Mutiger werden – Warum mutige Entscheidungen Leidenschaft brauchen. - Jeanette Bouffier

Mutiger werden – Warum mutige Entscheidungen Leidenschaft brauchen.

Mutige-Entscheidungen-treffen

Ich war letztes Jahr in Miami, Florida.

Die nettesten Menschen, die wir in Florida trafen, waren ein Paar das ursprünglich aus Kalifornien stammte. Wir wohnten bei ihnen einige Tage an der Westküste, saßen Nachts mit ihnen und einer Gitarre am Lagerfeuer, sangen (oder sagen wir: ich lies singen, was besser für alle Anwesenden war) und erfuhren von ihren Plänen wieder nach Kalifornien zurück zu kehren und sich ein Tiny House zu bauen. 

Sie kamen mit der Gier nach immer mehr und der Verschwendungssucht in Florida auch nicht zurecht.

Er war Professor für Geschichte und Ökonomie und sie Sozial Arbeiterin. Beide waren weltoffen, weit gereist und hatten verstanden, worin Glück besteht. In Erlebnissen, Menschen, ihren Geschichten, Dankbarkeit und den kleinen Dingen. Ihre Haltung war:

Man kann auch mit wenig glücklich sein.

Aber wohl nicht in Florida. Hier wird der amerikanische Traum zelebriert. Groß, größer und vor allem: Mehr Zeug. Meine Tante lebt in der Nähe von Fort Lauderdale, das die größte Shopping Mall der Ostküste beherbergt. Ein Eldorado für die Reichen und Schönen und die Touristen die sich zumindest so fühlen wollen. Ein Konsumtempel für die Anbeter von Designerklamotten und teure Status Accessoires. Ich hatte versprochen, dass wir auf dem Rückweg dorthin gehen.

Menschen hetzten mit gläsernem Blick, den Orientierungsplan und das Handy in der Hand jonglierend, an mir vorbei.  In der anderen Hand konnten sie kaum die Mengen an Tüten festhalten, die sie im Kaufrausch angesammelt hatten.

 

Shopping – die Suche nach dem Sinn des Lebens.

Ich stand mitten in dem Luxushorror und schleppte mich pflichtschuldigst in die Läden. Im Kopf die Gedanken: „Wenn man halt schon mal da ist …und jeder will doch hier hin…dann gucke ich halt auch mal“.

Nach drei Shops und Horden von Leuten, die ihren Lebenssinn offenbar darin fanden, für die Prada Brille nur 200 $ statt 400 $ auszugeben und bei denen die Dollarbündel wie Wüstengrasbüschel durch die Einöde ihres Daseins rollten, fragte ich mich, warum ich den Irrsinn mitmachte. Ich flüchtete nach draußen, den wohlmeinenden Damen in denn Gängen ausweichend, die mir Lockenstäbe oder Gratis Kosmetikproben andrehen wollten.

Mir sind Designer Labels völlig schnurz. Ich empfinde unnötigen Besitz zunehmend als Ballast. Das warer früher nicht. Damals, als ich Frust im Kaufrausch betäubte. Aber mir wurde irgendwann klar, dass ich ein ernsthaftes Problem habe, wenn ich mich selbst durch Statussymbole aufwerten und mich mit Shoppen vom Zustand des eigenen Lebens ablenken muss.

 

Einkaufen ist Ersatzbefriedigung um innere Leere zu füllen.

Um uns abzulenken von uns selbst. Jedenfalls wenn es schon fast zum Automatismus wird.

Ich suchte mir ein nettes Café und genoss die Sonne. Das Essen weniger, da es – wie überall in Florida – auf Styropor oder auf Plastikgeschirr daher kam. Allerdings waren wir kurz zuvor in Cape Canaveral und erfuhren dass die NASA jetzt eine Mission zum Mars vor hat um zu gucken ob der bewohnbar ist.

„Wenn die Erde hinüber ist, können wir ja dann dort hin“, grummelte ich in meinen Kaffee. Shoppen verursacht mir eindeutig schlechte Laune.

 

Junkies auf der Suche nach dem nächsten Schuss.

Genauer gesagt verursacht mir hirnloser Konsum zunehmend schlechte Laune. Und kaum jemand schien dabei glücklich zu sein. Ich hatte das Gefühl, Junkies auf der Suche nach dem nächsten Schuss zu beobachten.

