#3 Was ist Persönlichkeitsentwicklung? Wie du anfangen kannst. - Jeanette Bouffier

#3 Was ist Persönlichkeitsentwicklung? Wie du anfangen kannst.

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Das Wichtigste zuerst: Persönlichkeitsentwicklung bedeutet NICHT dass du deine Persönlichkeit ändern musst (diese Befürchtung hält Viele davon ab zum Coach zu gehen). Nachdem das mal aus dem Weg ist, kannst du beruhigt weiter lesen und ich erkläre dir warum du das nicht tun musst.

Der Artikel ist Teil 3 einer vierteiligen Serie.

Hier geht es zum kompletten Inhaltsverzeichnis und zu Teil 1.

Hier geht es zu Teil 2


TEIL 3

Wenn dich folgende Fragen umtreiben, bist du hier richtig:

  1. Was ist der Sinn von Persönlichkeitsentwicklung und was bringt sie mir?

  2. Was ist Persönlichkeitsentwicklung?

  3. Wie sich die Persönlichkeit entwickelt.

  4. Wo Persönlichkeitsentwicklung ansetzt.

Das, was ich aus eigener Erfahrung und aus der Arbeit mit meinen Klienten wirklich weiß, ist dieses:

Wenn du dir mehr vom Leben wünschst und spürst, dass es dies auch zu bieten hat, musst du dich selbst sehr gut kennen um herausfinden, was genau du vom Leben wirklich haben willst und wie du es bekommst. Und mit „haben wollen“ meine ich keinen Ferrari oder eine Prada Tasche. Es geht hier um ein erfülltes Leben. Darum, das Gefühl zu haben, deine Zeit sinnvoll zu verbringen. Wenn du das Gefühl schon hast und alles tutti ist, kannst du hier aufhören zu lesen.

Das was dich im Leben steuert, sind unbewusst ablaufende Programme aus der Kindheit.

Sie sind wie die Stäbe eines unsichtbaren Käfigs, gegen die du immer wieder anrennst. Du fühlst, dass sie da sind aber weißt nicht woraus sie bestehen. Du spürst nur immer wieder die Auswirkungen. Im Job und im Privatleben. Diese Muster sind sehr stark und werden dich immer wieder dabei sabotieren, erfolgreich dein Leben zu gestalten.

Früher hat man geglaubt, dass sich die Persönlichkeit ab einem bestimmten Alter nicht mehr verändern kann. Dank ein paar neugieriger und rebellischer Neurobiologen, die sich damit nicht zufriedengaben, wissen wir aber schon länger:

Unser Hirn ist neuroplastisch.

Es kann sich also bis ins hohe Alter verändern.  Das Hirn ist zwar kein Fan davon neue Nervenbahnen zu bilden, weil das anstrengend ist und die Betriebsenergie hochjagt, aber es geht, wenn der Wille und die Motivation da sind. Oder schlicht genug Leidensdruck.

Falls es dir als gerade nicht gut geht, ist das die gute Nachricht.

Was ist also genau der Sinn von Persönlichkeitsentwicklung?

Mit Persönlichkeitsentwicklung kannst du deinen Blockaden auf die Spur kommen.

Die wahrscheinlich größte Ironie des Lebens ist, dass das das einzig konstante das ist, dem wir uns oft am meisten widersetzen.

Sogar in den wenigen Sekunden, die du gebraucht hast, um dies zu lesen, hat dein Körper eine Veränderung auf zellulärer Ebene erfahren. Wir verändern uns ständig und das gilt auch für alles und jeden um uns herum. Nichts ist statisch.

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Der größte Irrtum ist, dass du einen Zustand der Sicherheit erreichen kannst.

Als Menschen sehnen wir uns nach Stabilität und Sicherheit. Auch wenn es keine gibt. Die gesündesten Menschen werden krank, die Reichsten können bankrott gehen und die besten Beziehungen gehen irgendwann zu Ende. Dein Hirn versucht das aber zu erreichen. Mit allen Mitteln.

