Wie finde ich meine Berufung? Falsche Frage! - Jeanette Bouffier

Wie finde ich meine Berufung? Falsche Frage!

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Wie finde ich meine Berufung? Die Frage stellen sich viele Leute. Du auch?
Das macht aber wenig Sinn.

 

 Als ich kurz nach Weihnachten die Entscheidung getroffen hatte, dass ich eine Kurskorrektur machen muss – weil mir die Worte Freiheit und Abenteuer an allen Ecken und Enden begegneten und irgendetwas in meinem Inneren mich in eine neue Richtung zog – sprach ich mit einer Freundin darüber.

Ihre Reaktion: „ Puh, Jeanette, was du schon alles angefangen hast. Du musst dich mal festlegen.“

Ich kann es ihr nicht übel nehmen. Von außen mag das wohl so ausgesehen haben, dass ich viel Neues angefangen hatte. I

In Deutschland macht man Angefangenes fertig. Punkt.

Die verschwendete Lebenszeit, in einem verhassten Job zu stecken, rechnet niemand dagegen.

 

Das hat meine Freundin nicht so gesagt, es ist aber Tradition in unserem Land. Man hört das z. B. immer, heraus wenn Eltern verschämt berichten, der Sprössling habe das Studium abgebrochen. Und das dann genau so weiter erzählt wird: „Deren Kind hat das Studium abgebrochen…“ (mit einem Tonfall und Raunen, als sei das Kind Triebtäter geworden).

Ich denke  im Stillen immer nur „Gott sei Dank, da hat er/sie es schnell gemerkt, statt sich das halbe Leben in einem verhassten Job herumzuquälen.

Denn was jeder sieht, ist die „verschwendete“ Zeit des Studiums bis zu dem Punkt.

Woher weiß ich, was ich wirklich will?

 

Du weißt nicht, wie etwas ist, wenn du es vorher nicht ausprobierst. Wie willst du da deine „Berufung“ finden? Ich habe seit meinen Ausbildungen zum Systemischen Coach, Business Coach, Achtsamkeits-, MindBody- und Meditationstrainer nichts komplett Neues angefangen.

Es hat sich durch gesammeltes Wissen, Ausprobieren und gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse heraus kristallisiert, wo genau mein Weg, mein „Sweet Spot“ ist. Dazu später mehr.

Berufung und Lebensaufgabe sind so große Worte, dass sie schon abschrecken.

 

Nebenbei sind sie dermaßen ausgelutscht, dass man Gefahr läuft, drauf auszurutschen und sich das Genick zu brechen.

Probierst du genug aus?

 

Tatsächlich fand all mein Ausprobieren unter einem „Leitmotiv“ statt. Das auf Selbsterkenntnis beruhte, zu der ich in meinen Ausbildungen gekommen war (ja, den Weg kann man drastisch abkürzen :).

Das ist wie ein Maßanzug, der immer wieder ein wenig korrigiert, anprobiert und auf Passform geprüft wird, bis er sitzt. Den großen Sprung drastisch etwas zu verändern hatte ich ja schon vor Jahren gemacht.

Wenn du dich in einem neuen Feld selbständig machst, mögen andere den Weg vor dir gegangen sein aber da sie ihn niemals so gehen wie DU, gibt es auch keinen ausgetretenen Pfad, dem du folgen kannst. Und auch nicht solltest.

Den eigenen Weg zu gehen ist letztlich dein Alleinstellungsmerkmal. Das trauen sich viele aber nicht, was mit der Trägheit unseres Gehirns – es mag keine Veränderung – und unsere Persönlichkeitsentwicklung in der Kindheit zu tun hat.

Für mich selbst fühlte es sich an wie ein Trichter, der immer enger wurde und mich zur Essenz dessen brachte, was ich WIRKLICH aus tiefstem Herzen tun will. Ich wäre schneller dort angekommen, hätte ich mich und meine Leitmotive im Leben schon früher besser gekannt. (Aber meine Kurse gab es da noch nicht ;).

Wie komme ich weiter im Leben?

 

Wichtig ist, dass du Entscheidungen triffst. (Hier eine Übung, wie du sie leichter treffen kannst) Es ist erwiesen, dass erfolgreiche Menschen, viele und schnelle Entscheidungen treffen.

Die sind nicht immer richtig aber zusammen genommen kommen sie so schneller voran, als Menschen, die zögern, die erst alle Informationen haben wollen (die hast du NIE) und lange zögern.

Mir fiel das Früher auch schwer. Ich war manchmal wie gelähmt und dachte „Oh Gott, wenn ich jetzt die FALSCHE Entscheidung treffe…dann geht‘s aber in den Abgrund.“

Bis mir irgendwann klar wurde, dass wir permanent vor großen und kleinen Entscheidungen stehen und wir nie einem gerade Weg folgen. Und wer weiß, ob dich die getroffene Entscheidung nicht davor bewahrt hat, zwar in Nullkommanix erfolgreich zu sein aber dafür an einem sonnigen Tag von einem Dachziegel erschlagen worden zu sein.

Es kann hart sein die Richtung im Leben zu wechseln.

 

Es erfordert sehr viel Selbstkenntnis, denn oft wirst du dir selbst dein einziger Halt sein.

Selbsterkenntnis zieht nach sich, dass man plötzlich weiß was man will.

Das wiederum zieht fast automatisch die Motivation und den Mut nach sich, das auch anzufangen. Und das wiederum, dass man das Durchhaltevermögen hat, auch harte Zeiten durchzustehen.

Weil man liebt was man tut und daran glaubt.

Den-richtigen-Job-finden

Wie erlange ich Selbsterkenntnis?

