The Happy Show – wie wird man glücklich?

Ein paar Eindrücke, zu denen ich nicht viel verraten möchte, um dir nicht den Spaß zu verderben

 

Vom 23. April bis 25. September ist im Museum für Angewandte Kunst die „Happy Show“ zu sehen. Auf der Suche nach dem Glück hat Stardesigner Stefan Sagmeister meditiert, Drogen getestet und sich einer Therapie unterzogen.

Die Ausstellung ist großartig gestaltet und sehr kreativ in Collagen, Videos und Do-it-yourself Elementen umgesetzt.

Beim Betreten der Ausstellung bekamen wir Karten, auf denen Aufgaben standen. Ich gebe zu, dass ich nicht mutig genug war, mich oben an die Treppe zu stellen und ein paar Minuten hysterisch zu lachen. Angeblich geht man in Deutschland dazu ja ohnehin in den Keller :).

Zur Ausstellung gibt es bei der Hessenschau auch einen schönen Artikel.

Die Ausstellung finde ich sehr gelungen, denn sie erlaubt Menschen, die sich damit noch nie beschäftigt haben, einen spielerischen Ennstieg sich philosophisch mit dem Thema Glück auseinander zu setzen.
Und er hat gut recherchiert und die wesentlichen Punkte – teils auf sehr lustige – Weise aufbereitet.

Geärgert habe ich mich etwas über das Video, das sich mit Mediation befasst udn  – klar – rastalockige Althippies interviewt, die teils ein wenig wirken als wäre es eine Bong zu viel gewesen und damit Meditation in der Öffentlichkeit wieder in die Esotherik Ecke schieben wo sie schlicht schon lange nicht mehr hingehört.

Im Gegenteil. Selbst die Neurowissenschaft hat bewiesen, dass Meditation glücklich macht.

Sagmeister will kein Rezept fürs Glücklich sein liefern. An einer Wand steht, dass „The Happy Show“ die Besucher nicht glücklicher machen wird. „Ich hoffe aber, dass die Besucher darüber nachdenken, was zu einem glücklicheren Leben führen kann“, sagt er.

Glück ist eine Entscheidung!

Wir sind im Allgemeinen immer dann glücklich wenn etwas Schönes passiert. Wenn man aber generell glücklich sein will, also immer dann, wenn grade nichts Schlimmes passiert, dann sollte man sich mit dem Thema der Achtsamkeit beschäftigen. Leben, atmen, fühlen, können wir nur im Jetzt. Da sind wir aber sehr selten. Meist sind wir gedanklich in der Vergangenheit oder in der Zukunft unterwegs. Wenn wir essen arbeiten wir im Kopf schon wieder. Wenn wir arbeiten sind wir im Kopf oft schon mit der Einkaufsliste beschäftigt. Wenn wir jemandem zuhören, sind wir im Kopf meist schon mit dem beschäftigt, was wir dazu sagen wollen. Das bedeutet, dass wir unser Leben kaum mitbekommen.

Achtsamkeit besteht aus 5 Elementen: Konzentrieren, beobachten, benennen, nicht bewerten (besser: die Bewertung loslassen), nicht reagieren. Nicht zu reagieren, bedeutet eine Pause zu haben, in der man entscheiden kann, ob und wie man reagieren will.

Sie erlaubt und wahrzunehmen, wie wir uns fühlen, was wir denken. Sie ermöglicht uns Dankbarkeit und die Frage zu stellen, warum die Situation das grade mit uns macht. Woher es kommt. Damit können wir unseren alten Mustern, die uns blockieren auf die Spur zu kommen.

Das sind alles Schlüssel zum Glück. Die Tür aufschließen muss aber jeder selbst. Und das ist eine innere Haltung, die man jeden Tag praktizieren muss.

Viel Spaß bei der Ausstellung.

 

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