Es gibt einen evolutionären Grund für dein Gehirn, den Status Quo aufrecht zu erhalten.

Seine wichtigste Aufgabe besteht darin, dich am Leben zu erhalten. Wenn du am Ende des Tages noch atmest, klopft sich dein Hirn auf die Schulter und sagt sich: „Super Job, das machen wir Morgen gleich wieder so.“  Daher hasst es auch wenn du aus deiner Komfort- oder besser gesagt Sicherheitszone gehen willst. Das was bekannt ist, ist sicher. Unbekanntes erst mal potenziell lebensgefährlich. Es wird dich also davon abhalten wollen. Auch wenn du dein Leben zum besseren verändern willst.

Glücklich zu sein ist unser gesunder und normaler Zustand.

Das zu glauben ist der zweite große Irrtum.  Natürlich wollen wir glücklich sein und Angst und Schmerz vermeiden. Aber dafür bastelt sich unser Hirn eben permanent Schreckensszenarien und macht sich Sorgen darüber, was alles passieren könnte. Glücklich fühlt man sich dabei nicht. Und zack – sind die schönen Momente, die man stattdessen hätte genießen können auch schon vorbei.

Deswegen verpasst du Chancen in Leben?

Weil du nicht risikofreudig und mutig genug warst. Dafür kann dein Hirn nichts. Es macht nur seinen Job. Und zwar seit der Steinzeit genauso. An unsere neuen Lebensanforderungen hat es sich leider nicht besser angepasst. Bei Gefahr reagiert noch immer unser Limbisches System, das nicht umsonst Reptiliengehirn heißt.

Du – die Krone der Schöpfung – reagierst dann wie ein Gecko.

Mit Flucht, Kampf oder tot stellen. Das kann auf Dates oder in Meeting Räumen zu Komplikationen führen.

Das kann man aber verändern.

Wie du besser mit deinen Gedanken und Gefühlen umgehen und mutiger werden kannst, lernst du übrigens in meinem neuen Online Kurs: MISSION MUT. Er startet im Februar 2019. Trage dich gerne in die Warteliste ein

Damit ich als Coach effektiv arbeite, muss ich in der Lage sein, dem Gehirn meines Klienten helfen zu erkennen, dass Veränderungen nicht bedrohlich sind, auch wenn das Unterbewusstsein etwas anderes sagt. Der einzige Weg, wie ich das tun kann, ist, Fragen zu stellen, die helfen, anders zu denken. Die richtige Frage zur richtigen Zeit kann die Denkweise bzw. den Blickwinkel eines Klienten verändern und ein völlig neues und hoffentlich nützlicheres Paradigma schaffen. Dazu muss ich wissen, wie Menschen ticken und warum.  Ich habe mich also intensiv damit beschäftigt, wie sich die Persönlichkeit entwickelt Warum wird jemand zum Perfektionisten, zum Choleriker, zur Drama Queen, zur Prinzessin. Und warum benehmen wir uns – aus der Sicht des Gegenübers – manchmal wie trotzige / traurige / beleidigte / bockige Fünfjährige?  Weil wir es in dem Moment dann auch sind. Zumindest emotional.

Wie sich eine Persönlichkeit entwickelt.

„Kinder lieben zunächst ihre Eltern blind, später fangen sie an, diese zu beurteilen, manchmal verzeihen sie ihnen sogar.“

Das Zitat stammt aus „Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde„.  Das Buch hat mich fasziniert als ich es in der Schule las. Der reiche und schöne Dorian Gray besitzt ein Porträt von sich, das eine besondere Eigenart hat. Während Gray immer maßloser und grausamer wird, z. B. eine junge Frau, die ihn liebt, fallen lässt und sie damit in den Tod treibt oder den Maler des Bildes tötet, bleibt sein Äußeres jung und makellos schön, während das Bild immer hässlicher wird.

