Schlechte Arbeitsbedingungen? Was du sofort tun kannst. - Jeanette Bouffier

Schlechte Arbeitsbedingungen? Was du sofort tun kannst.

Serie Teil 3

Du bist unglücklich im neuen Job?

Ich kenne viele Leute, die den Job wechseln und im neuen Unternehmen schnell genauso unglücklich sind, wie vorher. Dann liegt es vielleicht nicht am destruktiven Umfeld, sondern daran, dass du wirklich im falschen Job bist.

Für alle diejenigen entwickle ich gerade einen persönlich betreuen Online Kurs. Du kannst dich gern unverbindlich auf die Warteliste setzen lassen.

KURS!!!!

In den zwei vorangehenden Artikeln habe ich erklärt, woran es liegt, dass du deinen Job vielleicht sogar sehr magst aber trotzdem frustriert im Beruf bist.

Wenn Letzteres der Fall ist, du aber momentan den Beruf nicht schon wieder wechseln kannst, gebe ich dir Tipps, wie du versuchen kannst die Situation zu verbessern.

Warum ist es  eigentlich so wichtig, dass Menschen glücklich in ihrem Job sind?

 

Wir verbringen die meiste Zeit unseres Lebens bei der Arbeit. Wenn du dabei unglücklich bist, wirkt sich das natürlich auf deine Gesundheit und dein Privatleben aus. Niemand zieht den Job am Abend wie einen Mantel aus und hängt ihn an die Garderobe.

Es ist also für dich wichtig. Aber auch für das Unternehmen, in dem du arbeitest. Und zwar aus folgenden Gründen:

 

Hier sind die zehn Hauptgründe, warum die Schaffung eines Arbeitsplatzes und einer Büroumgebung, in der Menschen sich wohlfühlen, für Unternehmen so wichtig ist:

  1. Glück hat einen multiplizierenden Effekt.

 

Glück ist ansteckend und kann sich, wenn es gefördert wird, in einem ganzen Unternehmen ausbreiten. Mitarbeiter, die Freude an ihrer Arbeit haben, sind hervorragende Vorbilder für ihre Kollegen und ermutigen sie, auch Freude an ihrer Arbeit zu haben.

 

  1. Zufriedene Mitarbeiter sind erfolgreiche Mitarbeiter

 

Mitarbeiter, die wirklich Spaß an ihrer Arbeit haben, sind produktiver, glücklicher und erfolgreicher. Dies steigert das Selbstvertrauen und inspiriert zu mehr Leistung und mehr Erfolg für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Man kann Menschen nicht motivieren. aber man kann ein Umfeld dafür schaffen, in dem sie sich selbst motivieren können.

 

  1. Zufriedene Mitarbeiter haben die richtige Einstellung.

 

Unglückliche Mitarbeiter haben eine negative Einstellung, die ihre Arbeit durchdringen und die Arbeitsleistung und Kreativität unterdrücken kann. Zufriedene Mitarbeiter hingegen haben eine positive Kann-ich-Einstellung, die sie zum Erfolg führt.

 

  1. Stressreduzierung steigert die Produktivität

 

Gestresste und unglückliche Mitarbeiter sind abgelenkte Mitarbeiter. Dies kann sich verheerend auf die Produktivität auswirken. Die Beseitigung von Stress und Sorgen kann zu einer sofortigen Produktivitätssteigerung führen.

 

  1. Ein positives Arbeitsumfeld fördert die Risikobereitschaft.

 

Im Geschäftsleben geht es nicht darum, auf Nummer sicher zu gehen. In Unternehmen geht es darum, angemesseneRisiken einzugehen. Zufriedene Mitarbeiter gehen eher kalkulierte Risiken ein, während unzufriedene Mitarbeiter eher auf Nummer sicher gehen.

