7 Gründe, warum Berufsberatung oft nichts bringt

Berufs-Coaching

…und was du statt Berufsberatung machen kannst.

 

„Das ist so toll, dass deine Generation durch das Internet so eine riesige Auswahl habt, was ihr beruflich alles machen könnt.

So kann man viel leichter den Traumberuf finden als zu meiner Zeit.“

Die Studentin, die neben mir im Auto saß, schaute mich an als hätte ich 2019 einen Walkman* ausgepackt und eine Kassette eingelegt.

(Ich nehme auf langen Strecken gerne Mitfahrer mit um die Umwelt zu schonen, zur Unterhaltung und um junge, ahnungslose Menschen zwangsweise zu inspirieren).

„Das ist total schrecklich“ sagte sie. „Bei so viel Auswahl und so vielen Möglichkeiten weiß man gar nicht wofür man sich entscheiden soll. Ich bin sogar zur Berufsberatung gegangen aber viel gebracht hat es nicht.

Und wenn man sich entschieden hat, denkt man sofort es war falsch und es gibt kein zurück. Den meisten die ich kenne, geht es so.“

Menschen mit Berufserfahrung, die ihren Traumjob suchen, geht es oft genauso.

Lies weiter wenn dir schon einmal diese Gedanken durch den Kopf gegangen sind:

  • warum bin ich in meinem Job unglücklich?
  • Welcher Beruf passt wirklich zu mir?
  • Was sind meine wirklichen Talente?
  • Sollte ich mal eine Berufsberatung machen?
  • Oder ein Berufungs Coaching?
Talent-entdecken-Traumberuf

Einige meiner Klienten die sich genau diese Fragen gestellt und eine Berufsberatung gemacht haben, waren hinterher nicht viel schlauer als vorher

Hast du auch einmal eine Berufsberatung gemacht und warst hinterher genauso unglücklich wie vorher, mit dem diffusen Gefühl, dass sich eigentlich nichts geändert hat.

Und du im neuen Job unglücklich warst.

Genau wie vorher?

 

Warum hilft dir die Berufsberatung oft wenig?

 

Dazu gehe ich erst mal auf die Gründe ein, weshalb du in einem Job gelandet bist der nicht zu dir passt.

 

„Jeanette malt sehr schön aber sie sollte sich etwas mehr auf ihre Arbeit konzentrieren“.

Das bekamen meine Eltern ziemlich oft von meiner Lehrerin zu hören und hatten wahrscheinlich Visionen davon, wie ich als Künstlerin mit zwei Flaschen Rotwein unter der Brücke ende.

Ich hatte also Talent zum Malen. Oder anders gesagt – ich war sehr kreativ.

Und studierte Kommunikationsdesign.

Weil ich das wollte.

Und weil ich ein eindeutiges Talent hatte.

Obwohl meine Eltern bis heute nicht verstanden haben, was ich da eigentlich studierte und was am Ende der Beruf war, in dem ich arbeitete.

Ich liebe es heute noch Marken zu entwickeln, mir die Probleme meiner Kunden anzuhören und mit ihnen passgenaue Lösungen zu designen.

Witziger Weise ähneln sich meine beiden Leidenschaften da sehr.

Ich inspiriere, gebe Impulse und find mit meinen Klienten Lösungen. Im Coaching wie in der Markenentwicklung.

Trotzdem war ich vor einigen Jahren unglücklich im Job. Das Arbeitsumfeld entsprach nicht meinen Werten und viele meiner Talente und Interessen konnte ich nicht einbringen.

Zudem arbeitete ich 70 Stunden in der Woche und hätte gar nicht gewusst, wo, wann und wie ich überhaupt anfangen soll den ersten Schritt da raus zu machen.

Und wie ich später herausfand, ging es Vielen so, die ich von früher kannten.

Manche hatten Zuflucht im Traum „Familie“ gesucht, in der Hoffnung wenigstens damit glücklicher zu werden.

Die meisten Schulkameraden damals hatten aber kein eindeutiges Talent. Was leider unter anderem daran liegt, dass in der Schule nur zwei von acht Intelligenzformen gefördert werden.

ZWEI von ACHT.

Der Rest fällt also mit seinen Talenten eher hinten runter.

Dazu kommt dass  einem in der Schule vor klar gemacht wird, was man NICHT kann. Und dass man das ausmerzen muss.

Das Thema ist endlos.