Das Buch handelt von Kunst, Narzissmus, Egoismus und Hedonismus und Selbstinszenierung. (Ich frage mich, was Oscar Wilde von Selfies gehalten hätte 😉 . Dass Dorian elternlos aufwuchs, macht ihn zu einem leichteren Opfer für den skrupellosen Lord Henry, der ihn wie ein Kunstwerk formen will.  Dorian gibt allen anderen die Schuld an seiner Entwicklung und als er Jahre später das Bild mit einem Messer zerstören will, stirbt er selbst.

Mich hat das Buch lange beschäftigt, weil es deutlich vor Augen führte, dass wir alle Schattenanteile haben. Die wir verdrängen. Oder auch ausleben.

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Wir verändern und durch zwei Dinge: Liebe & Leid @jeanbouffier

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Unsere engsten Bezugspersonen formen in der Kindheit unsere Persönlichkeit.

Stelle dir ein kleines Mädchen vor, das auf dem Boden sitzt und eine Zeichnung für Mama macht, Selbstlos und mit viel Liebe. Leider mit Mamas Lippenstift und an der Wand des Wohnzimmers! Wenn Mami reflektiert und emphatisch (und total Zen) ist, reagiert sie nur mit Liebe und Akzeptanz und steuert das kleine Mädchen sanft auf ein besser geeignetes Medium (mit der liebevollen Bitte in Zukunft Wand und Lippenstift zu verschonen). Sie erkennt die Liebe dahinter an und lobt das Können des Kindes (während sie mit dem Maler telefoniert). Natürlich gibt es nur wenige Mütter, die selbst so erzogen wurden. Die meisten würden mit Wut oder emotionalem Rückzug reagieren. So werden z. B.  bestimmte Verhaltensweisen in der kindlichen künstlerischen Kreativität oder ängstliche Abhängigkeiten in der Eltern-Baby-Interaktion geformt. Meist wird der Wand mehr Wert bei-gemessen, als der Seele des Kindes.

Die Scham und Schuldgefühle, die wir spüren, wollen wir in Zukunft natürlich vermeiden. Sie sind der Grund für den Gedanken „Ich bin nicht genug“. Es gibt kaum einen Menschen, der diesen Gedanken noch nie hatte. Warum?

Kinder haben ein natürliches Bedürfnis nach unkonditionierter Liebe.

Wir bilden Persönlichkeit in der Beziehung zu unseren Eltern. Aber wenn das Fundament Familie unsicher ist, bleibt die Erwartung der Liebe unerfüllt und es kommt zu schmerzhaften Erfahrungen. Wenn das immer wieder passiert, werden Skepsis und Angst zu einem ständigen Zustand. Je jünger wir sind, desto einfacher zu beeindrucken sind wir. Kindern sind ihren engsten Bezugspersonen aus-geliefert.

Wir werden ohne eine Kultur oder Kenntnis unserer Umgebung geboren. Es ist die Familie, in der wir geboren werden, die uns eine einzigartige und unverwechselbare Identität gibt. Sozialisation ist der allgemeine Prozess des Erwerbs von Kultur. Unsere Familie, unsere Traditionen verleihen uns eine soziale Identität. Wenn wir sozial sind, lernen wir unsere Sprache, unsere Bräuche und mehr. Wir sind auf soziale Bindungen angewiesen um zu überleben.

Kinder starten echt und ehrlich mit ihrem ureigenen Selbst ins Leben.

Genetisch darauf programmiert neugierig und liebevoll zu sein und sich vertrauensvoll zu öffnen. Und auch vorsichtig zu sein. Immerhin ist es eine große, neue, beängstigende Welt da draußen, in dem das Kind nur durch die Eltern überlebt.

Es wird also alles tun um geliebt zu werden. Um zu überleben.

Babys weinen, wenn sie hungrig sind oder Schmerzen haben. Mit sich selbst gut verbundene Eltern, werden das Baby niemals schreien lassen, sondern sofort reagieren. Auf einige Verhaltensweisen reagieren Eltern liebevoll. Aber was, wenn das kleine Kind wütend wird, weil es ein Bedürfnis nicht befriedigt bekommt?  Für das Kind ist das ein völlig normales Verhalten, wie jedes andere auch. Für die Eltern ist Wut vielleicht nicht akzeptabel.