 

Das Gegenteil von Überfluss ist „Genug“.

Als ich damals nach Hause flog, aus diesem übersättigten, überfressenen Land, dachte ich über alternative Lebenskonzepte nach.

Ich war lange Zeit nur mit einem Backpack in der Welt unterwegs gewesen. Und hatte mich nie so frei gefühlt.

Ich hatte gemerkt, dass Glück vor allem aus Erlebnissen und die Beziehung zu Menschen besteht. Nicht aus Konsum.

Freiheit oder Besitz?

Vor einer Weile lernte ich einen Künstler in Amsterdam kennen, der sich für „Weniger ist mehr“ entschieden hatte. Das wusste ich allerdings anfangs nicht.
Seine Wohnung blickte auf einen der Kanäle hinaus und war stilvoll eingerichtet.

„Schöne Möbel, du hast einen guten Stil“, sagte ich und schaute mich in seiner Wohnung um.

„Nichts davon gehört mir“, antwortete er. Ich starrte ihn verblüfft an.

„Was gehört dir denn?“

„Meine Bücher, meine Kleidung, ein paar persönliche Dinge und meine Bilder.“

„Mehr hast du nicht?“

„Ich wohne immer zur Zwischenmiete, da ist es leichter umzuziehen“.

„Hattest du nie mehr?“

„Doch“, sagte er. „Aber die Mieten stiegen in Amsterdam immer weiter und ich musste mich entscheiden: Verlasse ich die Stadt? Lasse ich mich wieder fest anstellen, nur um alles bezahlen zu können? Oder ist mir meine Freiheit, meine Reisen und vor allem meine Kunst wichtiger? Die Antwort kennst du.“

„Und es ist spannend, du lernst immer neue Seiten der Stadt kennen“, dachte ich laut nach.

„Genau. Wenn ich umziehe, kann ich auf lange Reisen gehen. Ein paar Kartons kann man unkompliziert einlagern.“ Er grinste und wirkte dabei sehr zufrieden und ausgeglichen. „Und wenn du wieder kommst, bin ich schon in der nächsten Wohnung. Du hast doch gesagt, dass du Abwechslung liebst“.

 

Was ist deine Leidenschaft und was ist sie dir wert?

Ich fand das sehr konsequent und mutig. Aber wer ist schon bereit solche Einschnitte hinzunehmen. Den Mut zu haben, den festen Job aufzugeben und sich nur seinem Traum zu widmen.
Diesen Mut hat man nur, wenn man mit Leidenschaft an etwas glaubt. Sie gibt einem das Durchhaltevermögen.

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Je leidenschaftlicher man an etwas glaubt, desto mutiger ist man. @jeanbouffier

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Der Hauptgrund für Konsum ist Betäubung

Warum streben viele trotzdem so sehr danach viel zu besitzen? Sicherheit. Bequemlichkeit. Status. Wer viel hat, ist eben auch wer nach außen. Ein Macher. Mit wenig Zeit aber viel Besitz,  an dem man entweder den Fleiß, die Gier, die Korrumpierbarkeit oder den nahenden Burnout ablesen kann.

Der hauptsächliche Grund aber ist, sich zu betäuben meiner Ansicht nach. Sich abzulenken.

 

Was ist mir wirklich wichtig im Leben?

Als ich wieder Zuhause war, setzte ich mich auf mein Sofa und sah mich um. Der viele Platz ist schön. Klar. Aber wozu habe ich ein Schlafzimmer, in dem ich nur drin bin, wenn ich schlafe? Das ist ein toter Raum.

Meine Wohnung ist sparsam aber mit liebevoll zusammengesuchten Einzeltücken eingerichtet. Ein Teil davon gehört allerdings auch nicht mir, sondern hat hier nur Asyl.

Ich fragte mich: Wie würde ich mich fühlen, wenn die Wohnung abbrennen würde und nichts mehr davon da wäre?  Was würde ich retten wollen? Fotos meiner Familie, die weiße Decke die mir meine Oma gehäkelt  hatte, mein Pass, der Laptop und ein paar Klamotten, war die Antwort. Mehr nicht.

 

Wenn alles weg ist, ist Platz für Neues.