 

  1. Zufriedene Mitarbeiter unterstützen sich gegenseitig

 

Positive, voll engagierte Mitarbeiter sind eher bereit, Kollegen zu unterstützen und Gruppenprojekte positiv zu unterstützen und zu ermutigen. Und zufriedene Mitarbeiter werden eher um Unterstützung bitten, wenn sie diese benötigen.

 

  1. Zufriedene Mitarbeiter haben keine Angst, Fehler zu machen.

 

Ein unterstützendes Arbeitsumfeld ermutigt das Team, aus seinen Fehlern zu lernen, anstatt sie zu fürchten. Fehler können ein mächtiges Lernwerkzeug sein, das zu unvorhersehbarem Erfolg führen kann. Arbeitnehmer, die Angst vor Fehlern haben, werden wichtige Lernangebote verpassen. Und neue Ideen produzieren sie schon gar nicht.

 

  1. Führungskräfte führen mit gutem Beispiel voran

 

Führungskräfte, die echte Freude an ihrer Arbeit haben – und ihre Mitarbeiter ermutigen, Spaß an ihrer Arbeit zu haben – wecken Vertrauen, Engagement und Loyalität. Führungskräfte, die mit gutem Beispiel vorangehen, sind eine entscheidende Komponente für den Erfolg eines jeden Unternehmens.

 

  1. Glück inspiriert Kreativität

 

Innovation ist der Lebenssaft jedes Unternehmens, und glückliche Mitarbeiter sind inspirierte, kreative Mitarbeiter, die die Lösungen bringen, die das Unternehmen braucht, um erfolgreich zu sein.

 

  1. Menschen arbeiten gerne mit glücklichen Menschen zusammen.

 

Freude an der Arbeit kann enorme Vorteile bringen, wenn man die Beziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgeber verbessert. Glückliche Mitarbeiter sind eher bereit, zum Wohle des Gemeinwohls zusammenzuarbeiten, eher die Loyalität des Unternehmens zu fördern und eher das starke Teambuilding zu fördern, das für den Erfolg des Unternehmens entscheidend ist.

 

Es ist nicht einfach, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das Spaß macht und glücklich macht. Aber es lohnt sich.

Ich weiß nicht in welcher Position du in deinem Unternehmen bist, daher gebe ich dir auch ein paar Tipps, was du tun kannst, wenn du nicht in einer Führungsposition bist.

Innere Haltung

 

Das wichtigste ist deine innere Haltung. Du kannst nicht immer entscheiden, in welcher Situation du bist aber du kannst entscheiden, wie du darauf reagierst. Ob du dich als Opfer der Umstände siehst und darin verharrst oder ob du aktiv nach Lösungen suchst. Ob du auf Dinge negativ schaust oder dich Fragst, was das Gute daran ist. Wir wachsen und lernen am meisten, wenn es uns nicht gut geht. Dann passieren die größten Entwicklungsschritte. Wo drängt dich das Leben vielleicht gerade hin, wo du aus Angst oder Unsicherheit nicht hin willst?

 

Die Energie, die du aussendest, bekommst du auch zurück.

Und Energie folgt der Aufmerksamkeit. Wenn die Stimmung in Abteilungen oder Unternehmen schlecht ist, tendieren Menschen zum Jammern, Gerüchte verbreiten, zu treten und Angst zu schüren. Und zum Klatschen. Wenn du mit machst, ziehst du die Stimmung nur weiter nach unten. Und dich gleich mit.

 

Stress machst du dir oft selbst

 

Die größte Erwartungshaltung hat oft nicht dein Chef sondern du an dich. Machst du dir selbst viel Druck? Aus Angst? Wovor genau? Aus den vorherigen Artikeln kennst du den Grund für schlechte Unternehmenskulturen. Es ist der Satz „Ich bin nicht gut genug“ aus dem alles destruktive Verhalten entsteht.Versuche dem bei dir auf die Spur zu kommen.