Möglicherweise wurden die Eltern selbst ignoriert, vielleicht löst das Verhalten das Bedürfnis des Elternteils nach Sicherheit und Kontrolle aus, eventuell verletzt es tief verwurzelte Moralvorstellungen, vielleicht hatte der Elternteil übermäßig anspruchsvolle Eltern, die in jungen Jahren wütend auf sie wurden. So können sie eine Persönlichkeit entwickelt haben, die den Bedürfnissen Anderer gegenüber oft Empathie los ist.

Aus welchem Grund auch immer, dieses wütende Verhalten des Babys drückt einen der Knöpfe aus der Kindheit der Eltern. Wenn diese dann mit Ablehnung reagieren, statt zu sagen: „Kleines, wir verstehen, dass du dein Universum erkundest und über Kontrolle lernst, wir haben dich trotz deines Gebrülls lieb (aber du kannst jetzt immer noch keine Schokolade haben)“, dann fehlt es an bedingungsloser Liebe. Dem wichtigsten Element das ein Baby zur emotional gesunden Entwicklung braucht.

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HER DAMIT

Das Kind lernt Bedürfnisse und Gefühle zu unterdrücken.

Manchmal so stark, dass es sie als Erwachsener gar nicht mehr spüren kann. Gezeigt wird nur noch Verhalten, das erlaubt ist und das mit „Liebe“ belohnt wird.  Eltern, die in der Kindheit selbst wenig Entscheidungsmöglichkeit hatten und zum Objekt der Erwartungen ihrer Eltern gemacht wurden, neigen dazu auch ihr Kind als Objekt zu behandeln, wenn ihnen das nicht bewusst ist.

Daraus werden Erwachsene, die glauben Liebe zu geben aber das gegenüber eigentlich als Bedürfniserfüller brauchen, der sie glücklich machen soll.

Und genau so wie die Eltern das taten, strafen sie dann auch andere ab: Mit Kommunikationsabbruch, Ignorieren, Wut, Fallenlassen usw.
Wer keinen Begriff von der eigenen Würde hat, hat ihn auch bei anderen nicht.

Wir sind alle verletzten Kinderseelen im Erwachsenen Kostüm

Ein Freund von mir – ein Israeli – ist Watsu (Wasser Shiatsu) Trainer und arbeitet ab und zu für einige Monate in Deutschland in einem Wellness Hotel. Bei Watsu wird der Körper des Klienten im körperwarmen Wasser bewegt, gezogen und gegen den Druck des Wassers massiert. Für eine Übung, welche die Wirbelsäule streckt, hält er dabei Menschen wie ein Baby im Arm.

Er erzählte mir, dass er anfangs entsetzt darüber war, dass sehr viele Menschen in der Haltung an-fingen zu Weinen. Er kannte das aus Israel nicht. „Was ist bei euch in Deutschland los?“, wollte er wissen. „Das fragst du mich als Israeli? Schau dir die deutsche Geschichte an“. Ich erklärte ihm meine Theorie dazu, die er sehr einleuchtend fand:

Krieg und emotional ausgehungerte Kinder.

Bis in die Siebziger Jahre hinein, war das Erziehungsbuch der Frau eines Nazi Generals, weit verbreitet. Es wies Eltern ausdrücklich an, Kinder emotional auszuhungern und mit dem Entzug von Zuwendung oder Strafen zu disziplinieren. Man wollte schließlich gefügige Soldaten haben. Die Schäden dieses Erziehungsstils kann man heute noch beobachten. Oder eher: fühlen. Und diese armen Menschen, die sich im Krieg oft zusätzlich von ihren Gefühlen abgespalten haben um zu überleben, bekamen dann Kinder. Da tun sich emotionale Abgründe auf.

Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen will, dem kann ich die Bücher von Sabine Bode empfehlen. Kriegskinder und Kriegsenkel.

