18 ungewöhnliche Fakten über Persönlichkeitsentwicklung - Jeanette Bouffier

18 ungewöhnliche Fakten über Persönlichkeitsentwicklung

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Ich muss gestehen, dass ich es liebe Informationen und Fakten über Persönlichkeitsentwicklung zu teilen, die entweder das konventionelle Denken in Frage stellen oder es einfach platt machen. Ich schätze, es ist die Rebellin in mir! :).
(Um interessante Experimente mit unserem Gehirn, geht es übrigens im nächsten Artikel).

Ich bin sicher, dass dir einige der Dinge, die du gleich lesen wirst, bereits bekannt sind, aber ich bin mir ebenso sicher, dass es einige Dinge geben wird, die du entweder noch nicht getan hast oder denen du skeptisch gegenüber stehst.

Wenn es letzteres ist, kannst du mich gerne in den Kommentaren herausfordern oder mir eine Mail schreiben.

Alles, was nicht meinungsbasiert ist, wird durch wissenschaftliche Forschung gestützt. Da ich jedoch nicht den ganzen Tag damit verbringen wollte, nach den Quellen der Informationen zu suchen, musst du mir da entweder vertrauen oder deine eigene Recherche machen.

 

1. Wenn du gestresst bist, hast du Angst.

Das weiß ich aus meiner Ausbildung zum Burnout Prävention Coach. In Bezug darauf, wie das Wort am häufigsten verwendet wird, gibt es keine Situation, in der man das Wort Stress nicht entfernen und durch Angst oder Schrecken* ersetzen kann.

Stress ist ein Kampf oder eine Fluchtreaktion, die im Limbischen System (genauer gesagt in Ihrer Amygdala) aufgenommen wird, was wiederum das sympathische Nervensystem auslöst.

Wenn du das nächste Mal der Welt erzählen willst, dass du sinnlos gestresst bist, ändere es in Angst und Schrecken und schaue, ob es sich erträglich anfühlt oder ob du lieber Dinge ändern und effektiver managen willst.

Erkenntnis: Akzeptiere chronischen Stress nicht als notwendigen Teil des Lebens, tue etwas dagegen, indem du mal schaust, ob der daran liegt, dass du denkst, du seist nicht gut genug. Oder ob du in die Perfektionismus Falle tappst (Perfektionismus ist ein mörderisches schweres Schutzschild um nicht angreifbar zu sein). Oder weil du deine Grenzen nicht wahrnimmst b. z. w. sie anderen nicht früh genug setzt um gemocht zu werden und Anerkennung zu bekommen.
Wenn sich das durch dein Leben zieht, suche dir Hilfe, denn gegen die Glaubenssätze, die dahinter liegen, wirst du vermutlich alleine nicht ankommen.

 

2. Es gibt keine Lösung nach Schema „F“ für Prokrastination.

Auch wenn das viele Blogs versprechen. Es gibt sehr viele Dinge, die zum Verschieben führen können, wie z.B. Überangebot (zu viel Auswahl), Angst, Unsicherheit, mangelndes Wissen, mangelndes Verständnis deiner Kernwerte, d.h. was dir wirklich wichtig ist, und Faulheit, um nur einige zu nennen.

Jeder Grund kann einen ganz anderen Ansatz erfordern, und viele chronische Prokrastinatoren können eine Kombination aus zwei oder mehr Gründen haben.

Es gibt Lösungen aber keine One-for-all.

Erkenntnis: Sei ehrlich mit dir selbst über die wahren Gründe, warum du Dinge aufschiebst und verabschiede dich von der Idee, dass es eine Einheitslösungen gibt.

 

3. Geld kann Glück kaufen

Nun, nein, nein, kann es nicht, aber es kann enorm helfen.

Wenn du kämpfen musst, um deine Hypothek oder eine große Schuld abzuzahlen, dann kann das zu hohem Druck führen (Angst – erinnerst du dich?) und deine Lebensfreude folglich senken.

Aber, sobald du bequem leben kannst und deine Grundbedürfnisse gedeckt sind, beginnt die Verbindung zwischen Glück und Bankkonto schnell zu schwinden.

