7 schreckliche psychologische Experimente - Jeanette Bouffier

7 schreckliche psychologische Experimente

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„Du denkst zu viel“ höre ich ziemlich oft. Ich nenne das lieber „reflektieren“.

Und ich werde damit sicher auch nicht aufhören.

Denn: wir leben die meiste Zeit des Tages auf Autopilot. Das liegt daran, dass unser Gehirn Energie sparen will und implodieren würde, wenn es jede Handlung neu durchdenken müsste. Das hatte in der Steinzeit gewaltige Vorteile: Es spart Energie und lässt uns im Notfall bei Gefahr extrem schnell reagieren.

In einer komplexen Welt, in der gewaltige Probleme gelöst werden müss(t)en, ist es eher überfordert. Es trifft häufiger Fehlentscheidungen, weil es von einer enormen Menge an Information und Eindrücken überflutet ist.

 

Wir glauben immer, dass wir einen freien Willen haben. Das ist nur sehr begrenzt der Fall.

Zu einem Großteil sind wir gesteuert von:

  • Instinkt (Biologische Verdrahtung, Gefühle, Emotionen)
  • Kindheitsmustern & Prägung (Interpretation der Realität)
  • Übernommenen Werten/Leitbildern
  • Sozialem Druck

 

Schon immer haben mich psychologische Experimente fasziniert.

Weil sie darüber Einblick geben, wie unser Geist funktioniert. Beim Lesen darüber, bin ich auf einige Experimente  gestoßen, die zeigen, wie fragil und illusorisch unser Selbstverständnis ist. Unter heutigen wissenschaftlichen Gesichtspunkten, sind sie ev. nicht 100% repräsentativ. Aber genug um zu erschrecken.

 

Das Murray Experiment

AM 3. APRIL 1996 stürmten schwer bewaffnete FBI-Beamte eine Hütte in einem Wald im US-Staat Montana.

Ihr Bewohner war ein 54-jähriger ehemaliger Mathematikprofessor mit einem Abschluss an der Eliteuniversität Harvard und einer preisgekrönten Doktorarbeit. Er wurde als der  «intellektuellster Serienmörder der USA» bekannt.

Ted Kaczynski hatte von 1976 bis 1995 mit sechzehn selbstgebauten Bomben drei Menschen getötet und elf zum Teil schwer verletzt.

Mit seinen Anschlägen wollte er gegen den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt protestieren, der nach seiner Meinung unweigerlich die Freiheit des Individuums zerstöre.

Kaczynski glaubt, dass die Industrielle Revolution die Quelle der menschlichen Versklavung war. „Das System existiert und kann nicht existieren, um menschliche Bedürfnisse zu befriedigen“, schrieb er.

„Stattdessen ist es menschliches Verhalten, das modifiziert werden muss, um es den Bedürfnissen des Systems anzupassen.“ Der einzige Ausweg sei, die Früchte der Industrialisierung zu zerstören, die Rückkehr der „Wilden Natur“ zu fördern, trotz der möglichen negativen Folgen, die dies mit sich bringen könne, schrieb er.

Ich sehe das ähnlich (aber deutlich gemäßigter). Trotzdem komme ich nicht auf die Idee Bomben zu bauen.

Nach seiner Verhaftung fragte sich die Öffentlichkeit, warum ein brillanter Mathematiker, in einer Hütte ohne Strom und fließendes Wasser Bomben baut. Der Historiker Alston Chase glaubt in seinem Buch «Harvard and the Unabomber» von 2003 (W. W. Norton) eine Antwort darauf gefunden zu haben: das Murray-Experiment.

 

Das Experiment

Murray hatte allen gesagt, dass ein anderer junger Student mit ihnen eine Diskussion führen würde.

Was er ihnen verschwiegen hatte: Der Gesprächspartner war ein redegewandter Rechtsstudent, den Murray darauf trainiert hatte, die Versuchspersonen zu ärgern; er sollte sie roh behandeln und ihre Lebensphilosophie lächerlich machen.

Die Information über die Weltsicht seiner Opfer hatte er aus Tests und persönlichen Stellungnahmen gewonnen, die zum Experiment gehörten.