Wie oft waren Freundinnen von mir verunsichert, weil ihre Mutter oder Schwiegermutter ihnen gesagt hatte: „Du musst es halt auch mal schreien lassen.“ Und wir reden hier über ein drei Monate altes Baby, das völlig hilflos ist. Auf meine Frage, was denn ihr Instinkt sagt, kam jedes Mal sofort als Antwort: „Natürlich nicht schreien lassen.“ Das verletzte Kind in uns selbst weiß sehr genau, was das richtige Verhalten ist. Wenn wir genau hinein fühlen. Viele können das aber nicht mehr.

Für das Kind ist das nicht konstante Verhalten der Eltern verwirrend.

Wenn es weint und lacht ist es ok, aber Wut ist nicht in Ordnung? Für das Baby gibt es keinen Unterschied. Es ist nur eine andere Emotion, die es zeigt. Ein weiterer Teil seines Selbst. Und der wird plötzlich angelehnt. Warum?

Ist der nicht auch schön und liebenswert?“ Doch bei jeder Handlung und jeder emotionalen Nuance vermitteln die Eltern: „Nein, diese Eigenschaft ist inakzeptabel“. Aus Sicht des Kindes wird nicht sein Verhalten abgelehnt. Es selbst wird abgelehnt.

Was machst du dann als Baby, wenn dein Leben von zwei emotional Verkorksten abhängt?

Es ist nicht nur frustriert von dieser Behandlung, sondern auch hilflos und verletzlich. Das Kind weiß nicht, dass es eine Welt jenseits dieser zwei Götter in seinem Leben gibt. Es denkt sich (so in etwa): „Die Götter sagen, dass ich diesen Teil von mir ändern muss, sonst werden sie mich nicht lieben – und das könnte für mich tödlich ausgehen.“ Das Kind hat keine Wahl; es ist konform oder es stirbt.

Das heißt, auf einer unbewussten Ebene „entscheidet“ sich das Kind, sich an die neurotische Vorlage anzupassen, die die Eltern ihm liefern: „Wut ist inakzeptabel. Du musst stattdessen konform sein.“ Dies schafft tiefsitzende Muster und Steuerungsprogramme, die unbewusst auch bei dem erwachsenen Menschen noch laufen.

Sie zu finden oder zu verändern, schafft man kaum alleine. Das Ego wehrt sich dagegen mit Zähnen und Klauen. Denn es sind ja regelrechte Überlebensprogramme um die es geht. Viele dieser Programme sind gut. Andere schaden uns, weil sie uns als Erwachsene sabotieren.

Und das führt, wenn es blöd läuft (und das tut es oft) zu einem Leben voller Schwierigkeiten und zu dem, was man als „Neurose“ bezeichnet. Das sind die Momente, wo man merkt, dass einem immer wieder das Gleiche passiert. Nur hat man keine Ahnung, wieso. Man spürt die Auswirkung aber kennt den Grund nicht.

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Die drei Steuerungsprogramme aus der Kindheit

 

Es sind drei Programme, die unser Handeln bestimmen:

Unsere Identität (Ich bin jemand der ……………..)

Unsere Erwartungshaltung (Ich befürchte, dass die anderen …………………… auf mich reagieren).

Unsere unbewusste Grundüberzeugung (Ich muss immer  ………………………….. sein / machen, damit ich  ………………….. (akzeptiert/anerkannt/geliebt etc. werde).

Diese Programme stabilisieren sich gegenseitig. Nur eines zu verändern, hilft nicht.

Es reicht nicht Glaubenssätze zu verändern.

Die beide anderen stehen sofort auf der Matte und drehen alles wieder auf den alten Kurs.

Na und – ist doch egal, könnte man sagen. Dann lebt man eben mit den übernommenen Lebensvorstellungen, die man nie in Frage gestellt hat, lebt Werte, die gar nicht die eigenen sind. Das machen auch viele. Sie leben sogar eine perfektionierte Version der Idealvorstellung, mit Karriere, zwei Kindern, Haus, Hund. Bis sich das als Fata Morgana entpuppt. Das versprochene Glück bleibt aus oder geht in die Binsen. Weil dieses Lebenskonzept gar nicht ihrer wahren Persönlichkeit entsprochen hat.

