Emotionale Intelligenz – warum ich von Ausserirdischen abgeholt werden will

Ein Philosoph steckt ja in uns allen, nicht? Meiner kommt spätestens nach dem 1. Glas Rotwein raus. Kürzlich war es mal wieder so weit.

„Stell Dir vor: vor 3,5 Milliarden Jahre brachten Meteoriten alles Wasser das auf unserem Planeten existiert auf die Erde“ erzählte ich fasziniert einem Freund von einer wissenschaftlichen Dokumentation, die ich gerade gesehen hatte. „Wahnsinn oder? Und nur 3% allen Wassers ist Süßwasser. Wenn Du einen Fußball (der die Erde symbolisiert), neben eine Erbse legst (die Menge an Süßwasser) zeigt es das Verhältnis.

„Und wie gehen wir damit um? Dass sich das Leben bzw. die Menschheit durch die eigene Ignoranz ausrottet, ist auf diesem Planeten jedenfalls erstmalig so. Zuvor hat das mehrere Male die Natur versucht, durch Eiszeiten und Meteoriteneinschläge. Dieses Mal schaffen wir die Zerstörung auch ohne Naturgewalten“ meinte der Kollege.

„Stimmt – schon lustig. Wenn mal Außerirdische kommen stecken die uns doch kollektiv in die Klapse. Täte dem Planeten gut.“ Sinnierte ich weiter.

„Die werden aber nicht kommen“ entgegnete er.

„Wieso?“ fragte ich.

„Weil die uns verpassen würden“ triumphierte er. „Alleine die Erde ist 4,5 Milliarden Jahre alt. Das Universum ca. 13,57 Milliarden Jahre. Der moderne Mensch etwa 200.000 Jahre. Wir sind also der Bruchteil eines Pupses in der Geschichte. Wenn uns Außerirdische besuchen wollten, müsste in der gleichen winzigen Zeitspanne eine andere intelligente Lebensform entstanden sein, die A) fähig ist durchs Universum zu reisen B) zufällig ausgerechnet auf unseren Planeten trifft und das C) zu dem Zeitpunkt, an dem wir uns noch nicht selbst um die Ecke gebracht haben. Und das bei Millionen von Galaxien da draußen. Auch wenn es diese Außerirdischen je gab, waren die wohl schon tot bevor wir kamen oder sie kommen erst nach uns. Wahrscheinlich ist aber, dass wir uns verpassen.“

Dieses Argument war nicht seines sondern das eines schlauen Wissenschaftlers. Und das schien mir  erst mal unumstößlich. Bis ich einen Geistesblitz hatte.

„So schlau war der aber nicht“ hielt ich dagegen. „Ihr geht beide davon aus, dass jede Zivilisation so dämlich ist wie unsere.“

„Stell dir aber mal vor, es gibt eine, welche die Lernkurve – man krepiert wenn man den Planeten zerstört auf dem man lebt – nicht erst hinlegen musste (um dann, wie in unserem Falle trotzdem so weiter zu machen). Es könnte eine sein, die auf Positivität im Leben ausgerichtet ist, die auf Zusammenhalt, auf Kooperation, auf Vertrauen und auf Harmonie mit sich und ihrer Umwelt ausgelegt ist. Kleine grüne Über-Buddhisten, die keine Agressivität kennen bzw. wissen wie man damit umgeht. Vielleicht gab es Bedingungen auf ihrem Planeten, wegen derer sie nie kämpfen wollten oder mussten, sich aber trotzdem weiter entwickelt haben. Nur weil das bei uns so nicht funktioniert hat, heißt es nicht, dass es woanders nicht so hätte sein können und dass die dadurch sogar Millionen von Jahren überlebt haben. Nur weil wir gedanklich so begrenzt sind, uns Entwicklung nur als Überlebenskampf und Konkurrenzdenken vorstellen zu können, heißt das nicht, dass es anders nicht möglich wäre.“

Ich hielt inne denn mir fiel plötzlich auf, womit ich in dieser Welt einen Unterschied mit meiner Arbeit machen will. Was wäre wenn es sie gäbe?

Eine Zivilisation, extrem hochentwickelt durch emotionale Intelligenz?

