33 Gründe für Meditation und wie du anfängst

Einer der glücklichsten Menschen der Welt ist ein Mönch. Er behauptet so gut wie immer glücklich zu sein. Neugierige Neurowissenschaftler untersuchten seine Gehirnströme und stellten fest: Das stimmt.

Das Geheimnis des Mannes? Er meditiert sehr viel.

Ist Meditation nur was für Yogis und esoterische Langhaar-Hippies?

Heutzutage versuchen wir alles nur noch mit dem Verstand zu lösen. Ereignisse – selbst die glücklichen – rasen meist an uns vorbei. Wir spüren nicht wie sich grade der Boden unter uns anfühlt, was für Geräusche wir hören, der Wind auf unserem Gesicht, was uns unser Gegenüber grade wirklich sagen will. Denn ohne sich selbst wirklich zu spüren geht das nicht. Deswegen haben die Burnout Kliniken auch Wartelisten. Manche Menschen trennen sich regelrecht von ihrem Körper ab. Die Wahrnehmung für sich selbst – und damit für Andere  – ist Vielen verloren gegangen.

Die Reise zum „erfolg-reichen“ Leben im AUSSEN geht also erst mal nach INNEN.

Meditation ist etwas für jeden!

Sportler nutzen oft Meditation. Erfolg erfordert den Glauben an sich selbst und der Ursprung kommt aus unserem Inneren. Viele erfolgreiche Menschen in der Wirtschaft nehmen sich regelmäßig Zeit für Meditation oder Yoga. Eben den Blick nach Innen. Besonders dann, wenn das Außen immer unruhiger wird, ist es wichtig innere Stabilität und Sicherheit aus sich selbst zu beziehen.

Durch Meditation wirst du selbstbewusster, fokussierter und hast mehr Energie. @jeanbouffier click to tweet

Du gewinnst an innerer Stärke und Wachheit, während du dich gleichzeitig entspannst. Dadurch, dass Du mit Dir selbst immer besser klar kommen wirst, wird sich auch dein Kontakt zu anderen Menschen verbessern. Du wirst die Menschen besser verstehen und auf sie eingehen können. Ein paar weitere Gründe sind für mich (es gibt hunderte) diese:

33 Gründe für Meditation

  1. Du kommst zu dir und beginnst dich selbst zu lieben
  2. Du wirst dankbar
  3. Du nimmst Kleinigkeiten wahr aus denen echtes Glück besteht
  4. Du hörst auf so viel zu kämpfen
  5. Du gewinnst Ausstrahlung
  6. Du balancierst den Körper mit dem Verstand und dem Herz aus
  7. Du lernst auf deine Bedürfnisse zu hören
  8. Der Geist wird ruhig und klar
  9. Emotionen & Gefühle klären sich
  10. Du gewinnst Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl
  11. Du wirst kreativer
  12. Du musst mal nichts „tun“ und hälst das auch aus
  13. Du gewinnst Abstand
  14. Das Karussell im Kopf hört auf sich zu drehen
  15. Du kannst dich selbst schnell beruhigen
  16. Deinem Immunsystem geht es auf Dauer besser
  17. Du sammelst Energie und wirst ausgeglichener
  18. Du erfährst Stille – in der sich viele Fragen selbst beantworten – und „kommst runter“
  19. Du bekommst Ängste besser in den Griff
  20. Du entwickelst Respekt – dir selbst gegenüber und zu anderen Lebewesen
  21. Du übst dich in Verständnis und bewertest weniger denn es gibt viele Wahrheiten
  22. Du fühlst deinen eigenen Rhythmus
  23. Du lernst deine Gedanken zu beobachten und zu steuern
  24. Du gewinnst Ruhe und Sicherheit im Inneren
  25. Du wirst Impulse besser kontrollieren können und kannst angemessener reagieren
  26. Du lernst einfach zu sein – genug zu sein und Halt in dir zu finden
  27. Die Meinung der Anderen wird unwichtiger
  28. Der Entscheidungsraum zwischen äußerem Reiz und deiner Reaktion darauf wird größer
  29. Du lernst durch Gefühle wie Trauer, Wut und Schmerz zu gehen und sie anzunehmen
  30. Du lernst loszulassen was dich belastet
  31. Du wirst aufmerksamer den Bedürfnissen anderer Menschen gegenüber
  32. Du wirst souveräner
  33. Wir schaffen unsere Welt mit unseren Gedanken. Positiv wie negativ. Lerne sie zu kontrollieren.