Leider ist der menschliche Geist unbezwingbar und viele Kinder kämpfen ein Leben lang darum, einen Weg zu finden, wie sie ihr wahres Selbst entfalten können. Trotz der Überbeherrschung oder Lieblosigkeit der Eltern.

Das wahre Selbst verschwindet nicht, es ist in den Keller der Persönlichkeit gesperrt worden.

Eingeschlossen mit vielen stabilen Schlössern und mit einem großen Schild an der Tür, auf dem steht: „GEFAHR! Geh nicht hier runter! Schmerzen und möglicher Tod sind hier unten! Bleibt draußen!“

Ich hatte schon viele Klienten, die mir sagten:
„Wenn ich das Fass aufmache, weiß ich nicht was passiert, Vielleicht lande ich dann in der Klapse. Da gehe ich nicht dran.“

Aber der Teil von uns bleibt nicht leise. Der donnert immer lauter an die Tür. Das kann man versuchen zu ignorieren, versuchen „weg zu machen „und zu betäuben. Das funktioniert auch oft erstaunlich lange.  Aber oft bricht sich der unterdrückte Anteil n der Lebensmitte mit voller Wucht seine Bahn. Entweder durch Selbstsabotage oder indem man es an anderen auslässt.  Dann kommt der Schmerz, die Zweifel, die Verunsicherung. Es war doch alles gut. Was ist plötzlich los?

Beschissene Nachrichten. Ich weiß. Sorry. Aber jetzt kommt die Gute.

Je mehr Leidensenergie du spürst, desto besser sind deine Chancen, der Sache auf den Grund zu gehen und etwas zu verändern.

Wieso das so ist?

Wir verändern uns nur durch zwei Dinge: Liebe und Leid.

Leid gibt uns die Möglichkeit, uns wieder mit unserem wahren Selbst zu verbinden, die Möglichkeit, wieder ganz zu werden.

Als Kind habe ich es gehasst, wenn meine Mutter mich bat in den Keller zu gehen und etwas von dort für sie zu holen. Im Keller waren schließlich Monster.

Ich nahm meinen kleinen Bruder mit. Ich sage mir, dass ich ihn mitnahm um mich mutiger zu fühlen und ihn nicht als Monsterfutter. Aber wahrscheinlich rede ich mir das schön.

Ich helfe meinen Klienten genau das zu tun. In den Keller zu steigen. Der Angst zu begegnen. Den Schattenanteilen. Ihren Symptomen bis zur Quelle zu folgen, die Kellertür – notfalls mit dem Brecheisen – zu öffnen und sich anzusehen, was da ist. Das frühe Kindheitstrauma.

Ich freue mich immer, wenn Klienten mir so weit vertrauen, dass sie das tun können.

Mir wurde irgendwann klar, dass Erkenntnisse alleine nicht ausreichen und ich habe andere Wege gesucht.

Das was im Gefühl entstanden ist, löst sich auch nur im Gefühl. Daher nutze ich in meinen INNER SOLUTION Sitzungen, die Möglichkeit über Bilder an das Unterbewusstsein und die zugrunde liegende Gefühle heran zu kommen. Um den abgespaltenen Teil der Persönlichkeit wieder zu integrieren.

Dann ist man in der in der Lage alte Angst loszulassen und die Kindheitserfahrung, sich selbst und die Eltern mit Empathie, Mitgefühl und Akzeptanz zu sehen. Und Frieden zu machen.

Mama, Papa, ihr gebt mir eine unreife, selbstzentrierte, neurotische Erziehung.

