Wie man eine Geschäftsidee finden kann.

Von 22. Januar 2017 9. Mai 2020 Allgemein, Geschäftsidee finden, Kreativität
Geschäftsidee-finden

Ich habe schon immer Märchen über phantastische Welten geliebt.

 

Zum Beispiel „Alice im Wunderland“, „Mary Poppins“, die unendliche Geschichte oder auch viele Disney oder Pixar Filme. Vor einiger Zeit, war ich im Weihnachtsmärchen im Staatstheater Wiesbaden. Im „Zauberer von Oz“, eines meiner Lieblingsmärchen.

Als ich nach Hause kam, fiel mein Blick auf die Reihe roter Schuhe, die bei mir auf dem Treppenabsatz steht. Und ich fragte mich plötzlich, ob ich die alle nur kaufe, weil ich insgeheim hoffe, irgendwann das richtige Paar zu erwischen. Das Paar, das mich in die wundersame Welt von Oz bringen würde, zur Vogelscheuche ohne Verstand, dem Löwen ohne Mut und dem Blechmann ohne Herz. Ganz so abwegig war das nicht. Ich fand an der Inszenierung besonders schön, dass sie all die wundervollen Zitate in den Dialogen gelassen hatten.

 

Wie zum Beispiel diese hier:

„Heimat ist zu erkennen. Deinen Verstand zu kennen. Dein Herz zu kennen und deinen Mut. Wenn wir uns selbst kennen, sind wir immer Zuhause. Egal wo.“ (Glinda)

 

„Du hattest die Kraft schon immer meine Liebe, du musstest sie nur für dich selbst lernen. (Der Zauberer zu Dorothy).

 

Und mein Lieblingssatz:

„ Ich entscheide mich für das Herz!“ sagte der Blechmann. Denn Verstand macht nicht glücklich. Und glücklich zu sein, ist das schönste Gefühl der Welt.“

 

Ich beobachtete die Gesichter der Kinder, die von der Geschichte völlig hingerissen waren. Und daneben die vielen abgeklärten, der Erwachsenen. Nur wenige waren ebenso fasziniert, wie ihre Kinder.

Warum haben Filme wie Avatar so großen Erfolg? Sicher wegen der Sehnsucht nach einer Welt, in der noch alles in Harmonie ist. Wo alles mit allem verbunden ist. Wie bei uns. Nur noch intakt. Ich glaube aber auch, weil wir Staunen wollen über faszinierende Bilder, über Neues, über Entdeckungen. Egal wie alt wir sind. Aber in der Alltagsroutine geht das oft unter.

Wir versuchen Zeit zu sparen und trimmen alles auf Effizienz

 

Vor allem unser Hirn versucht Rechenleistung zu sparen, in dem es Gewohntes gar nicht mehr registriert. Dinge neu zu betrachten ist also eine Willensentscheidung. Und hängt auch ein bisschen von der Persönlichkeit ab. Fast alle Menschen, die in sehr kreativen Berufen arbeiten, haben sich einen kindlichen Teil Neugier und Experimentierfreude bewahrt und die Fähigkeit Dinge zu hinterfragen.

 

Hattest du schon Mal das Gefühl als stünde für Sekunden die Zeit still?

 

Einen Moment, in dem du das Gefühl hattest, die Welt so zu sehen, als hättest du sie noch nie zuvor gesehen? Als seiest du ein Alien, das grade gelandet ist und unsere Welt zum ersten Mal sieht?

Ich finde diese Momente faszinierend. Weil sie mich jedes mal daran erinnern, dass wir von erstaunlichen Dingen umgeben sind, sie aber nicht mehr sehen, weil wir sie für selbstverständlich halten. Die Fähigkeit, die wir als Kinder hatten, wird uns abtrainiert. Aus Wildblumen werden in Schulen Tulpenbeete gemacht. Dazu gibt es übrigens einen wunderbaren Vortrag von Gunter Dueck. Der schöpferische Imperativ.

Eine junge Mutter erzählte mir kürzlich, dass sie neuerdings für die Strecke zum Spielplatz mit ihrer kleinen Tochter, statt einer halben Stunde, zwei Stunden braucht. Weil sie jetzt oft einen anderen Weg nehmen und langsamer unterwegs sind. Weil sie sich dazu entschieden hat, die Welt durch die Augen ihrer Tochter neu zu sehen. Dafür fallen jetzt viele Dinge bei ihr hinten runter. Sie meint, das sei es wert.