Alle Testpersonen versuchten zuerst, ihre Haltung zu verteidigen, mussten aber vor der virtuos-zynischen Argumentation ihres Gegners kapitulieren und wurden schließlich von machtloser Wut übermannt.

Nach dieser Konfrontation folgten eine Kaskade weiterer Tests und Gespräche.

Was Murray mit dem Experiment genau hatte herausfinden wollen, ist bis heute unklar.

Seine Ziele blieben diffus. Ob das Experiment der Wendepunkt in Teds Leben war? Nicht allein, sagt Chase, hinzu kamen die ethische Orientierungslosigkeit jener Zeit und Kaczynskis zerbrechliche Persönlichkeit.

 

Wenn es um psychologische Experimente geht, war die Zeitspanne von etwa 40 Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, geradezu beängstigend.

Von der währenddessen gar nicht zu reden.

Wissenschaftler verabreichten Menschen z. B. starke Elektroschocks, setzten andere (oft Kinder) schweren mentale und physische Traumata aus und missbrauchten Tiere in einem Ausmaß, das für einen mitfühlenden Menschen unfassbar erscheint.

 

1. Das Stanford Prison Experiment

Dieses berüchtigte Experiment hat Bücher und Filme inspiriert. Z. B. „Die Welle“. Hier geht es zum Film und hier zum Bericht über das Experiment als Buch.

1971 baute der Psychologe Philip Zimbardo ein falsches  Gefängnis unter (ironischerweise) der Psychologischen Abteilung in Stanford und stattete es mit Überwachungskameras aus, damit alle Geschehnisse gefilmt werden konnten.

Er rekrutierte 24 Studenten, um entweder die Rolle eines Insassen oder die eines Gefängniswärters zu spielen.

Während die Gefangenen rund um die Uhr in ihren Zellen gehalten wurden, wurden die Wachen in 8-Stunden-Schichten gewechselt.

Die Wachen wurden angewiesen, streng zu sein und keine „Unruhestifter“ oder Ungehorsam zu tolerieren.

Es dauerte nicht lange, bis sie ihren Anweisungen folgten, als am zweiten Tag die Gefangenen rebellierten und ihre Zellen blockierten.

Das zweiwöchige Experiment dauerte nur sechs Tage, bis die „Gefangenen“ herausgelassen wurden, weil  Zimbardo anfing, nicht nur um ihre Sicherheit, sondern auch  um ihr Leben zu fürchten.

Weniger als eine Woche dauerte es, bis die Wachen zu schockierenden Taktiken der sexuellen Erniedrigung sowie psychologischen und physischen Missbrauchs griffen.

Einige Gefangene zeigten bereits Anzeichen von erlernter Hilflosigkeit und Depression.

 

Fazit des psychologischen Experiments:

Als Menschen sind wir alle in der Lage, unter extremen Umständen entsetzlich zu handeln.

Diese Studenten waren nicht ungewöhnlich und wenn du einer von ihnen gewesen wärst, hättest du dich mit ziemlicher Sicherheit ähnlich verhalten – auch wenn du wahrscheinlich denkst, dass du es nicht tun würdest.

2. Stanley Milgram‘s psychologisches  Experiment

Milgram‘s ist das berühmteste psychologische Experiment aller Zeiten und ebenso so beunruhigend wie das Stanford-Experiment.

Er vermutete, dass die Anhänger von Adolf Eichmann, einem der Hauptverantwortlichen Nazis bei der Organisation des Holocaust, nicht mehr waren. als normale Menschen, die sich der Autorität beugten.

 

Das Experiment

Milgram erzählte seinen Probandenpaaren, dass er ein Gedächtnis-Experiment durchführen wollte und wies dann einem der beiden die Rolle als Lehrer und einem die des  Schülers zu.

Im Gegensatz zu der Person, die die Rolle des Lehrers hatte, waren die Schüler ein das Experiment eingeweihte Schauspieler.