Erkenntnis: Wenn die  Zahlung deiner Hypothek, ein schöner Urlaub von Zeit zu Zeit und die Möglichkeit, dir ein iPad leisten zu können, für dich keine großen Probleme sind, dann wird eine 20%ige Gehaltserhöhung wahrscheinlich nicht viel Langzeitwirkung haben.

 

4. Positive Affirmationen können schädlich sein.

Die Selbstentwicklungsindustrie liebt es, dir zu sagen, dass, wenn du dir selbst immer wieder sagst, dass du ein wunderbarer, wertvoller und glücklicher Mensch bist, du es schließlich glauben wirst und Erfolg haben wirst. Bullshit. Pardon.

Wenn man auf einer sehr tiefen Ebene nicht glaubt, was man sich da sagt, sind solche Affirmationen nicht nur wertlos, sondern können auch kontraproduktiv sein.

Wenn du ein geringes Selbstwertgefühl hast und diesen Ansatz nimmst und keine positiven Ergebnisse siehst, dann rate, was passiert?

Ja, du denkst noch geringer über dich selbst, weil du nicht einmal in der Lage bist, etwas so Einfaches zu tun.

Das liegt an deinen Mustern und Steuerungsprogrammen aus der Kindheit. Da sie regelrechte Überlebensprogramme sind, werden die jeden deiner Versuch in der Richtung sabotieren.
Du musst erst diese drei erst finden. Dann können solche Affirmationen unterstützend auch gut sein. Alleine funktionieren die garantiert nicht.
Denn selbst in professionellen Coachings wehrt sich das Ego bei Klienten vehement dagegen, sich diese Programme entziehen zu lassen.

Erkenntnis: Sei vorsichtig mit dem, was einige Gurus der Selbstentwicklung dir sagen, weil sie sich das oft aus dem Hintern ziehen, meinem Gefühl nach. Wenn sich eine Affirmation für dich nicht gut anfühlt, dann bist du wahrscheinlich besser beraten, sie nicht zu benutzen.

Das könnte dich dazu auch interessieren: Was ist Persönlichkeitsentwicklung – wie du anfangen kannst

5. Menschen können sich in jedem Alter verändern.

Wir lieben es, Ausdrücke wie „Ein Leopard ändert nie seine Flecken“ und „Man kann einem alten Hund keine neuen Tricks beibringen“ zu verwenden, obwohl die Wissenschaft diese falschen Überzeugungen in die Tonne gekloppt und mit einer Dampfwalze in den Boden planiert haben. Denn unser Hirn ist neuroplastisch  und kann sich bis ins hohe Alter verändern.

Du kannst dich allerdings nicht ändern, wenn du dich weigerst. Oder die manchmal schmerzhaften Erkenntnisse nicht aushalten willst. Du kannst dich nicht ändern, wenn du nicht glaubst, dass du es kannst. Und du kannst dich nicht ändern, ohne zu arbeiten. Vorausgesetzt, du bist nicht geistig behindert, kannst du dich ändern, also lass die Ausreden und akzeptiere die Wahrheit.

Erkenntnis: Es spielt keine Rolle, wie alt du bist, du kannst definitiv neue Fähigkeiten, neue Denkweisen und mehr Lebensfreude erreichen.

6. Die Vorteile der Meditation übertreffen die von Workouts.

In den letzten 5 Jahren wurde sehr viel zum Thema Meditation und Achtsamkeit geforscht. Hier sind ein paar Vorteile, die du wissen solltest:

  • Erhöhte Konzentration und Fokussierung
  • Mehr Empathie und Verständnis für andere Menschen
  • Mehr Gelassenheit, denn sie senkt den Stresspegel
  • Erhöht unsere Fähigkeit, mit Schwierigkeiten umzugehen.
  • Reduziert den Blutdruck bei Menschen, die ein höheres als das ideale Niveau haben.
  • Sie kann das Niveau einer Depression senken.
  • Macht glücklicher und zufriedener.
  • Verbessert den allgemeinen Gesundheitszustand.

Um fair zu sein: es gibt nicht eine einzige Art von Meditation, die all diese Ergebnisse hervorbringt.

Zum Beispiel hilft eine Metta Bhavana oder Meditation der liebenden Güte für mehr Empathie, während eine Atemmeditation bei der Konzentration hilft. Beide können jedoch beim Abbau von Stress helfen.