Nun hast du also genug motivierende Gründe. Aber wie geht das nun?

Wie man mit Meditation anfängt

Wenn Du schon eine gewisse Routine hast, die Achtsamkeitsübung Gedankenscanner zu machen, wird dir der nächste Schritt nicht allzu schwer fallen. Es geht schlicht darum deinen Atem zu beobachten.

Meditation kann auch statt finden, wenn du gerade mit jemandem sprichst, spazieren gehst oder im Stau stehst @jeanbouffier click to tweet

Das wichtigste bei der ersten Meditation ist, mit sich selbst geduldig zu sein. Es ist völlig in Ordnung wenn deine Gedanken mal abschweifen. Hole sie einfach zum Atem zurück ohne dich zu verurteilen. Ebenso normal ist, dass man es am Anfang nicht schafft, lange die Aufmerksamkeit zu halten. Wie alles, in dem man gut werden will, muss man trainieren. Da du aber sehr schnell Erfolge bemerken wirst, macht es auch viel Spaß.

Wie man sitzt

Viele Menschen glauben, dass man unbedingt im Schneidersitz sitzen muss. Das hielt auch mich früher davon ab, mit Meditation anzufangen. Mittlerweile sitze ich so problemlos. Es gibt aber sehr viele Möglichkeiten sich hin zu setzen.

Unten zeige ich ein paar Beispiele. WICHTIG: Die Wirbelsäule ist in jeder Haltung aufrecht, der Kopf gerade, das Becken leicht nach vorn gekippt, die Zunge liegt hinter den Zähnen am Gaumen. Du solltest nicht sofort darauf reagieren, wenn der Sitz nach einer Weile unbequem wird, etwas an der Nase juckt, das Bein kribbelt oder du ganz plötzlich Hustenreiz hast. Am besten ist es, das eine Weile zu beobachten und erst, wenn es langsam unerträglich ist, das Bein auszustrecken o. ä.

Warum? Unser Kopf, bzw. unser Ego wehrt sich mit allen Mitteln dagegen einmal still zu sein. Und denkt sich alle möglichen Ablenkungen aus, um der Konzentration zu entkommen. Das ist aber genau das, was uns allen heute fehlt. Die Fähigkeit Ruhe zu finden und fokussiert zu bleiben.

Bild 3 : Die Hände können – nach unten oder nach oben offen – auf den Oberschenkeln abgelegt oder zur Schale geformt im Schoß ineinander liegen (mit einer Decke, damit die Hände nicht durch sacken). Auf einem Stuhl zu sitzen ist für ältere Menschen gut und hat auch den Vorteil, dass man mit den Füssen Kontakt zur Erde hat. Der Nachteil ist, dass man es sich auf einem Stuhl schnell „gemütlich“ macht und zusammen sackt und träumt. Da es bei der Meditation aber um einen sehr aufmerksamen und wachen Zustand geht, wäre ein Hocker besser.
Bild 2. Hier könnte man noch – um die Knöchel zu unterstützen – eine gerollte Decke unter diese legen. Statt eines runden Meditationskissens, kann man auch auf Hartschaumstoff Blöcken sitzen, die man zur passenden Höhe stapeln kann.

Bild 6: Hier ist es am bequemsten auf einem höheren Kissen auf der vorderen Kante zu sitzen, damit das Becken leicht nach vorne gekippt ist. Das entlastet die Knie und hält die Wirbelsäule aufrecht. Es kann ein Meditationskissen wie aus Bild zwei sein.

Sitzmoeglichkeit_Meditation
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3 Minuten reichen für den Anfang

Die klassische Meditation ist eine Meditation in Stille.

Es ist völlig ok mit 3 Minuten anzufangen. Du wirst schnell merken, wann du damit unterfordert bist und die Zeit ausdehnen willst. Allerdings solltest du versuchen das jeden Tag zu üben, zu einer relativ festen Zeit. Damit programmierst du dich darauf, es auch umzusetzen.