Die statt Energie in Misstrauen, Töten, Kampf und Kriege zu verschwenden vorwärts kommt, weil sie eine ausgeprägte emotionale Intelligenz besitzen, aufgrund derer ein so großes Vertrauen untereinander herrscht, dass sie ein riesiges Empathie Netzwerk bilden, das zu enormen Höchstleistungen fähig wird, weil kaum Energie in Zerstörung verloren geht.

Lebewesen, die, wenn sie wählen können immer das Beste von anderen annehmen – die ihre positive Energie nutzem um ihre Erkenntnisse auszuweiten und die an ihre Kinder weiter zu geben, damit die noch mehr positive Energie, Lebensfreude entwickeln und die ihre Phantasie nicht durch ihre eigenen Gedanken begrenzen und denen ihr eigenes Ego nicht im Weg steht. Eine Spirale nach oben statt nach unten.

„WOW!“

„Also, ihr extraterrestrischen Über-Buddhisten: falls ihr da draußen existiert, durch Wurmlöcher surft und aus Spaß das Internet dieses Planenten anzapft und dabei auf meinen Blog stoßt und diese Zeilen lest:

„HOLT MICH BITTE AB!“

Solange das nicht passiert arbeite ich daran Menschen (inklusive mir selbst) auf diesem Planeten zu emotionalen Intelligenz zu befähigen denn sie ist die Fähigkeit, die über unseren Erfolg dem Erfolg und Glück im Leben und Beruf entscheidet. Sie ist für berufliche Spitzenleistungen und Führungsqualitäten zu 80% und sogar mehr verantwortlich. Weit, weit mehr als fachliches Können oder intellektuelle Fähigkeiten. Diese Analyse stammt von David Goleman. Für Zweifler: dies trifft auch auf sehr technisch geprägte Berufe zu, bei denen man meinen könnte, es käme hier nur auf fachliche Kompetenz an. Es stellte sich aber heraus, dass die erfolgreichsten Mitarbeiter über 6 Fähigkeiten verfügen:

  1. Hohe Leistungsbereitschaft
  2. Begriffliches Denken
  3. Die Fähigkeit andere positiv zu beeinflussen
  4. Analytische Fähigkeiten
  5. Bereitschaft Herausforderungen anzunehmen
  6. Selbstvertrauen

Ganze vier davon zählen zur emotionalen Intelligenz (Definition in meinem letzten Artikel). Dazu gibt es viele gesicherte wissenschaftliche Untersuchungen.

Die erfolgreichsten UND glücklichsten Menschen zeichnen sich durch sehr hohe emotionale Intelligenz aus. @jeanbouffier click to tweet

Emotionale Intelligenz – die Blitz-Zusammenfassung:

1) Die eigenen Emotionen kennen

2) Emotionen beeinflussen

3) Emotionen in die Tat umsetzen

4) Empathie

5) Umgang mit Beziehungen und deren Erhalt

Falls du gerade denkst: „Ach ich will gar nicht beruflich so erfolgreich sein, ich will vor allem privat glücklich sein“ dann solltest du jetzt aufmerksam weiter lesen.

Privates Glück ist nichts anderes als die Fähigkeit zur „Selbstführung“ und folgt den gleichen Prinzipien. Der berufliche Erfolg kommt also im Kielwasser des privaten daher. Die Burnout Kliniken sind bis auf die letzen Plätze belegt, weil Menschen glauben, dass es auch nur mit harter Arbeit geht. Sie trennen sich dabei von sich selbst und Anderen ab. Der Preis für den Erfolg ist ihr persönliches Glück und ihre Gesundheit.

Die gute Nachricht: Emotionale Intelligenz kann man trainieren

Und zwar durch:

1) Schulung der (Selbst-)aufmerksamkeit

2) Selbsterkenntnis & emotionale Selbstregulierung

3) Wichtige geistige & körperliche Gewohnheiten & Haltungen

So wie du mit dir selbst umgehst, so gehst du auch mit anderen um. Du löst damit aus, wie sie wiederum mit anderen Menschen umgehen. Damit hast du die Macht ganze Systeme zu beeinflussen. Positiv oder negativ.