Frage dich:

Stimmt das wirklich – bist du nicht gut genug oder ist dein Anspruch so hoch?
Woran misst du deinen Erfolg?
Bist du perfektionistisch, damit du unangreifbar wirst?
Wer ist dein innerer Antreiber, der keine Ruhe gibt?
Machst du so viel um gemocht zu werden?
Bist du mit der Botschaft aufgewachsen: Nur wer etwas leistet ist etwas wert?

Lerne deine Bedürfnisse wahrzunehmen und Grenzen zu setzen.

 

Menschen gehen so weit, wie du sie gehen lässt.

Wenn du frustriert bist, weil du für deine Leistung nicht genug wertgeschätzt wirst, dann liegt das nicht an deiner mangelnden Leistung, sondern weil du – insbesondere als Frau – darauf hoffst, dass es schon einer merken wird. Die Realität sieht so aus: 10% ist Leistung, der Rest ist PR. Häng dich rein und erzähle auch darüber. Ohne dich aufzuplustern oder andere kleiner zu machen natürlich und nur über das, was wirklich du geleistet hast.

 

Komm deinen Glaubenssätzen und Mustern auf die Spur

 

Kennst du das Gefühl von früher? Nicht gut genug zu sein. Noch mehr, noch Besseres leisten zu müssen. Den inneren Antreibern alleine auf die Spur zu kommen ist schwer. Such dir die Hilfe eines Coaches, mit dem du deinen Blockaden auf die Spur kommen kannst.

 

Werde aktiv

Mach den ersten Schritt zur Veränderung. Besonders gefrustet oder unglücklich sind wir immer dann, wenn wir glauben kaum Einfluss auf unsere Situation zu haben. Ändere das. Ok, du hasst deinen Job. Aber ich garantiere dir, dass es dir sofort besser gehen wird, wenn du anfängst die ersten kleinen Schritte raus zu machen. Denn du holst dir damit die Kontrolle zurück. Du kannst dich zu meiner kostenlosen Ressourcen Plattform anmelden und mit den kostenfreien Übungen, Workbooks u. s. w. die ersten Schritte machen.

 

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HER DAMIT!

Jeder M­­ensch macht es so gut wie er kann

Auch wenn du einen echten „Deppen“ (oder sagen wir besser wenig reflektierten und in seiner Persönlichkeit entwickelten Menschen) vor dir hast, kannst du daran denken, dass das auch nur ein Mensch mit Bedürfnissen ist, der glücklich sein will.

Das soll nichts entschuldigen. Aber es hilft dir besser mit ihnen umzugehen.

Menschen die andere schlecht machen, tun es meist da, wo sie selbst am unsichersten sind.

Frag dich:

Was ist gerade das Bedürfnis des Anderen, dass der sich so komisch benimmt und frag ihn was du tun kannst, damit er/sie mit DIR besser arbeiten kann.

Gewaltfreie Kommunikation

Mit der kannst du dich beschäftigen, wenn du besser mit Kollegen umgehen willst. Es hilft oft Emotion herauszunehmen und sachlich und klar zu kommunizieren. Vorwürfe, Angriff und Bewertung machen beim Gegenüber die Schotten dicht.

Hier findest du Bücher dazu.

 

Lob, Wertschätzung und Anerkennung

Danach sehen wir uns alle und das tolle: sie kosten nichts. Mach öfter (ehrliche!) Komplimente oder lobe Andere. So konkret wie möglich.

 

Verabschiede dich von einer Illusion.

 

Du willst den perfekten Job finden? Der Traumberuf, der zu dir passt? Aber bitte 100%?

Den gibt es nicht.

Selbst wenn du deinen Traum lebst, wirst du eine Menge Dinge machen müssen, die du verabscheust.

Du nimmst sie aber in Kauf um das tun zu können, was du liebst.

Ich selbst habe mich nur aus Notwehr selbständig gemacht. Ich hatte das nie vor, weil es eine Menge Verantwortung und Arbeit mit sich bringt, die du als Arbeitnehmer nicht hast.