Schade dass ein kleines Kind das nicht zu seinen Eltern sagen kann: Also, bis ihr nicht anfangt meine Entwicklung wertzuschätzen, für meine Sicherheit zu sorgen und mich liebt, für das was ich bin und nicht für das, was ich für euch sein soll; bis dahin ziehe ich aus und suche mir eine eigene Bude. Capisce?

So würden wir jedenfalls als Erwachsenen reagieren, würde man uns so behandeln. Kinder können nicht gehen.

Und so entstehen stattdessen die Programme. Kinder können in der Haupt Prägephase noch nicht reflektieren. Sie können weder die Perspektive einer anderen Person einnehmen, noch das große Ganze sehen oder in die Zukunft denken. Für Kinder ist die Welt schwarz oder weiß. Ich werde akzeptiert oder abgelehnt. Gefühle und Bedürfnisse, die ich zeige, sind gut oder schlecht.

Persönlichkeit ist also nicht unser wahres Selbst – sie ist ein strategisches Konstrukt.

Das Kind „denkt“ sich: Ok, ich konnte keine Liebe, Anerkennung und Unterstützung für meine natürliche Eigenschaft bekommen; vielleicht bekomme ich, wenn auch keine richtige Liebe zumindest Anerkennung und Unterstützung, wenn ich so bin, wie meine Eltern das wollen.“

Entweder lässt sich das Kind in die Form pressen. Oder es rebelliert.

Unsere Persönlichkeit ist als eine Kern-Hülle. Unsere ursprünglichen Kernmerkmale, die in der Kindheit nicht akzeptiert wurden, sind nicht weg, sondern unterdrückt. Die akzeptablen Eigenschaften, sowohl natürliche als auch angenommene, werden zur Hülle – dem Ego –, mit der wir mit der Welt interagieren.

Die elterliche Ablehnung erzeugt die Angst, dass wir unzulänglich, unfähig, fehlerhaft und nicht genug sind. Das mächtige, effektive Ego verdeckt also unsere eigentliche Identität. Diese Strategie, die von uns als Kind gewählt wurde, ist verständlich, aber eine Verzerrung von dem, wer wir eigentlich sind.

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Ärgerst du dich auch oft, dass andere Chancen nutzen, während du sie verpasst, weil du nicht mutig genug warst?

Und machst dich auch noch fertig dafür?

Du weißt ja jetzt, woran das in großen Teilen liegt. Mehr erfährst du im vierten Teil der Serie, in dem es um die Persönlichkeitstypen geht.

Du kannst dich aber auch jetzt schon für das kostenlose Webinar anmelden.

 

Das Webinar ist für dich wenn du…

  • Ambitioniert bist es aber schwierig für dich ist deine Ziele zu verfolgen, weil du an dir zweifelst und es dir an Selbstbewusstsein fehlt.
  • Regelmässig deine Fähigkeiten und Wissen anzweifelst
  • Dich zu oft mit weniger zufrieden gibst als das, was du dir wünschst und verdienst,
    weil du Angst hast Risiken einzugehen und mehr zu erreichen.
  • Angst hast dich selbst und andere im Stich zu lassen und deshalb im Hintergrund bleibst.
    Dir zu viele Gedanken über die Meinung anderer Leute machst.

 

Termine

Donnerstag 14. Februar um 20 Uhr

Sonntag 17. Februar um 16 Uhr

Dienstag 19. Februar um 11 Uhr

 

Melde dich hier an

https://jeanettebouffier.de/webinar-anmeldung/

Du bekommst ein Arbeitsblatt als PDF, das du im Webinar ausfüllen kannst.

Am Ende jedes Webinars, verlose ich ein Geschenk!

Ich freue mich, dich dort zu sehen.

Jeanette

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Jean

About Jean

Ich bin Jeanette. Freiheits-Mentorin und Coach. Ich helfe dir den Mut zu haben, dein Leben nach deinen Regeln zu leben und deine Vorstellung von Freiheit zu finden. Egal ob du selbstbestimmter leben, deine Berufung und deine Geschäftsidee finden oder eine Auszeit vom Job machen willst. DEIN LEBEN. DEINE REGELN!

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