Der Lehrer und der Schüler wurden in getrennte Räume gesetzt und der Lehrer wurde dann angewiesen, der anderen Person einen elektrischen Schlag zuzufügen, wenn sie eine Frage falsch beantwortete.

Die Schwere der „Schocks“ wurde schrittweise erhöht, und die Teilnehmer konnten sogar die andere Person vor Schmerzen schreien hören.

Einige widersetzten sich zunächst und sagten, sie wollten niemandem Schmerz zufügen, aber sie taten es weiter, als der Mann in einem weißen Kittel sagte, dass alles Teil des Experiments sei.

Die  Stärke der Schocks nahm einen solchen Grad an, dass es viel zu erklären gegeben hätte. Also Leichen, wäre das psychologische Experiment echt gewesen.

 

Fazit des psychologischen Experiments:

Wir alle sind nicht nur in der Lage, anderen Schmerz zuzufügen, wir sind auch massiv von Autoritätspersonen beeinflusst und unter solchen Situationen verdunstet oft alles rationale Verhalten.

Wenn eine Person  mit Autorität (oder sogar nur angenommener Autorität) eine Botschaft immer wieder aus einer Position der Macht übermittelt, beginnen wir schließlich, ihr zu glauben,

(Ich hoffe sehr, dass ich jetzt nicht die Absatzzahlen für weiße Kittel nach oben treibe).

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3. Das barmherzige Samariter-Experiment

Über 40 Princeton-Studenten wurden angeworben, um in den frühen 1970er Jahren einen angeblichen Vortrag auf einem anderen Teil des Campus zu halten.

Als sie ihre Anweisungen bekamen, wurden ihnen gesagt, wie dringlich ( leichte, mittlere und schwere Dringlichkeit) sie zum Veranstaltungsort gelangen und ihren Vortrag beginnen mussten.

Auf ihrer Route hatten die Experimentatoren einen Mann positioniert, der sich vor Schmerzen krümmte hatte, unkontrolliert und offensichtlich in großer Not und Hilfsbedürftigkeit hustete.

Sie wollten sehen, welche Auswirkungen die Dringlichkeit der Anweisungen auf die Wahrscheinlichkeit, dass die Schüler aufhören, zu helfen, hatte.

Weniger als 50% der Studenten hielten überhaupt an. Und nur 10% derjenigen, denen gesagt worden war, dass ihr Vortrag schnell beginnen musste und dass Leute auf sie warteten.

Einige stiegen buchstäblich über den Mann hinweg.

Die Ironie war, dass es sich hierbei um Theologie Studenten handelte. Der Hälfte wurde gesagt, sie würden über das Gleichnis vom barmherzigen Samariter sprechen.

 

Fazit des psychologischen Experiments:

Viele von uns werden anderen helfen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass wir das tun, hängt von so vielen Faktoren ab, nicht zuletzt davon, ob wir es eilig haben oder nicht. Und davon wie sehr wir Autoritäten folgen.

4. Das Experiment des Zuschauer-Effekts

1964 wurde Kitty Genovese in New York ermordet. Die Tat wurde  zu diesem Zeitpunkt von weit über 20, aber wahrscheinlich weniger als die 38 Menschen beobachtet.

Ihr Angreifer, Winston Moseley, hat sie nicht einmal schnell getötet.

Nachdem er mit dem Messer einmal zugestochen hatte und jemand ihn anschrie, sie in Ruhe zu lassen, rannte er zurück zu seinem Auto, nur um kurz darauf wieder zurückzukehren, um noch mehrmals auf sie einzustechen, während sie blutend auf dem Boden lag.

In den Medien tobte ein Sturm der Empörung darüber, wie viele Menschen nichts getan hatten.

Der Bystander-Effekt: Je mehr Menschen eine Szene wie die obige sehen, desto weniger wird  wahrscheinlich ein Einzelner etwas dagegen tun.

Die Psychologen John Darley und Bibb Latane beschlossen, diese Theorie 4 Jahre nach dem Ereignis zu testen.

Diesmal täuschte jemand einen lebensbedrohlichen Anfall vor. Genau wie im Milgram-Experiment konnte die Studiengruppe nicht sehen, dass die Person in Schwierigkeiten war. Sie hörten sie nur.