Der Markt für Fachkräfte ist gut. Du kannst relativ einfach wechseln.

Bist du dein eigener Chef, musst du hohe Leidensfähigkeit (ich meine Rückschläge wegstecken) und enormen Durchhaltewillen besitzen (Überraschung: ich sage das mal wieder aus eigener Erfahrung).

 

Wenn du in einer Führungsposition bist, kannst du noch viel mehr tun.

 

Als Führungskraft die Kultur im Unternehmen b. z. w im Team verbessern.

Die meisten Menschen kündigen wegen ihres Chefs. Die meisten Führungskräfte mit denen ich gesprochen habe, wollen gute Chefs sein. Und solange in den meisten Unternehmen die überkommenen Hirarchien noch bestehen und Teams sich nicht selbst managen, ist das paradoxe Thema präsent.

Gute Führung ist erst Mal gute Selbstführung

 

Ich habe mich selbst als Führungskraft früher nicht mit extrem viel Ruhm bekleckert. Aber nicht weil ich es nicht gut machen wollte, sondern weil ich nicht wirklich wusste wie es geht. Ich habe nachgemacht, was andere mir vorgelebt hatten.

Und das war keine gute Idee. Erst als ich mich selbst mit Persönlichkeitsentwicklung intensiv beschäftigte, änderte sich das. Perfekt wird man nie.

Ich erwische heute noch jede Menge Fettnäpfchen aber Menschen spüren ob die Haltung grundsätzlich stimmt und verzeihen dann auch Fehler.

Vor allem wenn man dazu steht. Und vor ALLEM wenn man Vorgesetzter ist und die Stärke und Größe hat einen zuzugeben.

Das Ego an der Tür abzugeben, ist nicht immer einfach.

 

Woran liegt das?

Zu einem Großteil an unserer Evolutionsgeschichte.

 

Unnötige Konflikte vermeiden.

 

Andrew P. von Wickens schreibt in seinem Buch „A History of the Brain: From Stone Age surgery to modern neuroscience“, sinngemäß:

Die Menschheit ist getrieben davon sich weiter zu entwickeln. Unser Hirn ist evolutionsbiologisch aber primär darauf ausgerichtet uns am Leben zu erhalten.

Das heißt alles, was außerhalb des Bekannten liegt, wird als potenziell lebensgefährlich eingestuft.

Ob die Stresssituation dabei in einem Meeting ausgelöst wird, weil man etwas etwas Kontroverses sagen will, oder durch einen angreifendes Mammut, ist dem Hirn dabei egal.

 

Unsere Welt wird immer komplexer und unüberschaubarer aber unser Gehirn hat sich seit der Steinzeit kaum weiterentwickelt.

Untersuchungen haben ergeben, dass Menschen, die z. B. einen Terroranschlag erlebt haben, weniger gestresst reagieren, als jene, die ihn in den Nachrichten sehen.

Unser Hirn verarbeitet das am besten, wozu es einen direkten Bezug herstellen kann. Was nicht greifbar ist, wird zu Horrorszenarien aufgeblasen, erklärt Dr. Maren Urner in ihrem interessanten Vortrag:

What neuroscience and journalism have to do with a better future.

 

Unser Gehirn sucht permanent nach Mustern und einfachen Erklärungen

 

Überleben erfordert schnelle Reaktion.

Das ist in zweierlei Hinsicht eine Herausforderung, der man begegnen muss.

Denn unser Gehirn gibt sich gerne mit der schnellsten Lösung zufrieden.

Kurzfristig denken ist für Unternehmen aber kostspielig und am Ende zerstörerisch.

Es ist zudem gefährlich für Vertrauen.

Denn unser Gehirn tendiert dazu Geschichten zu erfinden, um sich Situationen zu erklären und uns zu schützen, wenn uns verletzlich fühlen.