Nicht die Länge einer Meditation zählt, sondern die Regelmäßigkeit. @jeanbouffier click to tweet

  1. Suche Dir einen Ort an dem du nicht gestört wirst. Stelle einen Wecker auf 3 Minuten.
  2. Lockere alle Kleidung. Setze dich bequem aber grade auf einen Stuhl oder in den Schneidersitz auf eine Matte (es gibt sehr viele Sitzmöglichkeiten) und richte deine Wirbelsäule auf. Eines der wichtigsten Sachen beim Meditieren ist, dass du eine aufrechte Wirbelsäule hast. Ein aufrechter Rücken bewirkt, dass sich deine Brust öffnet, du frei atmen kannst und ein ungehinderter Energiefluss zustande kommt. Wenn es dir lieber ist, setze dich in entspannter Haltung auf ein Kissen am Boden. Bleibe aber bei der Haltung und in Stille.
  3. Die Arme lässt du einfach in deinen Schoß fallen oder sie liegen locker auf den Oberschenkeln. Der Kopf schaut locker geradeaus. Die Schultern lässt du fallen.
  4. Schliesse Deine Augen damit dich nichts ablenkt oder fixiere einen Punkt im Raum, so dass du alles darum herum auch noch wahr nimmst (du bekommst einen weicher Blick.)    
  5. Atme fünf mal durch die Nase tief ein und durch den Mund wieder aus, um Dich noch etwas tiefer zu entspannen. Lächle dabei leicht.
  6. Jetzt richtest du deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem ohne ihn zu beeinflussen. Ein und aus. Ein und aus. Sonst musst du gar nichts tun. Einfach sein. Ohne zu bewerten oder bewertet zu werden. Am Anfang geht es nur darum „herauszukommen“ aus deinem Kopf und in deinen Körper „hineinzugehen“.
  7. Spüre deinen Atem, wie er langsam in deinen Körper einfliesst und wieder ausfliesst. Achte auf jedes kleine Detail. Achte darauf, wie sich dein Bauch beim Einatmen weitet und wie der Luftstrom deine Oberlippe beim ausatmen passiert und sich der Nabel einzieht. Das Ziel ist es, während der ganzen Meditation, deinen Atem bewusst zu beobachten.
  8. Wenn Deine Aufmerksamkeit abdriftet, kehre einfach immer wieder sanft zu deinem Atem zurück. Am Anfang werden deine Gedanken wahrscheinlich häufig abdriften – oder dir wird langweilig werden. Das ist völlig okay. Hab Geduld – du bekommst schließlich keine Noten. Das ist deine Zeit in der du mal nichts leisten musst. Komme einfach immer wieder zu deinem Atem zurück. Für 10 Minuten. Lass deine Augen geschlossen und bleib dabei – bis der Wecker klingelt. Auch wenn du denkst: „Oh Gott, das wird nie was, was soll das bringen, ich muss noch die Wäsche machen, die Kassiererin war echt unfreundlich, jetzt könnte ich auch den Rasen mähen…“ Völlig normal. Das hört irgendwann auf. Du bleibst bei der Sache und beobachtest deinen Atem bis der Wecker klingelt.

Hör auf krampfhaft Gedanken stoppen zu wollen

Ich habe mir am Anfang damit geholfen, dass ich meine Atemzüge und die Pause dazwischen gezählt habe. Oder denke dir beim Einatmen „Ein“, beim Ausatmen “ Aus“.

Ein Mantra kann da noch besser sein, weil man es nicht versteht und somit die Gedanken nicht an der Bedeutung anhaften können. Achte besonders auf die Pause zwischen den Atemzügen. Sie ist am wichtigsten.

Manche Menschen versuchen krampfhaft ihre Gedanken zu stoppen. Was man erzwingen will klappt nicht. Ziel der Meditation ist den Gedanken auf einen Punkt zu fokussieren. Das wird aber nicht dadurch erreicht, dass du dich dazu zwingst, nicht zu denken. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin deine Gedanken einfach nur zu beobachten, ziehen zu lassen und zum Atem zurück zu kehren.

Alleine durch das Beobachten und das bewusste Wahrnehmen deiner Gedanken, werden sie nach einer Zeit von alleine verschwinden. Lasse sie fließen wie sie kommen und betrachte sie einfach nur.

Geführte „Meditationen“

Geführte Meditationen sind im Prinzip nur Hinleitungen zur „echten“ Meditation in Stille (denn sobald du Worte oder Musk hörst, haften deine Gedanken an etwas an).
Manche davon kann man auch gut im Liegen machen. Auf Youtube gibt es viele angeleitete „Meditationen“, auch zu spezielle Themen. Allerdings von sehr unterschiedlicher Qualität.