Die Ergebnisse waren verblüffend ähnlich wie bei Kitty Genovese.

Je mehr Menschen anwesend war, desto unwahrscheinlicher  war es, dass jemand half.

 

Fazit des psychologischen Experiments:

Wenn du dich also jemals in medizinischen Schwierigkeiten befindest, umgeben von Fremden, schrei nicht planlos um Hilfe

Zeige auf eine Person und sage: „Du da, ich glaube, ich bin dabei, den Löffel abzugeben, könntest du vielleicht einen Krankenwagen organisieren,!?“ Oder so ähnlich.

 

Meine eigenen Erfahrungen

Ich war einmal auf der Suche nach Freiwilligen für einen Test. Ich verschickte eine pauschale E-Mail . Niemand meldete sich. Erst als ich die Leute persönlich anschrieb.

Auf einem öffentlichen EM Spiel Public Viewing, bei dem ca. 500 Leute anwesend waren und Balotelli ein Tor schoss, ertönten hinter mir laute rassistische Gesänge. Jeder konnte die hören. Niemand tat etwas. Vor mir stand ein junger Mann mit dunkler Hautfarbe im Deutschland Shirt.

Ich sah wie er zusammenzuckte und fragte mich ob ich jemand sein wollte der schweig. Wollte ich nicht.

Ich ging zu den Idioten, gab mich als Staatsanwältin aus und drohte mit einer Anzeige wegen Volksverhetzung. Dann war Ruhe. Das waren 16-Jährige. Aber niemand tat etwas. Auch der Veranstalter nicht.

Falls das jemand von der Staatsanwaltschaft liest: Sorry wegen der Amtsanmaßung: der Zweck heiligt die Mittel  ;).

Ich denke heut noch oft an diesen jungen Mann im Deutschland Trikot und wünschte ich hätte mehr getan und mir das Mikrofon gegriffen. Aber dazu hat mein Mut damals nicht gereicht.

ich habe aber auch Begebenheiten in Erinnerung, in denen ich genauso reagiert habe wie die Probanden und mich hinterher lange gefragt habe: „Warum zum Teufel hast du nicht reagiert?“ Ich kann es nicht genau erklären.

 

5. Das Braunaugen/Blaue Augen Experiment

Am Tag nach der Ermordung von Martin Luther King entschied die Lehrerin Jane Elliott, dass sie ihren Schülern der dritten Klasse helfen wollte, die Folgen für eine Minderheit in einer von Rassismus, Angst und Hass geprägten Gesellschaft zu verstehen.

Mit ihrer Erlaubnis (obwohl die Erlaubnis eines 8-Jährigen für ein solches Experiment bestenfalls zweifelhaft ist) teilte sie die Gruppe in diejenigen mit blauen Augen und solche mit nicht blauen Augen.

Sie erklärte, dass blauäugige Menschen überlegen seien und behandelte diese Gruppe entsprechend, indem sie entspannter mit ihnen umging, ihnen längere Pausenzeiten gewährte und ihnen mehr Aufmerksamkeit schenkte.

Den anderen Kindern wurde befohlen, sich hinten in die Klasse zu setzen, und sie wurden hart und mit Verachtung behandelt.

Der erstaunlichste Teil dieses spontanen Experiments war die Tatsache, dass bereits am Ende des ersten Tages massive Veränderungen stattgefunden hatten.

Die blauäugigen Kinder, die zuvor gekämpft hatten, begannen, besser zu werden, während die schlauen braunäugigen Kinder, plötzlich zu kämpfen hatten.

Nicht nur das, die blauäugigen Kinder begannen bald, die anderen zu verspotten und zu feixen.

Elliott war weise genug, die Übung nach dem ersten Tag umzukehren, um beiden Seiten die Möglichkeit zu geben, zu verstehen, wie es sich anfühlt, so behandelt zu werden.

Ein wichtiger Befund in einem Experiment, das mehrmals mit den gleichen Ergebnissen wiederholt wurde, war, dass die dunkeläugigen Kinder ihre blauäugigen Kommilitonen nicht in dem Maße verspotteten, wie sie verspottet wurden.