 

Berufsberatung-Wiesbaden

Berufsberatung in Wiesbaden anno dazumal

 

Falls du etwa in meinem Alter bist, kannst du dich noch an die orangenen Heftchen auf dem Arbeitsamt erinnern?

Wo die Sachbearbeiterin mal eben 5 rausgriff wenn man etwas „Kreatives“ machen wollte.

Ich weiß nicht mehr genau welche Berufe das waren, nur dass mir die Nackenhaare zu Berge standen. So sah Berufsberatung damals eben aus.

Mir half das nicht weiter. Und anderen wohl auch nicht. Denn die, mit dem undefinierten Talent landeten bei BWL oder VWL.

„Weil man damit „viel anfangen kann“.

Andere waren gut in Mathe und endeten kreuzunglücklich einer erfolgreichen Karriere als Controller.

Oder in der Bank. Weil die Mutter da war und ihn/sie da unterbringen konnte.

Wieder andere fingen im elterlichen Unternehmen an, weil die Eltern das erwarteten.

Und wer will schon das böse Kind sein, das die Erwartungen der Eltern enttäuscht?

Tauchlehrerin werden? Künstlerin? Das kann man doch nur als Hobby machen, hörte ich immer.

BWL  e. t. c.  war halt „was Sicheres“. Denn das war für Viele, die noch den Krieg oder die Auswirkungen erlebt haben, das Wichtigste. Sicherheit geht in Deutschland meist vor Erfüllung. Haben vor Sinn.

Und dann hat man plötzlich Verpflichtungen, Familie und eine Hypothek und hat das Gefühl in einem Käfig zu sitzen oder in einem Hamsterrad zu sitzen aus dem es kein Entkommen gibt.

Das ist auch legitim und manchmal sind die Möglichkeiten dann begrenzt, was man mit all dem Verpflichtungen ändern kann, wenn man nicht gewillt ist kleinere Brötchen zu backen oder es nicht kann.

Aber ich kann dir sagen, dass wir immer einen Preis zahlen, egal, wofür wir uns entscheiden. Und auch der Gewinn völlig unterschiedlich ist. Es kommt da vor allem auf deine Werte an.

Was dir wirklich wichtig ist im Leben.

Auf meiner kostenlosen Tools & Tipps Plattform findest du z. B. auch eine Werte Übung.

Bei der Berufswahl werden Entscheidungen sehr rational und wenig emotional getroffen.

 

Wir sind eine Gesellschaft, die analytisches Denken bejubelt und Kreativität und Emotion unter den Tisch fallen lässt.

Nach der Ausbildung arbeitest du auf dem erlernten Beruf, entwickelst dich weiter, ergänzt die Ausbildung durch Weiterbildungen, vielleicht sogar einen Master.

Du kletterst die Karriereleiter hoch, es bringt dir mehr Ansehen, mehr Geld und bis zu einem gewissen Grad auch Zufriedenheit.

Aber das Mehr gibt irgendwann keinen Sinn mehr. Irgendwie merkst du, dass da noch etwas anderes in dir steckt, dass du zwar top ausgebildet bist und «eigentlich» doch alles gut sein müsste, doch da ist eben dieses leise nervige Gefühl, dass  etwas nicht stimmt, dass es doch noch etwas anderes geben muss.

Zudem ist in Deutschland der Glaube, dass man sich für Eines entscheidet und dabei bleibt noch tief verankert. Im Rest der Welt ist das meist ganz anders.

Wie lange musste ich mir anhören „Dass ich mich doch für eins entschieden muss“. Nur dann könne man Erfolg haben.

Irgendwann merkte ich, dass ich mich aber gar nicht für eines entscheiden will.

Dass ich gerne als Coach arbeite UND als Designerin. Natürlich fühle ich mich manchmal als Jongleur.

Und für Viele ist das, was für mich passt, auch nicht das Richtige.

Ich will damit nur sagen, dass wir oft so tief im Sulz und in einer Wahrnehmungsblase stecken, dass wir andere Möglichkeiten gar nicht mehr sehen.

 

Warum du im falschen Beruf gelandet bist.

 

Wir leben Leitbildern nach, die gar nicht unsere sind.

Dazu habe ich vor einer Weile einen Artikel geschrieben.

Wie du mit Mitte 20 die Weichen stellst, um mit 40 nicht frustriert zu sein.

Wenn wir noch jung und mit wenig eigenen Erfahrungen sind, lassen wir uns extrem von außen beeinflussen, vor allem vom Umfeld.

Die neue Generation wird zudem noch mit massenhaft Botschaften aus dem Social Media zugeballert.