Hier habe ich dir drei, die sich besonders mit der Atmung beschäftigen, heraus gesucht, weil ich die Einleitung, den Rhythmus und die Stimme als sehr angenehm empfinde.

10 Minuten: MBSR – Achtsamkeit auf den Atem

12 Minuten: MBSR- Achtsamkeitsmeditation – Meditation für Anfänger

20 Minuten: Selbstbewusstsein stärken mit Achtsamkeits-Meditation

Osho hat zum Besipiel auch aktive Meditationen – wie die Kundalini Meditation – entwickelt (die verdammt anstrengend sind kann ich aus eigener Erfahrung sagen), weil er davon ausging, dass der gestresste Mensch von heute enorm vielen Einflüssen ausgesetzt ist und es ihm daher schwer fällt still zu sitzen. Meiner Ansicht nach geht es aber genau darum: Ruhe zu finden und Gedanken auf einen Punkt zu fokussieren. Allerdings bin ich auch kein Freund von Dogmen und meine, dass sich jeder suchen sollte, was zu ihm/ihr passt.

Der Unterschied zwischen Achtsamkeit und Meditation.

Was ist Meditation?

Meditation ist eine praktische Handlung mit der wir unser Gehirn lehren und steuern. Wie man nicht nur äußerlich ruhig, sondern auch eine innere Ruhe findet. Lernt sich zu fokussieren, sich zu konzentrieren. Und sie hilft sich seiner Gedanken und Emotionen bewusst zu sein. Sie unterstützt dich dabei, dich nicht permanent von außen steuern zu lassen. Meditation erfordert Willenskraft und ist umso leichter, je weniger Ablenkung man dabei hat.

Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist das Jetzt wahrzunehmen. Die vollständige Aufmerksamkeit gilt akzeptierend und nicht bewertend dem gegenwärtigen Moment. Wenn wir achtsam leben, bemühen wir uns, jeden Augenblick bewusst zu erleben. Es geht darum zu spüren, was wir fühlen, was wir denken und wie sich das (und wo), im Körper zeigt. das kann man jederzeit und überall machen, weil keine Haltung dafür nötig ist. Man kann achtsam laufen, Geschirr abwaschen, essen, küssen, zuhören u. s. w. Achtsamkeit bringt einen in Einklang mit sich selbst.

Achtsamkeit bedeutet im Augenblick zu leben, und nicht permanent alles zu be- und verurteilen. Die Dinge anzunehmen, wie sie sind. Ich habe damit schon erstaunliche Glücksmomente erlebt. Denn wann dürfen wir einfach mal „sein“? So gut wie nie.

Achtsamkeit ist eine gute Voraussetzung für die Meditation, aber das Gegenteil trifft nicht zwingend zu. Meditation ist eine Übungssache, die jeder erlernen kann. Achtsam zu sein, verbessert soziale Beziehungen, reduziert Angst und Depressionen und hilft Stress zu reduzieren oder nicht aufkommen zu lassen.

Die 5 Stufen der Achtsamkeit

  1. Konzentrieren
  2. Beobachten 
  3. Benennen
  4. Nicht daran anhaften 
  5. Nicht reagieren


Achtsamkeit verschafft uns in herausfordernden Situationen eine Pause, in der wir entscheiden können, wie wir reagieren. Anstatt wie sonst impulsiv zu handeln und uns von unseren Emotionen herum scheuchen zu lassen.

Die Herausforderung ist sich Zeit zu nehmen

Ich bin einer der ungeduldigsten Menschen auf diesem Planeten und packe mir den Tag gerne voll. Erschwerend kommt hinzu, dass ich ein kreatives Hirn habe, das permanent assoziiert. Wenn also sogar ICH es schaffe zu meditieren, dann schaffst du das auch.

Ich habe keine Zeit NICHT zu meditieren. Ich weiß einfach dass es mich meinen Zielen näher bringt. Es hat mir geholfen mich glücklich zu fühlen.

Falls du Fragen hast, kannst du mir gerne schreiben.

Jeanette

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About Jean

Ich bin Jeanette. Freiheits-Mentorin und Coach. Ich helfe dir den Mut zu haben, dein Leben nach deinen Regeln zu leben und deine Vorstellung von Freiheit zu finden. Egal ob du selbstbestimmter leben, deine Berufung und deine Geschäftsidee finden oder eine Auszeit vom Job machen willst. DEIN LEBEN. DEINE REGELN!

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