 

Fazit des psychologischen Experiments:

Es scheint, dass es uns in den meisten Fällen schwer (wenn auch natürlich keineswegs unmöglich) fällt, uns wirklich in Minderheiten einzufühlen.

Wenn das nicht der Fall ist, wurden auch wir schlecht behandelt, weil wir einer Minderheit angehören. Einige Menschen werden von Minderheiten nie schlecht behandelt, weil sie zu mächtig waren/sind.

Als ich eine Weile in Guatemala lebte, erfuhr ich, dass ca. 90 Prozent des Landes einer weißen Oberschicht von etwa 10% der Bevölkerung gehören. Das brutale Erbe der Kolonialzeit. Der Großteil der Einwohner Guatemalas – speziell der indigene Teil – gehören damit zu den Ärmsten der Welt. das Land hat eine extreme zwei Klassen Gesellschaft.

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7 schreckliche psychologische Experimente – wärest du dazu fähig? @jeanbouffier

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6. Das Räuber-Höhlen-psychologische Experiment

Im Sommer 1954 holten zwei Busse zwei Gruppen von elf 12-jährigen Jungen ab und brachten sie zum Robbers Cave State Park in Oklahoma.

Keiner der Jungen kannte einen der anderen in seiner Gruppe und keine Gruppe wusste von der Existenz der anderen, zumindest in der ersten Woche nicht.

Die Jungen hatten da bereits unterschiedliche Gruppenkulturen geschaffen, die dazu führten, dass sie sich die Namen „Die Rattler“ und „Die Adler“ gaben.

Nach der ersten Woche sorgte der Sozialpsychologe Muzafer Sherif dafür, dass sich die Jungen trafen  und Wettbewerbe ausgetragen wurden, darunter ein Baseballspiel.

Die Rattlers übernahmen das Feld sofort und pflanzten sogar eine Flagge, um zu zeigen, dass sie das Feld nun schon vor Beginn des Spiels beherrschten.

Von da an verschlechterten sich die Dinge rapide, von verbalem Missbrauch bis hin zum Plündern der Wohnräume der „Opposition“ und dem Diebstahl von Eigentum.

Wie beim Stanford Prison Experiment mussten die Organisatoren bald eingreifen und das psychologische Experiment abbrechen, um die sehr reale Chance auf körperliche Gewalt zu verhindern.

Während einer zweitägigen Abkühl Phase wurden den Jungen Fragen gestellt, und obwohl sie nur zwei Wochen zuvor noch nie Menschen aus ihrer Gruppe getroffen hatten, sahen sie diese immer noch viel positiver als die der anderen Gruppe.

Fazit:

Aus ethischer Sicht lässt das Experiment – wie bei einer Reihe dieser Experimente – viel zu wünschen übrig. Alle Teilnehmer waren weiß und alles Jungen im Alter von 12 Jahren, so dass es kaum repräsentativ ist.

Wir sehen diese Art von Verhalten jedoch ständig und auf fast jeder Ebene.

Siehe der aktuelle amerikanische „Präsident“! Er hat das Konzept „uns und sie“ auf eine ganz neue Ebene gehoben. Weil er es kann, und weil zu viele Menschen es ihm erlaubt haben.

Und (zum größten Teil) sind sie keine schlechten Menschen – sie wurden nur von einem zweitklassigen Autoverkäufer betrogen, der kognitive Vorurteile versteht für sich zu nutzen.

Psychologie-Experimente
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7. Monster Studie

Warum stottert jemand?

 

Gemeinsam mit seiner Doktorandin Mary Tudor versammelte der US-Psychologe Wendell Johnson im Jahr 1939  an der Universität von Iowa 22 Waisenkinder, die unter Sprachfehlern litten, und teilte sie in zwei Gruppen. Beiden wurde mitgeteilt, dass man ihre Sprachfehler therapieren wolle.