Es will wissen wo und wer der Feind ist. Für eine schnelle Antwort darauf, wird es sogar chemisch belohnt.

 

Das Gehirn denkt also nicht: „Ich bin nicht sicher, was in diesem Meeting passiert ist. Was war meine Rolle in dem Ganzen? Wofür bin ich eventuell verantwortlich?“

Das Gehirn fragt: „Wer ist der Feind?“

 

Daraus entstehen jede Menge unnötiger Konflikte.

„Die Kollegin hat komisch geschaut. Die fand bestimmt dumm, was ich gesagt habe.“ Dabei hat sie in Wahrheit nur Kopfschmerzen und Eheprobleme.

 

„Kau 10 Minuten im Unternehmen und Die/der will mir meinen Job erklären.“

Dabei kennt derjenige die Abläufe noch nicht genau, sieht Dinge, die du selbst nicht mehr siehst und wollte nur helfen, weil er/sie sich mitverantwortlich fühlt.

 

Hinterfrage deine Annahmen:

 

„Die Geschichte, die ich mir erzähle, ist diese …“

Und frage die Person am besten danach. Du kannst dich entscheiden ob du von jemandem das Schlechteste oder das Beste annehmen willst. (Mit Letzterem fahre ich persönlich besser…ich sag´s nur).

 

 

Konkrete Übungen um die Zusammenarbeit mit den Kollegen zu verbessern.

Was du noch tun kannst, wenn du nicht unter idealen Bedingungen arbeitest

Fange bei dir selbst an.

Veränderst du dich selbst, verändert sich dein Umfeld automatisch. Das was uns steuert, sind unbewusste Programme aus der Kindheit. Du kannst die besten Absichten haben aber diese werden dich immer wieder sabotieren.

Lerne dich und deine Persönlichkeit kennen und blockierende Muster.

Sie alleine herauszufinden, ist fast unmöglich. Suche dir Unterstützung.
Viele Führungskräfte bekommen Trainings wie sie mit den Mitarbeitern besser umgehen aber selten wie sie sich selbst reflektieren und mit sich besser umgehen können.

 

Wer wir sind, ist wie wir führen. Uns und Andere.

Oder anders gesagt: Selbstführung ist die Basis für gute Führung.

 

„People who cannot invent and reinvent themselves must be content with borrowed postures, secondhand ideas, fitting in instead of standing out.“

Warren Bennis – Wirtschaftswissenschaftler

 

Beobachte , wie sich dein Verhalten Menschen gegenüber ändert, wenn du diese beiden Haltungen verinnerlichst:

 

1) Jeder Mensch hat seine völlig eigene Erlebens-und Erfahrungswelt. Ich kann davon lernen.

2) Jeder Mensch handelt immer so gut, wie er / sie es gerade kann.

 

 

Die Werte Übung

 

Eine der wichtigsten Übungen, die du im Team machen kannst, ist die eigenen Werte herauszufinden.

Menschen versteht man erst, wenn man ihre Werte kennt. Jeder im Team sollte seine zwei wichtigsten Werte kennen. und sie den Kollegen erklären können.

 

Stelle auf dieser Basis die folgenden Fragen:

Durch welches Verhalten im Alltag lebe ich diese Werte?

FREEBIE-Werte-Scanner-Werbung-Blog

WERTE!!!!!!!!

 

Raum für Verletzlichkeit schaffen

 

Ein Anfang ist zu fragen:

  • Was brauchst du dafür um engagiert und gut deine Arbeit zu machen?
  • Was hält dich ab dich voll zu engagieren/Neues zu wagen?
  • Wie musst du dich dazu fühlen?
  • Wie sieht gelebte Unterstützung (von mir und den Kollegen) aus?

 

Stärken und Fähigkeiten im Team entdecken

 

Helft euch gegenseitig herauszufinden, welchen Wert ihr  in das Team einbringen. Identifiziert, was ihr besonders gut könnt, die Stärken und Fähigkeiten. Beschränkt euch dabei nicht auf sachliche Fähigkeiten, sondern bezieht die zwischenmenschlichen unbedingt mit ein.