Wenn du damit anfangen willst, kannst du hier weiter lesen: 33 Gründe für Meditation und wie du anfängst

Erkenntnis: Fange mit Meditation oder Achtsamkeitsübungen an.

7. Du kannst wahrscheinlich keine Multitasking-Aufgaben durchführen (jedenfalls nicht effektiv).

Etwa 98% der Bevölkerung sind nicht multitaskingfähig, und der Versuch, dies zu tun, beeinträchtigt die Leistung, jedes Mal. Denn wenn du von einer Sache zur anderen wechselst, benötigt dein Gehirn zwischen 1 und 3 Sekunden, um sich neu zu konzentrieren. Einfach weil es linear denkt.

Ich beobachte oft Kinder oder Teenager, die – egal bei was sie machen – im Minutentakt auf ihr Telefon starren. Das schärft wahrscheinlich die Fähigkeit, sich im späteren Leben nicht konzentrieren zu können.

Erkenntnis: Vergiss Multitasking und mache eine Sache gut, anstatt drei Dinge schlecht zu machen. Ich versuche das jeden Tag relativ erfolglos aber das nur nebenbei. 😉

8. Du bist ein Weltklasse-Anpassungskünstler

Du hast wahrscheinlich schon beobachtet, wie andere Menschen mit großen Lebensschwierigkeiten zu kämpfen hatten und sie überwanden, und dachtest dir: „Wow, sie sind so mutig und hartnäckig, das könnte ich nie“.

Aber das hättest du wahrscheinlich auch tun können, denn du bist großartig darin, dich an deine Umstände anzupassen. Du hast dich mit jeder einzelnen Sache gemeistert, die das Leben in deine  Richtung geworfen hat, und du wirst das weiterhin tun, bis du stirbst.

Wenn du deinen Job verlieren würdest, würdest du dich anpassen. Wenn du dein Haus verkleinern müsstest, würdest du dich anpassen. Wenn du krank wirst, wirst du dich anpassen. Glaube mir, du bist das erstaunliche Ergebnis einer langen Evolution und deine Anpassungsfähigkeiten ist Weltklasse.

Die blöde Nachricht ist, dass du dich auch an diese 20%ige Gehaltserhöhung in Nullkommanichts anpassen wirst, von der ich in #3 gesprochen habe, und dein Glücksempfinden wird schnell zur Normalität zurückkehren.

Erkenntnis: Was auch immer in deiner Zukunft kommen wird; du wirst damit umgehen. Das kannst du desto besser, je ausgeprägter deine Resillienz Fähigkeit ist. Je genauer du dich selbst kennst und desto mehr Werkzeuge du zur Verfügung hast, um mit Krisen umzugehen, desto einfacher ist das.

 

9. Du bist richtig schlecht darin, vorherzusagen, wie du dich über die Dinge in der Zukunft fühlen wirst.

Als Menschen haben wir die Tendenz zu denken, dass wir in Zukunft anders über die Dinge denken werden als jetzt.

Wir würden heute Abend nicht „ja“ zu dem Essen sagen zu dem wir eingeladen sind, aber es  ist in 3 Monaten, also wird es bis dahin enorm attraktiv werden. Ein Fallschirmsprung macht mir heute Angst, aber in 6 Monaten würde ich mit der Begeisterung eines besoffenen Lemmings aus einem Flugzeug springen.

Auf keinen Fall werde ich heute Abend das verrückte Kind von nebenan Babysittern.

Aber Moment- erst im November? Natürlich werde ich mich gerne um den kleinen Satan kümmern, auch wenn er wieder versuchen wird, mich mit einer Fondue Gabel zu erstechen.

Erkenntnis: Triff Entscheidungen am besten darauf basierend, ob du sie heute so machen würdest. (Falls keine sehr großen Veränderungen drohen, welche die Rahmenbedingungen völlig ändern).

 

Dazu gibt es ein großartiges Buch: Ins Glück stolpern. (Oder warum uns unser Hirn permanent veräppelt – wie ich es nennen würde).

 

10. Du hast eine Menge falscher Erinnerungen.

Dein  Gehirn speichert keine Erinnerungen wie ein Video, es erinnert sich einfach an Schnappschüsse und fügt den Rest zusammen, indem es aus früheren Lebenserfahrungen und dem, was es erwartet.