Die eine Gruppe erhielt viel positives Feedback, wurde gelobt und ermutigt. Die andere Gruppe jedoch wurde wegen ihrer Sprachfehler gehänselt. Durch diese zweifelhafte Behandlung verschlimmerten sich deren Sprachfehler nur noch – bis ins Erwachsenenalter hinein.

Zwar wurde keines der Kinder zum Stotterer – aber einige entwickelten durchaus Angst, öffentlich zu sprechen.

Das Interessante: Die Universität hielt das Experiment geheim. Erst im Jahr 2001 deckte ein Reporter die Monster-Studie auf. Im Jahr 2007 bekamen sechs der Teilnehmer vom Bundesstaat Iowa 925.000 US-Dollar Schadensersatz zugesprochen.

 

Fazit:
Was denkst du?

 

Das generelle Fazit für mich, bei all diesen Experimenten war, dass wir uns selbst weit weniger unter Kontrolle haben und unsere Handlungen selbst steuern, als wir das immer annehmen. Wir sind soziale „Tiere“ und daher von der Gruppe extrem beeinflusst und erst recht von unseren ersten und engsten Bezugspersonen.

 

Misshandlung in Beziehungen

Ich war kürzlich auf einer Party und hörte wie jemand über „dumme“ Frauen lachte, die sich in Beziehungen misshandeln  lassen. Ich sehe da Rot.

Oft ist dahinter eine Geschichte frühen Missbrauchs. Die Bezugsperson gibt eine „gestörte“ Energie ab, die das Kind mit Liebe in Verbindung bringt. Denn es kennt nichts anderes und Kinder wollen unter allen Umständen geliebt werden. Trifft die Frau später wieder auf eine solche Person, wird sie von der Energie angezogen. Denn die ist ihr bekannt.

Das sind starke Konditionierungen , die unterbewusst ablaufen. Und die sind noch nicht einmal immer nötig.

 

Das Hängebrücken Experiment

Es gab einmal ein Experiment, in dem ein  Mann und eine Frau auf eine schwankende Hängebrücke geschickt wurden. Sie verliebten sich unter diesen „aufregenden“ Bedingungen weit häufiger, als Paare, die sich unter normalen Umstände trafen.

Die Probanden bezogen die von der Situation ausgelöste Aufregung auf die Person, die ihnen begegnete.

Wer Single ist, sollte sich also schleunigst eine Hängebrücke suchen. 😉

 

Du willst auch einen Beweis für die Stärke deines Instinktes?

Stell dir vor, du kommst auf der Autobahn an einem Unfall vorbei. Du regst dich über die Idioten auf, die langsamer fahren und glotzen. Mache ich auch. Aber den Zwang das Gleiche zu tun, spüre ich deutlich. Nur weil mir die Dummheit dieser Handlung bewusst ist, kann ich dagegen handeln.
Es geht aber komplett gegen einen uralten Instinkt, der darauf verdrahtet ist nach Gefahr Ausschau zu halten und sie einzuschätzen.

Und deswegen lasse ich mir gerne sagen, dass ich zu viel reflektiere, was ich tue und welcher Mensch ich sein will.
Es wird häufig genug daneben gehen.

Eine große Hilfe ist die Werte Übung, die du hier kostenlos downloaden kannst. Denn deine Werte steuern (unbewusst) deine Handlungen. Und damit dein Leben.
Mit der Übung wirst du aus 35o Werten deine Top 3 herausfiltern. In den drei darauffolgenden Mails bekommst du zusätzlich Fragen zur Übung, die dich  noch weiter bringen.

Bewusste Werte sind eine enorme Hilfe, wenn du schwierige Entscheidungen treffen musst, denn sie sind dein Kompass und Anker im Leben.

HER DAMIT!

Jeanette

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Jean

About Jean

Ich bin Jeanette. Freiheits-Mentorin und Coach. Ich helfe dir den Mut zu haben, dein Leben nach deinen Regeln zu leben und deine Vorstellung von Freiheit zu finden. Egal ob du selbstbestimmter leben, deine Berufung und deine Geschäftsidee finden oder eine Auszeit vom Job machen willst. DEIN LEBEN. DEINE REGELN!

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