Wie man ein ehrliches Kompliment macht und den Selbstwert steigert

Wer mich heute kennen lernt mag es kaum glauben. Ich war als Kind furchtbar schüchtern.
Man könnte auch sagen, dass ich ein Sozial Nerd war. Es kostete mich immer riesige Überwindung mit Menschen zu sprechen, die ich nicht kannte, bis ich Ende 20 war. Vor allem jemanden anzusprechen war für mich der Vorhof zur Hölle.

Meine Gedanken waren: „Was wird der von mir denken? Was werde ich sagen? Vielleicht ist es nicht lustig oder intelligent oder bemerkenswert genug?“

Das Training, das dann für meine brandneue Extrovertiertheit sorgte, hatte ich nicht einmal geplant. Das kam als Kirsche auf den Kuchen, als ich ein Sabbatical machte, das 4 Monate dauern sollte und zu 2 Jahren wurde.

Wenn man alleine reist und sich nicht traut jemanden anzusprechen ist man ganz schnell eins: verdammt einsam. Als ich den Punkt erreicht hatte, am Frühstückstisch mit meinem gekochten Ei Konversation zu machen, hatte ich nichts mehr zu verlieren. Und einen großen Vorteil. Wenn ich einen Korb bekommen würde, musste ich diesen Menschen nie wieder sehen. Also nahm ich mir ein Herz und suchte mir ein ahnungsloses Opfer. Von denen gibt es reichlich in Backpacker Hostels.

Aber wen nehmen und wie das Gespräch anfangen, wenn man gar nichts über die Person weiß? Wie mag ich denn angesprochen werden?
Ich suchte mir etwas, was mir an einer Person gefiel und machte ein Kompliment. Im Gesicht des Gegenübers ging die Sonne auf. Und mein Selbstwert tanzte Rumba.

Ein Kompliment ist bis heute das, was mir hilft Gespräche zu eröffnen, Menschen fröhlich zu stimmen und gleichzeitig meinem Selbstwertgefühl Gutes zu tun.
Statt darauf zu warten – warum nicht selbst eins machen? Je mehr man gibt, desto mehr bekommt man zurück.

„Es gibt nichts, was den Tag so schön macht, wie ein ehrliches Kompliment.
Wie man das macht?“ @jeanbouffier

5 Tipps für ein wirkungsvolles Kompliment

1. Sei spezifisch
„Diese Jacke sieht toll and dir aus“ hat mehr Wumms als „Du siehst heute gut aus“. Je spezieller desto besser. Die Person fühlt sich besonders wahrgenommen.

2. Belege das Kompliment
Das Kompliment wirkt noch stärker, wenn Du sagst warum Du das denkst: „Diese Jacke sieht toll an dir aus weil sie deine Augen strahlen lässt.“

3) Stell eine Frage mit dem Kompliment
Wenn man das Kompliment als Konversationsstart nutzen will, kannst Du z. B. sagen: „Diese Jacke sieht toll an dir aus weil sie deine Augen strahlen lässt. Woher hast du sie?“

4) Nutze Komplimente, um Dein Selbstvertrauen und das Anderer zu stärken

Es braucht Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl um gute Dinge an Anderen zu bemerken und den ersten Schritt zu machen, das  auch zu sagen.
Manche Menschen befürchten der Andere könne denken, man wollte etwas von ihm. Das ist meist unbegründet, wenn du Punkt 5 beachtest.

5) Meine es ehrlich
Menschen merken wenn man ihnen etwas unterjubeln will oder manipuliert. Sie nehmen es vielleicht nicht direkt wahr aber das seltsame Gefühl ist da. Mache Komplimente also immer ehrlich, dann sind sie eine tolle Basis für jedes Kennenlernen. Das setzt ehrliches Interesse an Menschen voraus. Und das kann man trainieren. Indem man sich für einen besonders netten Service bedankt zum Beispiel. Wenn schon der Chef nicht lobt (das tun die meisten viel zu wenig) dann wenigstens der Kunde. Viele Leute im Service sind nämlich nur an Beschwerden gewöhnt. Kaum jemand sagt etwas, wenn es gut läuft. Dabei ist das der Hauptmotivator es weiter gut zu machen.

Einige Menschen mag es verlegen machen ein Kompliment oder Lob zu bekommen oder mögen es ablehnen aber das ist ihr Thema und insgeheim freuen sie sich doch. Und genau wie ein Geschenk kann man es auch annehmen. Mit einem einfachen „Danke“.

 

 

 

Jean

About Jean

Ich bin Jeanette. Ich helfe Menschen ihre Vorstellung von Freiheit zu finden. Ob das eine Geschäftsidee ist, eine Lebensvision oder sie eine Auszeit vom Job machen wollen. Oder einfach emotionale unabhängiger leben wollen. DEIN LEBEN. DEINE REGELN!

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