Wie man eine Geschäftsidee finden kann.

Ich habe schon immer Märchen über phantastische Welten geliebt. Zum Beispiel „Alice im Wunderland“, „Mary Poppins“, die unendliche Geschichte oder auch viele Disney oder Pixar Filme. Vor einiger Zeit, war ich im Weihnachtsmärchen im Staatstheater Wiesbaden. Im „Zauberer von Oz“, eines meiner Lieblingsmärchen.

Als ich nach Hause kam, fiel mein Blick auf die Reihe roter Schuhe, die bei mir auf dem Treppenabsatz steht. Und ich fragte mich plötzlich, ob ich die alle nur kaufe, weil ich insgeheim hoffe, irgendwann das richtige Paar zu erwischen. Das Paar, das mich in die wundersame Welt von Oz bringen würde, zur Vogelscheuche ohne Verstand, dem Löwen ohne Mut und dem Blechmann ohne Herz. Ganz so abwegig war das nicht. Ich fand an der Inszenierung besonders schön, dass sie all die wundervollen Zitate in den Dialogen gelassen hatten.

Wie zum Beispiel diese hier:
„Heimat ist zu erkennen. Deinen Verstand zu kennen. Dein Herz zu kennen und deinen Mut. Wenn wir uns selbst kennen, sind wir immer Zuhause. Egal wo.“ (Glinda)

„Du hattest die Kraft schon immer meine Liebe, du musstest sie nur für dich selbst lernen. (Der Zauberer zu Dorothy).

Und mein Lieblingssatz:
„ Ich entscheide mich für das Herz!“ sagte der Blechmann. Denn Verstand macht nicht glücklich. Und glücklich zu sein, ist das schönste Gefühl der Welt.“

200-1
  • facebook
  • twitter
  • pinterest
  • linkedin
  • googleplus

Ich beobachtete die Gesichter der Kinder, die von der Geschichte völlig hingerissen waren. Und daneben die vielen abgeklärten, der Erwachsenen. Nur wenige waren ebenso fasziniert, wie ihre Kinder.

Warum haben Filme wie Avatar so großen Erfolg? Sicher wegen der Sehnsucht nach einer Welt, in der noch alles in Harmonie ist. Wo alles mit allem verbunden ist. Wie bei uns. Nur noch intakt. Ich glaube aber auch, weil wir Staunen wollen über faszinierende Bilder, über Neues, über Entdeckungen. Egal wie alt wir sind. Aber in der Alltagsroutine geht das oft unter.

Wir versuchen Zeit zu sparen und trimmen alles auf Effizienz

Vor allem unser Hirn versucht Rechenleistung zu sparen, in dem es Gewohntes gar nicht mehr registriert. Dinge neu zu betrachten ist also eine Willensentscheidung. Und hängt auch ein bisschen von der Persönlichkeit ab. Fast alle Menschen, die in sehr kreativen Berufen arbeiten, haben sich einen kindlichen Teil Neugier und Experimentierfreude bewahrt und die Fähigkeit Dinge zu hinterfragen.

Hattest du schon Mal das Gefühl als stünde für Sekunden die Zeit still? Einen Moment, in dem du das Gefühl hattest, die Welt so zu sehen, als hättest du sie noch nie zuvor gesehen? Als seiest du ein Alien, das grade gelandet ist und unsere Welt zum ersten Mal sieht?

Ich finde diese Momente faszinierend. Weil sie mich jedes mal daran erinnern, dass wir von erstaunlichen Dingen umgeben sind, sie aber nicht mehr sehen, weil wir sie für selbstverständlich halten. Die Fähigkeit, die wir als Kinder hatten, wird uns abtrainiert. Aus Wildblumen werden in Schulen Tulpenbeete gemacht. Dazu gibt es übrigens einen wunderbaren Vortrag von Gunter Dueck. Der schöpferische Imperativ.

Eine junge Mutter erzählte mir kürzlich, dass sie neuerdings für die Strecke zum Spielplatz mit ihrer kleinen Tochter, statt einer halben Stunde, zwei Stunden braucht. Weil sie jetzt oft einen anderen Weg nehmen und langsamer unterwegs sind. Weil sie sich dazu entschieden hat, die Welt durch die Augen ihrer Tochter neu zu sehen. Dafür fallen jetzt viele Dinge bei ihr hinten runter. Sie meint, das sei es wert.

„Was würdest du mir bitte sagen, wie ich von hier aus weitergehen soll?‘ ‚Das hängt zum größten Teil davon ab, wohin du möchtest‘, sagte die Grinsekatze. „Ach wohin ist mir eigentlich gleich…“, sagte Alice. „Dann ist es auch egal, wie du weitergehst“, erwiderte die Katze. (Alice im Wunderland) 

Man kann das Staunen also wieder lernen

Es gibt dazu auch einen sehr schönen Zeichentrick Film: Alike. Es geht zum Beispiel durch Achtsamkeit. Dadurch, dass man die Routine mal ändert. Ich war kürzlich in einem Vortrag von Hermann Scherer. Der hat mit seinen Studenten einen Tag eingeführt, an dem keiner das tun darf, was er sonst tun würde.

„Manchmal denke ich bereits vor dem Frühstück an sechs unmögliche Dinge.“ (Alice zum Hutmacher)

An einem dieser Tage, kam er sehr spät von einer Konferenz zurück. Überlicherweise nahm er vom Bahnhof ein Taxi nach Hause. Das konnte er also nicht tun. Seine Frau war auch nicht Zuhause und um die Zeit noch Freunde anzurufe,n stand außer Frage. Also ging er in die nächste Pizzeria, bestellte eine Pizza und fragte, ob man die auch liefern würde.