Folglich macht dein Gehirn viele Fehler, besonders wenn es um Kindheitserinnerungen geht.

Erkenntnis: Vermeide es, dogmatisch zu sein und darauf zu bestehen, dass sich dein Verstand an ein Ereignis genau so erinnert, wie es war. Wenn du einen Streit hast, in dem jemand etwas anderes behauptet, dann ist es genauso wahrscheinlich, dass er Recht hat, wie du.

11. Überzeugungen sind keine Fakten

Es spielt keine Rolle, wie sehr man etwas glaubt, es gibt keinen Zusammenhang zwischen Glaube und Wahrheit.

Ich höre viele Leute Dinge sagen wie: „Gott existiert absolut“, „Gott existiert absolut nicht“ und „Tatsache ist, dass Trump ein schlecht getarntes Alien ist“.

Letzteres ist, ziemlich nahe daran, eine Tatsache zu sein, aber obwohl die meisten Amerikaner bei dieser Aussage in weiser Übereinstimmung nicken würden, ist es immer noch nur ein Glaube.

Erkenntnis: Sei vorsichtig, worauf du  bestehst, und hinterfrage regelmäßig deine Überzeugungen, insbesondere die über deine eigenen Fähigkeiten und Grenzen.

12. Du solltest nicht einfach deiner Berufung folgen.

Früher habe ich Joseph Campbells Zitat „follow your bliss“ absolut unterschrieben. Schließlich hörte ich es immer wieder.

Es wäre ein viel besseres Zitat zu sagen: „Folgt eurer Berufung, wenn es im Entferntesten vernünftig ist, euch nicht in den Bankrott treibt, eure engsten Beziehungen ruinieren oder töten wird.

Erkenntnis: Frage dich selbst, ob es wirklich plausibel ist, deinem größten Traum im Leben zu folgen. Es muss nicht einfach sein, es muss nur physisch möglich sein. Wenn die Antwort „ja“ lautet, dann mache das!

13. Visualisierung funktioniert wirklich – und wahrscheinlich besser, als du es dir vorstellst.

Würden es dich überraschen, wenn ich dir erkläre, dass neue Forschungen zeigen, dass Leute, die das Training visualisieren, wirklich auch so die anvisierte Muskelmasse aufbauen?

Das ist wirklich so. Die Ergebnisse waren nicht so gut wie das eigentliche Training, und der Grad der Konzentration und Anstrengung war wahrscheinlich nicht weniger als das Pumpen von Eisen, aber es klappte trotzdem. Wenn du Angst vor dem öffentlichen Reden hast und eine Rede halten musst, visualisierst du sie wahrscheinlich schon.

Leider visualisierst du dir wahrscheinlich eine Katastrophe, bei der du über das Mikrofonkabel fällst, dich vor Aufregung in die erste Reihe des Publikums erbrechen musst, ohnmächtig wirst und von der Bühne getragen wirst, und nach deiner Mami rufst.

Dein Gehirn ist sehr schlecht darin zu wissen, was real ist und was vorgestellt wird und die Visualisierung baut neuronale Wege auf, ähnlich wie wenn du wirklich tun würdest, was du da visualisierst.
(Daher glaubt dein Gehirn auch den immer negativen Nachrichten und meint, die Welt sei voll Mord und Todschlag).

Deshalb visualisieren die meisten Weltklasse-Sportler wie verrückt.

Erkenntnis: Visualisiere deinen Erfolg bewusst, denn wenn du es nicht tust, wer weiß, was sich dein Gehirn unter der Oberfläche vorstellt und stattdessen anstellt.

14. Jede menschliche Handlung oder Verhalten hat eine positive Absicht.

Ich mag den Ausdruck „Selbst-Sabotage“ nicht so sehr. Unsere Programme können uns sabotieren. Aber nicht alles, was nach Selbst Sabotage aussieht, ist auch eine. Es ist einfach, auf die Zeit zurückzublicken, als du deinem Chef gesagt hast, er solle sich ins Knie fxxxx und dich dann fragst, woran zum Teufel du gedacht hast, als du gefeuert wurdest.