Wertschätzt, dass jeder Mensch eine völlig unterschiedliche Wahrnehmungswelt und damit Wahrheit hat, wie er die Dinge sieht. Das trägt zur Vielfalt bei.

 

Lernen statt Wissen

 

Stelle neugierige Fragen, wie z. B:

 

Ich bin neugierig, erkläre mir …

Das ist nicht meine Erfahrung. Was ist deine …?

Hilf mir zu verstehen warum du … denkst …fühlst.

Welches Problem versuchen wir zu lösen?

Wie sieht Unterstützung von mir konkret aus …?

Wir sind beide extrem engagiert. Erkläre mir deine Leidenschaft an der Sache…

 

Setze dich mit deinen Gefühlen auseinander

 

All das destruktive Verhalten, das Menschen zeigen, entsteht daraus, dass sie unangenehmen Gefühlen ausweichen wollen.

Unangenehmen Gefühlen und Gedanken auszuweichen, sie zu betäuben, sich abzulenken oder sie „weg machen“ zu wollen, z. B.  durch positives Denken, funktioniert nicht. Erkenne an, dass sie da sind.

Gib ihnen Raum, beobachte, wo im Körper du diese fühlst.

Und handele erst dann.

 

Du glaubst immer noch, dass Prozesse und Strategien relevanter sind als Gefühle?

 

Wer führt diese aus? Es sind Menschen. In der Werbung werden Milliarden damit verdient, dass Menschen immer zuerst aus der Emotion heraus entscheiden. Nicht mit dem Verstand. Der liefert nur die Rechtfertigung. Oder warum glaubst du, dass eine bekannte Automarke als Sound Signatur einen Herzschlag unter das visuelle Logo legt?

 

Übung Vertrauen

 

Mache dazu gerne eine letzte Übung mit deinem Team (wenn ihr euch das traut). Setzt euch paarweise gegenüber und schauen euch zwei Minuten lang in die Augen. Mimik ist erlaubt aber Sprechen ist tabu. Beobachte, was passiert.

 

Falls du dann noch immer nicht überzeugt bist, stammst du vermutlich aus der Zukunft und bist ein Terminator.  😉

 

 

 

Buchempfehlungen

 

Ein Buch, das ich dir sehr ans Herz legen kann ist „Dare to Lead“ von Brene Brown. Es ist eines der besten Führungsratgeber, die ich je gelesen habe, denn sie kam in ihren Forschungen zu Themen wie Scham und Verletzlichkeit, den tief liegenden Ursachen für schlechte Unternehmenskulturen auf die Spur. Sie hat mit hochrangigen Führungskräften aus der Wirtschaft und dem Militär gearbeitet.

 

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Unzufrieden-im-job

Damit du verstehst, warum ich mich so intensiv mit dem Thema beschäftige, erzähle ich dir noch ein wenig, wieso ich damals unglücklich in meinem Job war. Das ist 16 Jahre her.

In der Werbeagentur in der ich damals arbeitete, war war ich schon einmal nah dran gewesen zu rebellieren, als meine Nerven nach fünf Monaten rund um die Uhr schuften – selbstverständlich ohne Zeitausgleich – blank lagen.

Manchmal ist es ein belangloser Grund, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Ich wollte zum Friseur, da die Hochzeit einer Freundin bevorstand und hatte meinem Chef einen arbeitgeberfreundlichen Termin um 19 Uhr abgerungen.

Da Privatleben in der Werbebranche als grober Unfug angesehen wurde und wird, verlegte er ein Meeting von 18 Uhr auf 20 Uhr.