Wie soll man da filtern was wirklich das Eigene ist. Was den eigenen Kern ausmacht?

 

Und aus diesen Gründen hilft dir Berufsberatung oft nicht.

 

Sie setzt viel zu oft genau darauf wieder auf.

Aus kreativen Wildblumen werden spätestens in der Schule „Tulpenbeete gemacht.“

Dazu gibt es einen schönen Vortrag von Gunter Dueck:

Der schöpferische Imperativ.

Und die Scheuklappen sind schwer wieder abzulegen.

 

1. Berufsberatung setzt an deinen Kompetenzen an statt an deinen Talenten

 

Berufsberatung und Karriereberatung setzt auf deinem Wissen auf, das du gemacht hast, NACHDEM du von der Spur abgedriftet bist.

Und das hat oft recht wenig mit dem zu tun, was dir liegt und wirklich wichtig ist.

Dein echtes Potenzial kennst du gar nicht.

 

Kompetenz und Wissen hast du durch machen, lernen und tun erworben.

Talente sind die Gaben, die bereits in dir angelegt sind und die du einfach tust

Darum werden sie manchmal auch nicht als solche erkannt.

Und da ist ein Blick in die Kindheit wichtig.

Zurück zu dem, was du warst, bevor man dich in „ Spur“ gepresst hat.

 

2. Berufsberater analysieren aber lassen dich nicht kreativ werden

 

Sie gehen deinen beruflichen Werdegang durch, machen einige Tests, die mit dir besprochen werden und machen aufgrund ihrer Analyse eine Empfehlung, in welcher Richtung du dich weiterentwickeln könntest.

Was sie nicht tun ist, mit dir deine Werte, dein „Warum“ zu erarbeiten, mit dir deine Ressourcen zu finden, mit denen du nicht eine Geschichte weiter – sondern umschreibst.

 

3. Sie versuchen deine vielseitigen Interessen zu begrenzen statt sie zu integrieren

Mir ging es genauso.

Wenn du jemand bist, der viele Talente hat, leidest du schon genug darunter, weil du am liebsten alles umsetzen würdest, ständig neue Ideen hast und glaubst du seist verrückt, weil andere doch auch Fokus hinbekommen.

Genau wie ich hast du dann oft gehört, dass du dich doch für Eins entscheiden und dich endlich fokussieren musst.

Mag sein, dass es dann schneller geht aber so bist du nun mal nicht gestrickt. Und statt zu glauben du seist da irgendwie fehlerhaft, kannst du dich eher freuen, denn diese Flexibilität ist in Zukunft sehr gefragt.

In der Berufsberatung wird dir oft geraten, dich zu fokussieren und deine Vielseitigkeit in einem begrenzten Ausmaß in deinem Job auszuleben. Und am Besten auch nur in EINEM.

 

4. Berufsberatung lässt deinen Persönlichkeitstypen außer Acht.

 

Was ziemlich fatal ist, weil die Typen völlig unterschiedlich motiviert sind. Dazu kannst du hier weiter lesen,

 

5. Deine Ängste und Zweifel werden bei einer Berufsberatung nicht thematisiert.

Dabei sind sie der Hauptgrund, weswegen du in dem steckst, was dir nicht gefällt. B. z. w. da nicht rauskommst.

Wir geben uns selbst die Erlaubnis nicht etwas zu verändern.

Da kommen die erstaunlichsten Glaubenssätze hoch, die man als Kind mitgenommen hat, die man selbst aber gar nicht merkt.

Die sind wie die unsichtbaren Stäbe eines Käfigs, gegen den wir immer wieder anrennen.

Daher landest du auch im nächsten Job meist in der gleichen Unzufriedenheit.

Wie oft ich schon den Satz gehört habe „ich bin zu alt um noch mal etwas Neues anzufangen“, weiß ich nicht. Was völliger Unsinn ist.

Ich bin also kein Freund von Berufsberatung weil die nur an der Oberfläche kratzt.

Von  Berufungs Coaching halte ich allerdings auch nicht viel.

 

„Finde deine Berufung“ – langsam kann ich es nicht mehr hören.

 

Das ist genau das andere Extrem.

Du sollt wieder das EINE glücklich machende Ding finden, damit dir dann ewig die Sonne aus dem Hintern scheint.

Das fühlte sich für mich immer an als sei ich Jesus auf dem Weg zur Kreuzigung.

Das kann einem direkt Angst machen.