Der Gedanke an den Verlust des Restes erschütterte mich erstaunlich wenig. Ich dachte sogar: „Super, wenn alles weg ist, kann ich neue Sachen finden.“

Und der nächste Gedanke: „Würde ich das wollen?“ Ich hatte eher das Gefühl, jetzt schon die Hälfte los werden zu wollen. Alleine der Gedanke lies mich freier fühlen.

Es geht mir dabei nicht um den Verlust des Geldes. Natürlich ist der schlimm. Sondern darum, worin man es investiert, wo die wirklichen Werte sind.

Und die liegen in Erinnerungen und Erlebnissen.

 

Wann ist es genug?

Die Wissenschaft hat lang und breit bewiesen, dass wir ab einem bestimmten Lebensstandard nicht glücklicher sind, wenn wir mehr haben.

Ich wollte nie mehr haben, als in einen Mercedes Kleintransporter passt. Im Moment würde ich sagen, brauche ich zwei. Ich könnte aber problemlos in ein Tiny House umziehen und alles Überflüssige los werden, ohne auch nur einen Funken bedauern zu spüren. Der Krempel den ich habe liegt mir mittlerweile wie ein Mühlstein um den Hals.

Mit wie viel Ballast will ich auf Dauer leben?

Es war der Anfang davon, mich zu fragen, wie und mit wie viel Ballast ich auf Dauer leben will. Ich begann alternative Wohnkonzepte zu recherchieren. Ich tue es noch.

 

Downsizing wird einem in Deutschland leider nicht leicht gemacht.

Auch ein Tiny House ist ein Gebäude und braucht Grundstück wie Baugenehmigung. Die Wasserschutzbehörde erteilt keine Genehmigungen mehr für Hausboote. Aber egal welches Konzept es am Ende wird. Eine Mini Wohnung oder eine die man teilt. Es geht um die Frage:

 

Wie viele Wurzeln brauche ich? Wieviel Freiheit will ich?

Worin finde ich Sinn und wie messe ich Erfolg?

Wer bin ich ohne Statussymbole?

Und zwar nicht nur in Theorie. Nichts gegen schöne Dinge aber:

 

Welchen immateriellen Preis – meine Lebenszeit – bin ich bereit für Materielles zu zahlen?

Bin ich bereit mich dafür anketten zu lassen auf Dauer?

Ich bin es nicht mehr. Und plötzlich konnte ich meinen Freund wirklich verstehen.

Wenn du etwas hast, was du leidenschaftlich gerne machst, hast du den Mut sehr viel dafür aufzugeben.
Selbst die Freiheit wieder für eine Weile, wenn es keine andere Möglichkeit gibt deinen Traum zu finanzieren.
Mut ist nicht ein Risiko einzugehen und sofort Erfolg zu haben, sondern weiter zu machen auch wenn es nicht mach Plan geht, wenn es schwer ist.
Am Ziel festzuhalten und bereit zu sein dafür an anderen Stellen zurück zustecken.

 

 

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Das ist so wichtig, weil Werte unsere Handlungen steuern. Wenn wir unglücklich sind, hat das meist mit einem Werte Konflikt zu tun. Wenn es uns schwer fällt, mutige Entscheidungen zu treffen, Dinge loszulassen, oder Unannehmlichkeiten für ein höheres Ziel in Kauf zu nehmen, hängt das stark damit zusammen, dass wir unsere Kernwerte nicht kennen.

Mutige Entscheidungen treffen wir dann, wenn wir etwas haben, das es uns wert ist, das zu tun.

Für das wir bereit sind Dinge loszulassen, vielleicht erst mal sehr wenig zu haben. Die Leere auszuhalten, die gleichzeitig aber Platz für Neues bietet. Platz für etwas, das kein Preisschild hat.

 

Was ist das, was dich so begeistert, das du mit solcher Leidenschaft verfolgst, dass du bereit wärest auf den größten Teil deines Besitzes zu verzichten? Auf Geld, auf Status?

Jeanett3

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Kurs Foto: Frau auf Schaukel: Unsplash – Artem-Bali
Jean

About Jean

Ich bin Jeanette. Freiheits-Mentorin und Coach. Ich helfe dir den Mut zu haben, dein Leben nach deinen Regeln zu leben und deine Vorstellung von Freiheit zu finden. Egal ob du selbstbestimmter leben, deine Berufung und deine Geschäftsidee finden oder eine Auszeit vom Job machen willst. DEIN LEBEN. DEINE REGELN!

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