Um es dann zwischendurch noch zweimal zu verschieben. Was mich so wütend machte, dass mir egal war, was es für Konsequenzen haben würde, als ich äußerlich so ruhig wie möglich zu ihm sagte:

„Pass mal auf! Ich habe hier seit fünf Monaten – inklusive Wochenenden – durchgeackert. Ich weiß, du bist mein Chef, neu hier und du konntest das nicht wissen. Aber ich werde jetzt einen halben Tag frei nehmen ab 19.00 Uhr und zum Friseur gehen.“

Da Wertschätzung und Empathie nicht seine Kernkompetenzen waren, erboste er sich: „Das habe ich ja noch nie erlebt. Das ist Arbeitsverweigerung.

Da können wir ja gleich nach Stechkarte arbeiten oder was?“

„Das fände ich super. Dann hätte ich mal Aussicht auf ein Privatleben oder einfach nur etwas Schlaf“, gab ich zynisch zurück.

Dazu fiel ihm nur ein mir damit zu drohen, zu unserem CEO zu gehen, um sich über meine laxe Arbeitsmoral zu beschweren.

Willst du auch kündigen aber schaffst es nicht?

 

Mittlerweile auf Hundertachtzig wegen der ungerechten Behandlung, empfahl ich ihm das am besten gleich zu tun oder noch besser, mich doch einfach zu feuern. Den Satz “Dann bin ich endlich raus aus dem Affenpuff” schluckte ich mit übermenschlicher Anstrengung gerade noch herunter.

Dauerstress verändert bekanntlich die Persönlichkeit. Ich jedenfalls kannte mich so aggressiv nicht. Irgendwas lief hier gewaltig schief.

Mit dem entsetzten Blick meines Text Partners im Rücken aber tiefer Befriedigung im Herzen, schnappte ich meine Tasche und rauschte zur Agentur hinaus.

Und lief dabei über den im Boden–  unter Glas – eingelassenen Stein, auf dem eingemeißelt stand: „Von Mensch, zu Mensch“.

Derjenige, der den in Auftrag gab, hatte wohl nicht darüber nachgedacht, dass man jeden Tag darüber trampeln würde. Er hatte damit aber definitiv Weitsicht bewiesen.

Kein Wunder, dass wir das Ding „Grabstein“ nannten. (hast du auch so etwas Ähnliches im Büro?)

 

Bekommst du auch keine Wertschätzung für deine Arbeit?

 

In Erwartung eines Eklats am kommenden Tag, tippte ich mit frisch geschnittenen und geföhnten Haaren noch am Abend meine Kündigung.

Die ich griffbereit vor mir liegen hatte, als Mr. Wichtig am nächsten Morgen vor unserem Hasenstall auflief.

Hasenstall deshalb, weil wir in einem alten, ultracoolen Fabrikgebäude saßen, das konzentrationsfreundlich in halbhohe Boxen aufgeteilt war, die sich entlang der Fenster wie Legebatterien aufreihten.

Rückzugsräume gab es nicht und wie ich bei dem Lärmpegel auch nur ansatzweise kreativ sein sollte, war mir ein Rätsel.

Leider hatte ich zu viel zu tun, um länger darüber nachzudenken.

Es fragte ja auch niemals jemand die schlichte Frage: „Was brauchst du, um begeistert, kreativ und produktiv arbeiten zu können?“

Frustriert-im-Job

Die wichtigste Frage damit Du im Job zufrieden bist.

 

Was zufällig die mit Abstand wichtigste Frage ist um glückliche, produktive und motivierte Mitarbeiter zu haben.

Zu meiner Überraschung entschuldigte sich mein Chef:
„Missverständnis … bla, bla, … ich habe nicht gewusst was hier los war … noch nicht lange da … bla, bla.“

Verflucht. Doch nicht gefeuert worden.

Offenbar hatte mir unser CEO den Rücken gestärkt.

Ich starrte blicklos auf den Bildschirmschoner meines Macs, der bunte Schlieren über schwarzen Hintergrund zog. So was gab es damals noch.

 

Warum wurde ich unglücklich in meinem Beruf?