Wenige Menschen haben eine so ausgeprägte Berufung. Ich habe mal ein Interview mit dem Sänger Cris Cosmo gemacht.

Der wusste schon mit 13 Jahren unbeirrt, was er machen will. Weil er es GEIL fand. Hier ist das Interview mit ihm.

Für alle die nicht so viel Glück hatten, stelle ich gerade den Kurs–  persönlich betreuten und von meinen Klienten inspirierten– Kurs „Traumjob finden“ zusammen.
Was verdammt viel Arbeit ist. Bis er fertig ist, kannst du dich unverbindlich auf der Warteliste anmelden und so lange bis er startet, kostenlos mitnehmen was geht ;). Und das wird in den nächsten Wochen so Einiges sein.

Denn eines weiß ich aus der Arbeit mit meinen Klienten:

Deine größte Herausforderung wird nicht sein, Ideen (du hast welche – glaub mir) und deine Mischung zu finden, die dich besonders macht.

Sondern es werden deine unbewussten Glaubenssätze, deine Identität und Erwartungshaltung sein – zusammen mit deinen Ängste und Zweifel – die wie die Gitterstäbe eines unsichtbaren Käfigs wirken, die dich an der Umsetzung hindern werden wollen.

Das JA ABER… das sofort auftaucht, sobald du einen Schritt in deine neue Richtung machen willst. An dieser Transformation arbeiten wir gemeinsam ganz besonders.

Beruf-wechseln

Natürlich kannst du mit deiner Berufung die Menschheit und die Welt retten wollen.

 

Aber mal ehrlich. Die meisten wären schon glücklich, wenn sie einfach nur einen Beruf finden, der  Spaß macht.

Und da geht es darum, die Schnittmenge aus ihren Talenten, Erfahrungen Wissen, Persönlichkeit und ihrem Warum zu finden.

Und in der Schnittmenge ist VIEL mehr möglich als einer Berufung nachzugehen.

 

Dafür habe ich meine eigenen Methode entwickelt, die ich jetzt auch in einen – mit persönlichen 1:1 Coachings betreuten – Online Kurs packe.

Auf dem Wissen und den Erkenntnissen, die du dir in den Videos und Modulen aneignest können wir im Coaching aufsetzen und damit kommst du viel schneller voran als in reinen 1:1 Coachings. So viel kann dir persönlich gar keiner vermitteln.

Ich bin jemand der viel eigenen Erkenntnisse braucht und weniger gerne beraten wird. Woher soll mich der andere Mensch auch so gut kennen und eine Geschichte.

Das geht gar nicht. Aus dem was du selbst erkennst, das Wichtige herauszufiltern, Nachzubohren und zu Lösungen zu verarbeiten ist das wichtige.

Ich hasse es zudem wenn es schleichend voran geht, wenn ich in einer Krise stecke und schnelle Lösungen suche. Du auch? Dann ist das Konzept das Richtige für dich.

Du kannst dich hier unverbindlich für die Warteliste anmelden.

Berufsberatung-Jeanette-Bouffier

Und eine letzte Sache ist noch sehr wichtig

Wir sind selbst unser größter Saboteur. Als Kinder experimentieren wir unermüdlich, stecken jeden Rückschlag weg und machen einfach weiter bis wir stolz wie Oskar sind, wenn wir es endlich, endlich geschafft haben. Wir verlieren die Fähigkeit, weil wir den Kontakt zu uns selbst und den Glauben an uns verlieren. Neben einem konkreten Action Plan arbeiten wir im Kurs „Traumjob finden. Du kannst dich unverbindlich für die Warteliste anmelden.

Daher eine letzte Sache, wegen der Berufsberatung oft nichts bringt:

 

6. Sie stärken nicht deine Energie und dich als Person

 

Denn Veränderung kostet Energie und erfordert Durchhaltevermögen.

Das macht man nur, wenn man wirklich motiviert ist und von sich selbst und dem was man will, wirklich überzeugt ist. Das Gleiche in Grün, motiviert selten.

Teile den Artikel gerne im Social Media, wenn du jemanden kennst, dem er hilft.

Danke. 🙂

Jeanette

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Jean

About Jean

Ich bin Jeanette – Business Coach & Aufbruch Komplizin. Ich helfe Frauen wie dir, deinen Traumberuf zu finden und dein besonderes Talent in die Welt zu bringen, das so nur du hast. Kurz: das Leben zu bekommen, das du verdienst. Mit Klarheit, Mut & einem Action Plan.   DEIN LEBEN. DEINE REGELN!

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