Etwas Ähnliches passierte einer Klientin, die mir damit ihre Tendenz zur Selbstsabotage zeigen wollte. Bei weiteren Nachfragen zeigte sich, dass sie diesen Job gehasst hatte und froh war, dass sie dort nicht mehr arbeitete. Was ist daran also Selbst-Sabotage?

Es wird Ereignisse geben, auf die du zurückblickst, nachdem dein Verhalten nicht zu einem guten Ergebnis geführt hat.

Allerdings gab es immer eine positive Absicht, die dein Verhalten untermauert, auch wenn es nicht immer offensichtlich ist.

Erkenntnis: Die Entscheidung, ein Fass Tequila zu trinken und sich dann bei der Firmenfeier nackt auszuziehen und in den Pool zu springen, war dann eventuell eine schlechte, aber zu der Zeit dachte dein Gehirn wahrscheinlich, es sei irre lustig. Die positive Absicht war, Spaß zu haben und die öden Spießer zu beleben.

Warum dein Hirn ansonsten komische Dinge tut, kannst du hier nachlesen: Veränderung … warum dein Hirn lieber ins Sofakissen pupst

 

15. Du kannst wahrscheinlich in 28 Tagen keine Gewohnheit bilden.

Ja, ja, ja, ich weiß, Steven Covey sagte in ‘The & Habits of Highly Successful People‘ man könnte das schaffen, aber die Wissenschaft hat bewiesen, dass er sich irrt.

Gewohnheiten sind unbewusste Verhaltensmuster. Wenn du dich immer nach 6 Monaten noch drängst, ins Fitnessstudio zu gehen oder nach 3 Monaten bei der Meditation zu bleiben, liegt es daran, dass es noch keine Gewohnheiten sind.

Das Ärgernis ist, dass es oft einfacher ist, schlechte Gewohnheiten zu erwerben oder zu behalten, als gute.  Dein Hirn mag Veränderung nicht, weil die Energie kostet.
Wenn du also versuchst, die Dinge zu ändern und eine negative Angewohnheit durch eine neue, positive zu ersetzen, wirst du Zeit brauchen, bis die neuronalen Verbindungen der alten Gewohnheit verkümmern und sterben.

Die gute Nachricht ist, dass sie es irgendwann tun werden. Die schlechte Nachricht ist, dass einige lebenslange Gewohnheiten Jahre, ja sogar Jahrzehnte dauern können, bis sie vollständig verändert sind. Ich habe zig Cochingausbildungen, schließe jeden Tag einen neuen Vertrag mit mir, Dinge zu verändern und scheitere trotzdem oft. Ich trainiere aber weiter.

Erkenntnis: Bei der Umsetzung neuer Gewohnheiten muss man sich wirklich engagieren. Es ist eine Willens Entscheidung. Es kann wundersamer Weise in 28 Tagen passieren, aber die Wahrscheinlichkeit ist, dass es viel länger dauern wird.

 

16. Du kannst die Angst nicht beseitigen.

Angst ist für die meisten Menschen ein fest verdrahtetes Gefühl (es gibt Ausnahmen, einige Psychopathen erleben wenig, wenn überhaupt Angst, aber ich nehme an, dass du kein Psychopath bist . Falls doch – Sorry. Töte mich nicht!).

Wir brauchen Angst, um uns davon abzuhalten, dumme Dinge zu tun, sie  hat uns ermöglicht uns als Spezies weiterzuentwickeln ohne uns selbst zu eliminieren.

Angst ist selten das Thema. Die Frage ist, wie wir darauf reagieren. Die meisten Leute sagen sich, dass sie dumm sind, wenn sie Angst haben, was ironischerweise nur dazu führt, es noch schlimmer zu machen. Akzeptiere, dass Angst in Ordnung ist und dass es nur eine Emotion ist, die kommt und geht wie jede andere Emotion und sie dich nicht töten wird.

Ich helfe Menschen dabei trotz der Angst zu handeln. Denn das ist Mut. Nicht, keine Angst zu haben.

Erkenntnis: Nimm die Biene in die Hand, wenn dir Leute sagen, sie könnten alle deine Ängste beseitigen, denn das ist nicht nur eine schlechte Idee, sondern sie werden dir wahrscheinlich auch ein Grundstück auf dem Mond andrehen.

17.Du kannst deine Stimmung ändern, indem du deine Körpersprache änderst.

