Vom Problem zur Geschäftsidee.

Von 3. Januar 2017 9. Mai 2020 Allgemein, Geschäftsidee finden, Kreativität
Design-Thinking

„Aber Kind, das ist doch nicht praktisch.“

„Aber es ist schön Mama. Es ist SCHÖN!“

Ich weiß nicht in wie vielen Varianten meine Mutter und ich diesen Dialog in ca. dreißig Jahren durchgespielt haben. Meine Mutter immer verständnisloser, ich immer verzweifelter und zeitweilig kurz vor tätlichen Angriffen, wenn sie z. B. mein Badezimmer mit einem giftgrünen Make-up Mülleimer verunstalten wollte.

Einer der wenigen Begebenheiten, bei denen wir mal einer Meinung waren, war, als sie meine große Liebe – die hübschere Ausgabe eines jungen Antonio Banderas, als er noch lange Haare hatte –  zum ersten Mal kennen lernte: „Ein schöner Mann und auch handwerklich begabt.“ (Sprich: PRAKTISCH).

Ansonsten versuchte mein Designerherz ihr vergeblich zu erklären, dass für mich Dinge Stil haben müssen, harmonische Formen und Farben, Originalität oder eine Geschichte, Patina und „alte Seele“. Praktisch stand dabei ganz unten auf der Liste.

Tut es noch.

Jedenfalls bei Dingen, die mich umgeben. Hässliches verursacht mir physische Schmerzen.

Design Thinking – was jetzt ein riesiger Hype ist, versucht quasi mich und meine Mutter unter einen Hut zu bekommen dei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen.

 

Eine Fleischwurst um den Hals kann eine Geschäftsidee sein.

 

Zum Beispiel, wenn ich eine Fleischwurst um den Hals tragen soll. So ähnlich sieht das Ding jedenfalls aus, das sich Menschen um den Hals klöppeln, um im Flugzeug zumindest dösen zu können, ohne dass Ihnen der Kopf durch die Schwerkraft amputiert wird oder der Sitznachbar auf die Schulter sabbert.

Kürzlich flog ich von Deutschland nach Australien und wieder zurück. Das waren alles in allem ca. 44 Stunden reine Flugzeit. Und nein, ich habe keine Sekunde geschlafen. Warum gibt es in keinem Flugzeug Sitze, die „Ohren“ haben? Sogar die Bahn hat das geschafft.

 

Warum gibt es in keinem Flugzeug Sitze, die „Ohren“ haben? #innovation # nutzerzentierung #designthinking #kundenfragen @jeanbouffier click to tweet

 

Apropos Bahn. Warum muss ich noch immer für Bus und Bahn im Umkreis Fahrscheine kaufen? Vor allem dann, wenn der Handy Akku gerade leer ist oder ich kein Kleingeld habe oder der Automat kaputt ist. Warum gibt es keine aufladbare Karte für alles? Die automatisch registriert, wenn ich einsteige und wo ich aussteige und dann abbucht.

Digitale Geschäftsideen finden.

Warum muss ich so viele Dinge, die man längst digital lösen kann, immer noch analog machen?

 

Warum sind Versicherungen und Mobiltarife so kompliziert, dass ich sie nicht verstehe?

Weshalb kann ich an meinem Auto mit einem Programm keine Eigendiagnose vorab vornehmen?

Warum gibt es an vielen Flughäfen nur Stühle, wenn ich sieben Stunden Aufenthalt habe und mich auf Fußballfeld große Freiflächen auf den Boden legen muss?

Weshalb haben so viele Dinge unnötige Rillen, in denen beim Abwischen der Dreck hänge bleibt?

Warum haben Fernbedienungen noch gefühlte elfzigmillionen Knöpfe?

Wieso habenso wenig Firmen einen Online Kalender, in dem ich einfach Termine buchen kann, statt fünf Stunden in der Warteschleife eines indischen Callcenters zu hängen, wenn ich gar keine Frage habe?

Wieso haben so viele Dinge einen Kippschalter, statt eines Schiebeschalters, so dass die Batterie leer ist, wenn man das Gerät wieder aus der Tasche zieht?

Warum haben Schuhe keine Absatzsohlen, die man selber wechseln kann?

Wieso muss ich an der Tankstelle zur Kasse?

Warum gibt es keine Solar betriebenen Öfen für Wüstenländern, in denen Holz knapp ist?

Elektroautos, die sich beim Fahren selbst aufladen?

Warum kann man Hände noch nicht mit Laser oder ähnlichem sterilisieren, statt mit Seife?

Wieso gibt es noch so viel unnütze, überflüssige, Umwelt verschmutzende Verpackungen, die meinen Mülleimer verstopfen und die Weltmeere verseuchen?

Warum gibt es in Hotels oft keine Haken oder Ablagen im Bad?

Wieso reißt das Klopapier auf diesen riesigen Rollen in öffentlichen Klos nach drei Zentimetern ab?

Wieso gibt es keine funktionierende Stationsanzeige im Bus?

Warum gibt es noch keine Kleidung die Energie speichert, wenn ich mich bewege und an der ich mein Handy aufladen kann?

Warum hat mein Autokofferraum komischen Filzstoff innen drin, an dem jeder Krümel hängen bleibt?

Wieso gibt es noch keinen virtuellen Parkplatzfinder?

Wieso brauche ich für jedes Gadget einen anderen Adapter?

Warum gibt es kein freies WLAN in der Stadt?

 

Immer mehr Firmen nutzen  jetzt  Design Thinking um für solche Fragen Lösungen zu finden. Die Menschen, die es betrifft, werden an den Tisch geholt. Das Problem wird identifiziert und Lösungen entwickelt, die wieder mit den Anwendern getestet werden. Die Schleife wiederholt sich im Design Thinking Prozess sich so lange, bis die optimale Lösung gefunden wurde.

 

Mama, du hast so Recht!

Manches muss nicht schön sein, sondern verdammt noch mal einfach nur praktisch.

Unternehmen müssen ihre Kunden an den Tisch holen. #innovation  @jeanbouffier click to tweet

Warum fragen Unternehmen mich nicht öfter, wie sie mir das Leben erleichtern können? Wie Dinge einfacher und praktischer werden können? Design Thinking ist ein Ansatz, der zum Lösen von Problemen und zur Entwicklung neuer Ideen führen soll. Ziel ist dabei, Lösungen zu finden, die aus Nutzersicht überzeugend sind, weil ihre Entwicklung Nutzer zentriert war.

Aber dazu muss man den Nutzer auch an den Tisch holen, fragen und das Feedback wertschätzen. Und am besten im Unternehmen eine Innovationskultur haben, in der es verarbeitet werden kann.

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Jean

Über Jean

Hi, ich bin Jeanette, – Business Coach, Marken Designerin & Aufbruch Komplizin Ich helfe Unternehmerinnen und Frauen, die es werden wollen, mutig aufzutreten – als Mensch und als Marke. Denn Menschen lieben echte Persönlichkeit und selbst-bewusste Ausstrahlung zieht an wie ein Magnet. :)

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