungen triffst. Und vor allem die richtigen!
Du kannst dich da mit einem Klick wieder austragen. Das ist aber dann viel Arbeit für die Minions alles wieder zurück zu schleppen, wenn du also ein Herz hast, tue es nicht. Die Minions und ich freuen uns!

Ich hasse Spam genauso wie du, daher habe ich Daten schon immer gut geschützt. Durch die neue DSGVO ist das noch verschärft worden.

In der Datenschutzerklärung siehst du, wo und wie Daten erhoben werden. Ich verzichte freiwillig darauf Daten zu erheben, die nicht absolut notwendig sind, um dir meine Inhalte zukommen zu lassen. Wenn du noch Fragen dazu hast, schreibe mir gerne.

Kurs Foto: Frau auf Schaukel: Unsplash – Artem-Bali
Jean

Über Jean

Ich bin Jeanette – Business Coach & Aufbruch Komplizin. Ich helfe Frauen wie dir, deinen Traumberuf zu finden und dein besonderes Talent in die Welt zu bringen, das so nur du hast. Kurz: das Leben zu bekommen, das du verdienst. Mit Klarheit, Mut & einem Action Plan.   DEIN LEBEN. DEINE REGELN!

2 Kommentare

Kommentieren

Pin It on Pinterest