Man glaubte früher, dass unsere Körpersprache von unserer Stimmung bestimmt wird.

Mit anderen Worten, wenn wir traurig wären, würden wir zusammenbrechen und die Stirn runzeln. Wenn wir kein Selbstvertrauen hätten, würden wir unseren Körper zusammenzukrümmen und versuchen, uns zu verstecken. Und wenn wir glücklich wären, würden wir lächeln.

Glücklicherweise wissen wir jetzt, dass dies in beide Richtungen geht.

Wenn du (wirklich) lächelst, bekommt dein Gehirn eine Nachricht, dass du glücklich bist und beginnt nach Gründen zu suchen, warum du glücklich bist. Ud  wird sie im Allgemeinen finden.

Wenn du aufrecht stehst, mit geraden Schulter und mit herausgedrückter Brust, kannst du dich sicherer fühlen.

Erkenntnis: Großartig zu wissen, dass eine bloße Veränderung der Körperhaltung oder der Gesichtsmuskeln uns helfen kann, uns besser zu fühlen.

WICHTIG: Wenn du ständig nach unten auf dein Handy glotzt, bringt dich das in schlechte Stimmung!

18.Du kannst das Leben nicht kontrollieren.

Das Leben liegt größtenteils außerhalb deiner Kontrolle.  Das Naturgesetz des Lebens ist Veränderung. Sie ist das einzig Beständige.

Gerade als du das gelesen hast, sind bei dir Körperzellen zerfallen.
Sicher kannst du es beeinflussen, indem du bestimmte Entscheidungen in den Bereichen Gesundheit, Arbeit, Finanzen und vielen anderen Bereichen triffst. Aber das Leben macht im Großen und Ganzen, was es will und ihm ist egal, was du willst.

Du wirst krank werden. Du wirst geliebte Menschen verlieren. Und du wirst schlechte Tage haben, einschließlich einiger sehr schlechter Tage.

Wenn du Risiken eingehst, hast du nicht das Risiko zu scheitern. Du wirst scheitern an ein oder der anderen Stelle. Ich bin bei großen Risiken schmerzhaft gescheitert. Würde ich etwas ändern und auf die Erfahrung verzichten?

Nein. So schlimm es war – ich habe viel gelernt und es war der Startschuss viel in meinem Leben zu ändern.

Wenn du denkst, dass du das Leben kontrollieren kannst, dich unverletzlich machen kannst, richte dich auf einen bösen Sturz ein, weil das Leben dich plötzlich in die Eingeweide treten und sich nicht einmal entschuldigen wird.

Zudem trennst du dich mit dem Versuch unverletzlich und unverwundbar zu sein von deinen Gefühlen und damit von einem Leben aus vollem Herzen ab. Daran muss ich mich auch ständig wieder selbst erinnern, wenn ich aus Angst etwas nicht tun will, was ganz toll sein könnte, würde ich mich nur trauen.

Sicherheit, Stabilität und Kontrolle sind alles Illusionen und wenn du das akzeptieren kannst, wirst du mit den Launen des Lebens viel besser umgehen können. Übrigens: Meditation kann dir helfen, das zu tun. (Du erbrichst bei dem Wort wahrscheinlich schon – sorry).

 

Also: Akzeptiere, dass du nicht der Ober Honcho des Universums bist

 

Bonus

Was ich gerne immer wieder gerne wiederhole, weil wir da einem riesigen Irrtum aufsitzen: Dein natürlicher Zustand ist NICHT glücklich zu sein. Der Job deines Gehirns ist, dich am Leben zu halten. Wenn du abends noch atmest, kippt es zur Belohnung einen Schnaps. Für deine Lebensfreude bist du selbst verantwortlich, indem du deinen jahrelang mitgeschleppten, inneren Müll mal ausräumst, um Platz für Neues zu machen.

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Jeanette

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About Jean

Ich bin Jeanette. Freiheits-Mentorin und Coach. Ich helfe dir den Mut zu haben, dein Leben nach deinen Regeln zu leben und deine Vorstellung von Freiheit zu finden. Egal ob du selbstbestimmter leben, deine Berufung und deine Geschäftsidee finden oder eine Auszeit vom Job machen willst. DEIN LEBEN. DEINE REGELN!

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