 

Dann fischte ich das Jahrbuch der Agentur aus der Schreibtisch Schublade und blätterte darin herum.

Die Frage „Warum bist du in der Werbung?“ wurde mit Sätzen wie diesen beantwortet: „Ich habe es noch nicht geschafft zu heiraten und Kinder zu kriegen“ oder „Weil sie das Auffangnetz für Versager und Loser ist“. Mein Text Partner hatte unter die Frage geschrieben: „Der Platz am Piano im Puff war schon weg“.

Scherzhaft gemeint, aber mit einem Körnchen Wahrheit. Dieses Körnchen – so klein es auch ist – fängt irgendwann an zu scheuern, bis man sich daran wund reibt.

Und Viele kleben dann ein Pflaster aus Ersatzbefriedigungen darauf, weil es sonst wirklich weh tun würde zu spüren, was darunter eitert und man womöglich Konsequenzen ziehen müsste.

Es war jedenfalls kein Wunder, dass am Morgen des Öfteren ein Kollege – im eigens dafür mitgebrachten weißen Kittel – über die Flure lief und: ”Tablettenausgabe“ brüllte.

 

Man hatte den Eindruck, fast alle seien aus Verzweiflung oder unglücklichen Umständen in dieser Agentur gelandet.

Und das konnte doch nicht sein? Wir hatten schließlich auch viel Spaß hier und viele von uns liebten die Arbeit, hatten ihr Hobby zum Beruf gemacht, mit Begeisterung studiert und auch enthusiastisch in Ihren Jobs angefangen.

Welches Verhalten braucht es von Unternehmen und Vorgesetzten, um das kaputt zu machen?

 

Wie Arbeitgeber Spaß an der Arbeit zerstören.

 

Den Mitarbeitern nicht genug Hirn und Freiheit zu zubilligen, um Dinge selbst beurteilen zu können zum Beispiel.

Das Design für ein Plakat, das Wurst verkaufen sollte, wurde als so weltbewegend gehandelt, dass der oberste Kreativ Chef das Layout unbedingt gesehen haben musste, bevor es das Haus verließ.

Was meinen Texter dazu veranlasste, bei jedem Toilettenbesuch die Frage an mich zu richten: „Meinst Du ich kann gleich spülen oder soll ich den Häuptling noch mal drauf gucken lassen?“

Als ich in einem Meeting den Head of Whatever im Brustton der Überzeugung sagen hörte: “Wir in der Werbung bewegen was“ und ich daraufhin dachte: „Ja, ich mich gleich aufs Klo“, war der Tiefpunkt erreicht.

Ich hatte mit solchem Enthusiasmus dort angefangen zu arbeiten, der in kürzester Zeit durch fehlende Wertschätzung, Konkurrenzkampf, Druck und irrsinnige Arbeitsbedingungen zunichte gemacht wurde.

Zu Loyalität und dazu, hart zu arbeiten, war ich erzogen worden. Man ließ die Kollegen nun mal nicht im Stich. Aber warum machte ich den Wahnsinn so lange mit?

Weil mir suggeriert wurde, dass – wenn ich das Spiel nicht mitspielte – fünfzig andere Designer hinter meinem Stuhl standen und es tun würden.

Und ich glaubte das. Angst zu schüren ist ein mächtiges Kontrollinstrument.

 

Empfindest du das an deinem Arbeitsplatz auch so?

Schreib mir gerne – mich interessiert deine Meinung und deine Erfahrungen.

 

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Jeanette

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Jean

About Jean

Ich bin Jeanette. Freiheits-Mentorin und Coach. Ich helfe dir den Mut zu haben, dein Leben nach deinen Regeln zu leben und deine Vorstellung von Freiheit zu finden. Egal ob du selbstbestimmter leben, deine Berufung und deine Geschäftsidee finden oder eine Auszeit vom Job machen willst. DEIN LEBEN. DEINE REGELN!

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