So wie du mit dir selbst umgehst – negativ oder positiv – beeinflusst ganze Systeme @jeanbouffier click to tweet

Kennst du das Gefühl dass dein Leben an dir vorbei rennt, dass du es kaum mitbekommst zwischen den hunderten Dingen die du zu erledigen hast, den tausenden Gedanken die permanent durch deinen Kopf wirbeln in dem Gedankenkarussell das einfach nicht zu stoppen ist? Du fühlst dich wie gedoped. Und du daher Dingen, Aufgaben und Menschen nicht die volle Aufmerksamkeit schenkst – am allerwenigsten dir selbst und denen die am wichtigsten sind? Du in Situationen gerätst in denen du automatisch auf deine Emotionen anspringst und manchmal ungerecht, wütend, beleidigt, missgünstig, unsouverän oder traurig reagierst und dich fragst wie das passieren konnte?

Unsere Emotionen und Gedanken sind wie wilde Pferde die unkontrolliert mit uns davon schießen können wenn sie nicht gezügelt und ihre Kraft von uns gesteuert wird.

Was es bedeutet bei Bewusst-sein zu sein

Das passiert wenn wir nicht ganz bei „Bewusst-sein“ sind. Das meine ich ganz ohne Witz. Aufmerksamkeit ist die Grundvoraussetzung aller höheren kognitiven und emotionalen Prozesse. Sicher kommen wir auch so durchs Leben aber wir schöpfen damit nur einen Bruchteil unserer Fähigkeiten aus.

Resonanzprinzip: Die Ursache für unser Glück liegt nie im Außen. Du ziehst das an, was du bist, d.h. was du fühlst & denkst. @jeanbouffier click to tweet

Egal welche Themen wir im Leben haben oder was auch immer wir erreichen wollen, hat den Ursprung in uns selbst. Ein Geist der Ruhe und Klarheit ermöglicht uns erst zur Selbsterkenntnis zu kommen. Und damit zur Fähigkeit unsere Emotionen zu regulieren weil wir sie glasklar wahrnehmen können. Wir haben damit die Macht völlig anders mit uns selbst und den Menschen um uns herum umzugehen.

Damit ist die Basis da eine innere Haltung zu entwickeln – mithilfe von geistigen und körperlichen Gewohnheiten –, die uns und Anderen gut tut und die uns befähigt Höchstleistungen zu erbringen und unsere Ziele zu erreichen.

Ziel: automatisch glücklich sein weil nichts Schlimmes passiert, statt unglücklich zu sein weil nichts Schönes passiert. @jeanbouffier click to tweet

Kritische Menschen mögen jetzt einwenden: „Jaaaa aber es gibt doch auch die, die manipulieren, intrigieren, mit Machtmissbrauch und Druck arbeiten, negativ über andere reden und nur ihren eigenen Vorteil suchen. Im Job und privat. Und die damit Erfolg haben.“ Das mag sein aber ich garantiere dass diese Menschen einen sehr hohen persönlichen Preis dafür zahlen: nämlich den,  dabei auch im tiefsten Inneren glücklich zu sein und das mit anderen Mensche wirklich teilen zu können. Da kann das Haus noch so groß sein, das Bankkonto noch so voll sein.

Der Preis für Erfolg ohne emotionale Intelligenz ist riesig

Und noch jemand zahlt einen hohen Preis: Die Firma für die sie arbeiten, bzw. die Mitarbeiter mit denen sie arbeiten. Denn sie sorgen dafür dass andere kündigen weil sie das Betriebsklima vergiften. Zumindest sorgen sie dafür, dass das Unternehmen nicht den Erfolg langfristig hat, den es eigentlich haben könnte.

Nur in einem Umfeld  das auf gegenseitiger wohlwollender Haltung basiert,  persönliches Glück fördert( es dürfte nicht erstaunen, dass glückliche Menschen auch motivierter arbeiten und leistungsfähiger sind als deprimierte) und Vertrauen entstehen lässt,  gibt es Raum für Ideen, Kreativität, Motivation, Loyalität und Engagement.

Wie kann man seine Achtsamkeit schulen?

Darum geht es im nächsten Artikel. Du bekommst darin von mir eine genaue Anleitung wie du mit 3 Minuten Aufmerksamkeitstraining pro Tag anfangen kannst dein Leben grundlegend zu verändern.

Du kannst aber natürlich auch auf die Außerirdischen warten. 😉

 

Herzlich

Jean

About Jean

Ich bin Jeanette. Ich helfe Menschen ihre Vorstellung von Freiheit zu finden. Ob das eine Geschäftsidee ist, eine Lebensvision oder sie eine Auszeit vom Job machen wollen. Oder einfach emotionale unabhängiger leben wollen. DEIN LEBEN. DEINE REGELN!

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