 

Durch möglichst große Ehrlichkeit dir selbst gegenüber. Zu wissen, was dich unterbewusst steuert, wo deine Stärken und Schwächen liegen. Das ist alleine nur begrenzt zu bewerkstelligen.

Aus zwei Gründen:

1) Es gibt Bereiche von uns, die nur wir wahrnehmen, welche die wir und andere wahrnehmen, welche, die nur andere wahrnehmen. Und Bereiche, die uns und anderen verborgen bleiben. (Dazu gibt es ein Modell, das Johari Fenster).

2) Unser Ego bleibt gerne intakt. Es schaut nicht gerne auf die Stellen, die unserem Selbstwert erst einmal Risse zufügen können. Das ist aber nötig um echten Selbstwert aufzubauen. Der resultiert aus der kompletten Akzeptanz unserer Person.

Warum muss ich mich rechtfertigen?

 

Ich war tatsächlich aus alter Gewohnheit nahe dran, mich vor meiner Freundin zu rechtfertigen. Häufige Formulierungen, die eine Rechtfertigung einleiten, sind:

„Es wurde so von mir verlangt …“

„Ich konnte nicht anders …“

„Weil …“

„Ja, aber …“

Wer sich für sein Denken, Fühlen oder Handeln rechtfertigt, steht nicht dazu und macht sich selbst kleiner.

 

Sich nicht zu rechtfertigen bedeutet also auch, zu seinem Denken, Fühlen und Handeln zu stehen und letztlich, zu sich selbst zu stehen. Aber das kann ich nur, wenn ich ziemlich unerschütterlich weiß, wer ich bin und was ich will.

Neuer Job aber nicht glücklich?

 

Kein Job ist perfekt. Weder wenn du angestellt bist, noch wenn du selbständig bist. Je mehr du aber liebst was du tust, desto bereitwilliger machst du auch den beschxxxs Teil.

Eltern mit Kindern oder Leute mit Hundewelpen wissen wovon ich rede, wenn sie Windeln wechseln oder Pipi aufwischen.

Berufung ist ein großes Wort, das Angst machen kann.

 

Wo man deswegen gar nicht erst hingucken will, weil es so unerreichbar erscheint. Man kann aber zunächst mal mit dem anfangen, was Spaß macht und wofür man sich begeistert. Stellst du dir die Frage:

Welcher Beruf passt zu mir?

 

Ist die Antwort vielleicht: Viele? Und dazu musst du nicht die Berufung finden.

In anderen Ländern ist es völlig normal im Leben völlig unterschiedliche Karrieren einzuschlagen. In Australien haben Menschen im Schnitt sieben unterschiedliche Jobs im Leben.

Das weicht zwar in Deutschland auch seit Längerem auf. Aber der Wunsch nach dem „einen, sicheren Job fürs Leben“ scheint bei Vielen in den Köpfen noch rum zu spuken.

Und der ist – nicht zuletzt durch die Digitalisierung und Globalisierung – völlig unrealistisch geworden. Es kommt aber auch vor, dass Menschen, die häufig Job oder Karriere wechseln, nicht zufrieden damit sind.

Das kann daran liegen, dass sie ihren „Sweet Spot“ noch nicht gefunden haben. Und dass sie in einem Werte Konflikt stecken natürlich. Bewusste Werte sind enorm wichtig um die eigenen Berufung b. z. w den Sweet Sport zu finden. Kannst du aus 350 deine Top drei oder sogar zwei nennen? Nein? Dann lade dir die Werte Übung herunter.

Was ist der Sweet Spot?

 

Wikipedia definiert den Sweet Spot so:

eine Art effektive Zone. Wenn sich etwas im Sweet Spot befindet, hat es bzw. erhält es die optimale Wirkung. Die Bezeichnung kommt aus dem Englischen und bedeutet „süßer Punkt“.

Für mich ist das der Schnittpunkt, an dem deine Erfahrungen, deine Talente und Stärken mit deiner Persönlichkeit zusammentreffen. Wo du mit all dem, was dich ausmacht, in der Welt das meisten bewegen und beeinflussen kannst. Es ist der Kern deiner Kreativität und deiner Motivation.

Daraus ergibt sich, was du liebst und was dir leicht fällt. Wofür du bereit bist hart zu arbeiten ohne es wirklich als solche zu empfinden und die du auch im besten Fall unbezahlt machen würdest.

Aus dem, was dir Spaß macht, kann Vieles entstehen. Was dir Spaß macht, kann man klein anfangen, darin kann man sich ausprobieren und experimentieren, gucken, wie es sich anfühlt.

Ohne den beängstigenden riesigen Sprung, gleich alle Sicherheit aufzugeben.

Ich hoffe ich konnte dir vermitteln, warum es mehr Sinn macht deinen Sweet Sport zu suchen. Du kannst als aufhören mit dem Druck erzeugenden Mantra „Ich muss meine Berufung finden“.

 

Wie starte ich einen Neuanfang?

 

Klein, Schritt für Schritt und mit Geduld, ist die kurze Antwort.

Ist es vielleicht wirklich Zeit für einen Neuanfang, weil du deinen Sweet Spot noch nicht gefunden hast?

Dein Leben. Deine Regeln 🙂

Jeanette

 

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About Jean

Ich bin Jeanette. Freiheits-Mentorin und Coach. Ich helfe dir den Mut zu haben, dein Leben nach deinen Regeln zu leben und deine Vorstellung von Freiheit zu finden. Egal ob du selbstbestimmter leben, deine Berufung und deine Geschäftsidee finden oder eine Auszeit vom Job machen willst. DEIN LEBEN. DEINE REGELN!

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