„Ja, sicher, an welche Adresse sollen wir sie denn liefern?“ fragte der Pizzabäcker.
„Zu mir nach Hause“, antwortete Hermann. „Und ich kann Ihnen sogar zeigen, wo das ist.“

„Das unmögliche zu schaffen, gelingt einem nur, wenn man es für möglich befindet.“ (Alice im Wunderland)

Innovationen sind nur möglich, wenn wir wieder Staunen und Dinge aus neuen Blickwinkeln betrachten

Gewohntes in Frage stellen und auch Zeit dazu haben. Der Verstand muss träumen und sich langweilen dürfen um Grenzen im Kopf erweitern. Wir glauben so viele Dinge, für die es nicht mal Beweise gibt.

Die Buddhisten glauben, dass Kinder noch die Fähigkeit haben verstorbene Menschen zu „sehen“. Mein siebenjähriger Neffe, erzählte meiner Mutter – kurz nachdem meine Oma verstorben war – er habe sie gesehen. Meine Mutter erklärte ihm, das könne gar nicht sein. Woher sie das denn wisse, fragte ich sie. Darauf hatte sie keine Antwort. Ich fragte den ziemlich eingeschüchterten Jungen, ob es der Uroma denn gut ginge. Er sah mich erst zweifelnd an und dachte offenbar, ich wolle ihn veräppeln.

„Ja, es geht ihr gut.“

„Kannst du ihr bitte das nächste Mal, wenn du sie siehst sagen, dass ich sie sehr lieb habe und sie vermisse?“

„Ja, das mache ich.“ strahlte er mich an.

Wer bin ich, diesem Kind zu sagen, was es gesehen hat und was nicht? Alles was ich damit tue, ist eine Fähigkeit zu zerstören. Und wenn es nur die der Vorstellungskraft ist.

Wichtige Entdeckungen wurden selten während der Arbeitszeit gemacht

Einstein visualisierte die Relativitätstheorie nicht während er am Schreibtisch saß, sondern bei einer Bahnfahrt, als er aus dem Fenster sah.

Beethoven ging oft spazieren um auf den Straßen oder im Wald seine Musik zu finden. Draußen an der frischen Luft, konnte er seine neuen Symphonien im Kopf hören.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben nachgewiesen, dass wir wesentlich besser Denken können, wenn wir gehen.

Werde wieder ein Anfänger

Wir verlieren etwas Wunderbares, wenn es uns wichtiger ist, der zu sein, der alles weiß, als derjenige, der offen ist für all die alltäglichen Wunder um uns herum. „Die, die glauben alles zu wissen, haben keine Möglichkeit herauszufinden, dass sie es nicht tun.“ schrieb Leo Buscaglia.

Künstlern und Fotografen wird beigebracht, die Welt wieder mit den Augen eines Kindes zu beobachten. „Jedes Kind ist ein Künstler.“ sagte Pablo Picasso. „Das Problem ist ein Künstler zu bleiben, wenn wir erwachsen werden.“ Erfindern und  wird beigebracht, Dinge so zu sehen, wie ein Amateur sie betrachten würde. Nicht wie ein Experte.
Zen Praktizierenden wird gelehrt, jeden Moment im Leben mit einem „Anfänger Bewusstsein“ zu betrachten. Das ist ein unschuldiger Verstand ohne vorgefasste Meinung, ohne Erwartungen, ohne Urteile und Vorurteile. Es ist ein Verstand voller Neugier, Wunder, Staunen. Naiv und voll mit wissendem „Nichtwissen“.

Wusstest du, dass jeder Tropfen Wasser mit Meteoriten auf die Erde kam? Es gibt Lebewesen auf diesem Planeten, die aussehen, als kämen sie aus dem Weltraum, Pflanzen und Blumen, wie aus einem Fantasy Film. Ich stand kürzlich wie vom Donner gerührt vor meinem Pferd und staunte darüber, dass dieses riesige Tier mich auf seinem Rücken duldet. Ich sah in den Himmel und fand es plötzlich völlig verrückt, dass eine Kiste aus Blech tatsächlich fliegt. Mit Menschen darin. Und WLAN. Über Weltmeere.

Ich habe manchmal Klienten, die mir einen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt geben, die mich völlig umhaut. SO! kann man also auch fühlen und denken? Das ist besser als Kino. Eigentlich müsste ich dafür bezahlen, für das, was ich lernen darf. Über die Vielschichtigkeit von Menschen.

Also. Wann legst du mal einen Tag ein, an demdu alles mal anders machst als gewohnt?

 

Unterschrift
  • facebook
  • twitter
  • pinterest
  • linkedin
  • googleplus

 

200-2
  • facebook
  • twitter
  • pinterest
  • linkedin
  • googleplus

 

Jean

About Jean

Ich bin Jeanette. Freiheits-Mentorin und Coach. Ich helfe dir den Mut zu haben, dein Leben nach deinen Regeln zu leben und deine Vorstellung von Freiheit zu finden. Egal ob du selbstbestimmter leben, deine Berufung und deine Geschäftsidee finden oder eine Auszeit vom Job machen willst. DEIN LEBEN. DEINE REGELN!

Leave a Reply

Pin It on Pinterest

Share This