Selbstrespekt: Entschuldige mal – wie redest du denn mit dir?

„Alte, da hast du aber grade alles was du weißt vergessen und Mist gebaut. Na ja, nächstes Mal machst du das eben wieder besser – jeder macht mal Fehler!“

Ja, ich hab einen recht salopp-freundlichen, bisweilen latent kritischen Umgangston mit mir selbst („Alte“ als Ansprache, benutze ich dabei nur der Lässigkeit und nicht meines Alters wegen).

Früher sah mein Umgangston mit mir selbst eher so aus:

Also erst mal freundlich angetäuscht aber sehr destruktiv im Abgang. Das erinnert mich auch an manche Vorgesetzte die ich hatte, deren vermutlich verheerende innere Kommunikation leider ihren Spiegel im Außen hatte.

Früher empörten sich die Eltern ja gerne mal: „Sag mal, wie redest du eigentlich mit mir?“ Heute mag das – vielleicht berechtigterweise – der Partner/Chef/Kellner/Kollege … fragen. Der wichtigste Punkt dabei ist: Wie reden wir eigentlich mit uns? (Hier ist nicht der Pluralis Majestatis gemeint). Also wie redest du eigentlich mit DIR?

Denn was du denkst wird zu deiner Wirklichkeit

Was du über dich selbst denkst IST deine Wirklichkeit. So wie du mit dir selbst sprichst, gehst du nicht nur mit dir sondern auch mit Anderen um.
Du kannst nicht wirklich freundlich zu anderen Menschen (hier sind mit Menschen auch Kollegen, sogar Chefs oder viceversa Untergebene dir anvertraute Mitarbeiter gemeint), sein wenn du mit dir selbst nicht freundlich umgehst. Eine Freundin hat das mal sehr nett „selfbashing“ genannt. Bedeutet in etwa Selbstgeiselung. Ein Konzept das aus dem dicksten Mittelalter stammt und das man daher auch dort lassen sollte.

Mache dir bewusst: Was denke ich? Über die Welt? Über andere Menschen? Über Frauen? Über Männer? Über das Leben? Über mich selbst? Wie sieht es mit meiner Emotionalen Intelligenz aus? Wie mit meinem Selbstrespekt?

Willst du Freundlichkeit von Anderen? Hast du denn freundliche Gedanken?

Oder denkst du oft:“ Der drücke ich jetzt eins rein, der….“, „Der macht das jetzt so wie ich will, ich bin schließlich der Chef…“, „Das hat der bestimmt mit Absicht gemacht“….?

Möchtest du erfolgreich sein – materiell, spirituell – oder wie auch immer? Dann gib es auf, solche Dinge zu denken wie: “Das klappt sowieso nicht“, „Das kann ich doch gar nicht“, „Andere sind viel besser“, „Ich bin nicht gut/intelligent/schön/witzig/ genug, ich lasse es lieber gleich“.

Wenn du Leichtigkeit im Leben haben willst, löse dich von Gedanken wie „Das Leben ist schwer.“ Wenn du komplizierte Probleme hast, löse dich von der Idee dass auch die Lösung kompliziert sein muss.

Die Verantwortung für die eigenen Gedanken übernehmen

Dazu musst du sie allerdings erst mal hören können. Bevor du die Kunst erlernst Anderen WIRKLICH zuzuhören, mit voller Aufmerksamkeit, musst du erst mal lernen dich selbst zu hören. Und zwar nicht nur deinen Kopf. Auch deinen Körper.  Von dem trennen sich viele Menschen nämlich regelrecht ab.

Ich führe da ja gerne Aufmerksamkeitsübungen an oder Meditation. Die erfordern keine Fähigkeiten wie diese:

Es steht dir aber frei das so zu machen.

Für alle die es leichter haben wollen gibt es hier eine Anleitung. Wir haben Rückenschmerzen, Migräne, Erschöpfung bis zum Burnout, weil wir uns selbst und unseren Bedürfnissen nicht zuhören.

Überlege dir was du in deinem Leben haben willst und richte deine Gedanken darauf aus

(Randbemerkung: ich liebe es deswegen so Blog Artikel zu schreiben, weil ich dann bewusst meinen kleinen inneren Weisen zu Wort kommen lasse, der mich an all die schlauen Dinge erinnert, die ich weiß und die ich – wie fast jeder – viel zu oft vergesse anzuwenden).

Gib blockierenden Gedanken keine Energie mehr. Frage dich wenn du die Wörter „ soll“ oder „muss“ denkst, ob du auch ein „will“ oder „darf“ daraus machen kannst.

Bestimme Menschen, Dinge und Situationen, von denen du mehr in deinem Leben haben willst.
Schreibe dir doch mal Alles auf, was dir Freude macht, dich begeistert, berührt, dich glücklich macht. Richte so oft es geht deine Aufmerksamkeit auf all diese Sachen.

Denke dir das Leben, das du haben möchtest! Und mit welcher inneren Haltung du anderen Menschen begegnen möchtest.

Ich versuche Anderen mit der inneren Haltung: „ Ich möchte dass dieser Mensch glücklich ist“ zu begegnen. „So wie ich das für mich möchte“. Ein schöner Ansatz der mir meist gelingt (es wird schwieriger, wenn ich es mit Rasern auf der Autobahn, kriegsstiftenden Diktatoren, Tierquälern, Mitarbeitern an Horror Service Hotlines zu tun habe, etc….die Liste ist lang).

Denn wie alles Andre, will auch das trainiert sein.

Möge die Macht der Gedanken mit dir sein.

PS: Ja, ich gebe es zu: Ich bin Star Wars Fan. Aber nur der alten Teile selbstverständlich! Und nein, George zahlt mir kein Geld dafür.

Jean

About Jean

Ich bin Jeanette. Ich helfe Menschen ihre Vorstellung von Freiheit zu finden. Ob das eine Geschäftsidee ist, eine Lebensvision oder sie eine Auszeit vom Job machen wollen. Oder einfach emotionale unabhängiger leben wollen. DEIN LEBEN. DEINE REGELN!

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