 

 

„Was würdest du mir bitte sagen, wie ich von hier aus weitergehen soll?‘ ‚Das hängt zum größten Teil davon ab, wohin du möchtest‘, sagte die Grinsekatze. “Ach wohin ist mir eigentlich gleich…”, sagte Alice. “Dann ist es auch egal, wie du weitergehst”, erwiderte die Katze. (Alice im Wunderland) 

 

Man kann das Staunen also wieder lernen.

 

Es gibt dazu auch einen sehr schönen Zeichentrick Film: Alice. Es geht zum Beispiel durch Achtsamkeit. Dadurch, dass man die Routine mal ändert.

 

Innovationen sind nur möglich, wenn wir wieder Staunen und Dinge aus neuen Blickwinkeln betrachten

Gewohntes in Frage stellen und auch Zeit dazu haben. Der Verstand muss träumen und sich langweilen dürfen um Grenzen im Kopf erweitern. Wir glauben so viele Dinge, für die es nicht mal Beweise gibt.

Wichtige Entdeckungen wurden selten während der Arbeitszeit gemacht.

 

Einstein visualisierte die Relativitätstheorie nicht während er am Schreibtisch saß, sondern bei einer Bahnfahrt, als er aus dem Fenster sah.

Beethoven ging oft spazieren um auf den Straßen oder im Wald seine Musik zu finden. Draußen an der frischen Luft, konnte er seine neuen Symphonien im Kopf hören.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben nachgewiesen, dass wir wesentlich besser Denken können, wenn wir gehen.

Eine Geschäftsidee finden: Werde wieder ein Anfänger.

 

Wir verlieren etwas Wunderbares, wenn es uns wichtiger ist, der zu sein, der alles weiß, als derjenige, der offen ist für all die alltäglichen Wunder um uns herum. „Die, die glauben alles zu wissen, haben keine Möglichkeit herauszufinden, dass sie es nicht tun.“ schrieb Leo Buscaglia.

 

Künstlern und Fotografen wird beigebracht, die Welt wieder mit den Augen eines Kindes zu beobachten.

 

„Jedes Kind ist ein Künstler.“ sagte Pablo Picasso. „Das Problem ist ein Künstler zu bleiben, wenn wir erwachsen werden.“ Erfindern und  wird beigebracht, Dinge so zu sehen, wie ein Amateur sie betrachten würde. Nicht wie ein Experte.Zen Praktizierenden wird gelehrt, jeden Moment im Leben mit einem „Anfänger Bewusstsein“ zu betrachten. Das ist ein unschuldiger Verstand ohne vorgefasste Meinung, ohne Erwartungen, ohne Urteile und Vorurteile. Es ist ein Verstand voller Neugier, Wunder, Staunen. Naiv und voll mit wissendem “Nichtwissen”.

 

Wusstest du, dass jeder Tropfen Wasser mit Meteoriten auf die Erde kam?

 

Es gibt Lebewesen auf diesem Planeten, die aussehen, als kämen sie aus dem Weltraum, Pflanzen und Blumen, wie aus einem Fantasy Film. Ich stand kürzlich wie vom Donner gerührt vor meinem Pferd und staunte darüber, dass dieses riesige Tier mich auf seinem Rücken duldet.

Ich sah in den Himmel und fand es plötzlich völlig verrückt, dass eine Kiste aus Blech tatsächlich fliegt. Mit Menschen darin. Und WLAN. Über Weltmeere.

Ich habe manchmal Klienten, die mir einen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt geben, die mich völlig umhaut. SO! kann man also auch fühlen und denken? Das ist besser als Kino. Eigentlich müsste ich dafür bezahlen, für das, was ich lernen darf. Über die Vielschichtigkeit von Menschen.

 

Also. Wann legst du mal einen Tag ein, an dem du alles mal anders machst als gewohnt?

 

 

 

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Jean

Über Jean

Hi, ich bin Jeanette, – Business Coach, Marken Designerin & Aufbruch Komplizin Ich helfe Unternehmerinnen und Frauen, die es werden wollen, mutig aufzutreten – als Mensch und als Marke. Denn Menschen lieben echte Persönlichkeit und selbst-bewusste Ausstrahlung zieht an wie ein Magnet. :)

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